Zu schön - um wahr zu sein ?:

"Kariesentfernung ohne Bohren"



Kann "Carisolv" - das Gel zur Kariesentfernung - das herkömmliche Bohren tatsächlich ersetzen?

Dank überschwänglicher Medienberichte wurden bei vielen Patienten große Erwartungen in eine neue Methode der Kariesbehandlung mit einem Gel - welches das lästige Bohren ersetzen soll - geschürt. Doch wie so oft, sieht die Realität etwas anders aus.

"Carisolv" - das Gel zur Kariesentfernung ist tatsächlich in der Lage, die erkrankte Zahnsubstanz aufzuweichen und gleichzeitig anzufärben, so dass diese anschließend vom Zahnarzt mit speziellen Handinstrumenten - fast schmerzfrei - gezielt entfernt werden kann. Danach wird wie üblich eine individuelle Füllungstherapie vorgenommen.

A a a a a a a a ber:

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In den meisten Fällen dehnt sich die kariöse Stelle weit unter dem Zahnschmelz aus, welcher nun doch wieder mechanisch (also mittels Bohrer) entfernt werden muss. Lediglich beim klassischen "Loch im Zahn", bei dem die Karies den Schmelz bereits in größerem Umfang durchbrochen hat, kann auf den Bohrer verzichtet werden.
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Um den Halt der Füllungsmaterialien gewährleisten zu können, muss zusätzlich zur Kariesentfernung der Füllungsrand mit dem Bohrer gestaltet werden - also die günstigste Form für die Füllung präpariert werden.
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Die Kariesentfernung mit Gel dauert bedeutend länger als eine herkömmliche Behandlung.
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Eine "Carisolv"-Behandlung gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Es handelt sich um eine Wunschbehandlung und ist demnach vom Patienten privat zu bezahlen.

Als echte Alternative zum "Bohren" kann "Carisolv" demnach (leider!) nicht angesehen werden.

Zahnärzte halten den Einsatz des Gels allerdings bei Patienten mit ausgeprägter Angst vorm Bohren sowie bei Einstiegsbehandlungen von Kindern für sinnvoll.

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