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34. Zahnärztetag: Wünsche und Forderungen an die Politik deutlich formuliert

Rund 600 Zahnärzte, Zahntechniker und zahnmedizinische Mitarbeiter erlebten am 14. Und 15. November in Cottbus einen sehr intensiven Zahnärztetag zu den vielfältigen Aspekten, die bei der Behandlung von Menschen ab 60 etwas spezieller berücksichtigt werden müssen als bei einem Kind oder einem Erwachsenen im 40. Lebensjahr. Zu Beginn des brandenburgischen Kongresses hatten sowohl LZÄKB-Präsidentin Dr. Romy Ermler als auch der Vorsitzende des Vorstandes der KZVLB, Dr. Eberhard Steglich, Gelegenheit, Forderungen an die brandenburgische Politik zu formulieren – sie durften bei der Eröffnung herzlich Staatssekretär Patrick Wahl (BSW) des Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg begrüßen.

Dr. Romy Ermler sagte unter anderem in ihrer Eröffnungsrede, dass endlich Schluss sein muss mit unnötigen Reformen, die angeblich die Arbeit der freien Berufe „transparenter“ machen sollen, aber eigentlich nur unötig belasten. „Im Mittelpunkt muss die Patientenbehandlung stehen, besonders auch im ländlichen Raum – und nicht der ‚TüV‘ nach dem Kauf eines neuen Gerätes für die Praxis oder andere Unsinnigkeiten!“ Als Bremsklotz in der zahnärztlichen Versorgung aller Patienten benennt sie darüber hinaus den Fachkräftemangel: „Genau deshalb fordere ich Sie, lieber Herr Wahl, auf, endlich im Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium aus Versprechungen Taten werden zu lassen und in Cottbus an der ‚MUL Carl Thiem‘ den staatlichen zahnmedizinischen Studiengang einzuführen.“ Ergänzend betonte Dr. Eberhard Steglich die dringend notwendige Ausweitung des Landärztestipendiums auf die Zahnmedizin: „Wir brauchen handfeste Anreize für den akademischen Nachwuchs, sich im ländlichen Raum niederzulassen. Wenn wir die Versorgung langfristig sichern wollen, muss das Landärzteprogramm konsequent auch die Zahnmedizin einbeziehen.“
Wenn es jetzt immer mehr Menschen gäbe, die im hohen Alter noch über ihre eigenen Zähne verfügen und eine entsprechend hohe Lebensqualität vorweisen, dann ist das der Lohn für eine jahrzehntelange präventive Arbeit der Zahnärzteschaft. Aber: „Die Wertschätzung der Politik spiegelt sich nicht in der Vergütung wider – die Gebührenordnung für Zahnärzte ist noch aus der Vorwendezeit und somit älter als der Zahnärztetag, der an diesem Wochenende gefeiert wird.“ Hier ist es mehr als höchste Zeit, eine adäquate Gebührenordnung einzuführen – was das Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg durchaus auf dem Parkett der Bundespolitik mit vermitteln kann.

Dr. Eberhard Steglich unterstrich in seinen Begrüßungsworten die Einigkeit der standespolitischen Forderungen von Kammer und KZVLB. Bezogen auf das Thema des Kongresses resümierte er, dass etwa 40 Prozent der Kollegenschaft einen Kooperationsvertrag mit Senioreneinrichtungen haben. „Ich hoffe, dass wir weitere Anregungen für unsere Praxen mitnehmen und ab Montag schon erste Ideen umsetzen können – im Interesse unserer immer älter werdenden Patienten!“

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