Punktwerte 2018 bei Bundeswehr und Bundespolizei

Mit Schreiben vom 07.02.2018 informierte die KZBV, dass bei der zahnärztlichen Versorgung von Heilfürsorgeberechtigten der Bundeswehr und der Bundespolizei ab 01.01.2018 diejenigen Punktwerte anzusetzen sind, welche ursprünglich für das Jahr 2017 verhandelt wurden. Da allerdings im vergangenen Jahr ein erhöhter Ausgleichspunktwert ge-zahlt worden ist (Summe der in 2016 nicht gezahlten und der für 2017 verhandelten Punkt-werterhöhung) und der Nachholbetrag für das Jahr 2016 am 31.12.2017 endete, sind ab 01.01.2018 zunächst die Basispunktwerte des Jahres 2017 anzusetzen.

Ab 01.01.2018 gelten somit folgende Punktwerte:

Bundeswehr
KCH, PAR und KB: 1,1374 € 
IP: 1,1374 €  
ZE:  0,9766 €    
KFO: 0,9766 €

Bundespolizei
KCH, PAR und KB: 1,1374 €
IP: 1,2131 €
ZE: 0,9766 €
KFO: 0,9766 €

Für die Abgeltung des Sprechstundenbedarfs bei Bundeswehr und Bundespolizei vereinbarten die Vertragsparteien eine Pauschale in Höhe von EUR 1,6088 je abgerechnetem Behandlungsschein.

Nach Angaben der KZBV sind bereits eingegangene Abrechnungen von Zahnarztpraxen für 2018 entsprechend zu berichtigen.
Im Bereich Zahnersatz berücksichtigte das bisherige ZE-Abrechnungsmodul der KZBV in der Version 4.4 noch den falschen, erhöhten Punktwert vom Vorjahr. Das Abrechnungsmodul wurde aktualisiert und den PVS-Herstellern zur Verfügung gestellt. Hier ist allerdings nicht auszuschließen, dass es im ersten Quartal 2018 noch zu fehlerhaften Punktwertansätzen kommen kann. Wir bitten um Beachtung!

Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Neuer Punktwert bei den Unfallversicherungsträgern ab 01.01.2018

Die KZBV teilte uns mit, dass die Gremien der Spitzenverbände der Unfallversicherungsträger rückwirkend ab 01.01.2018 folgender Vergütungserhöhung zugestimmt haben:

  • Der Punktwert für alle zahnärztlichen Leistungen (einschließlich Kfo) steigt um 3,1 %  von 1,20 € auf 1,24 €.
  • Die Gebühr für den „Bericht Zahnschaden“ wird von derzeit 19,50 € auf 20,10 € erhöht.
  • Für die Erstattung der nach der Unfallversicherungs-Anzeigenverordnung vorgesehenen Berufskrankheitenanzeige erhält der Zahnarzt nunmehr 16,44 € (bisher 15,22 €).

Das Abkommen über die Durchführung der zahnärztlichen Versorgung von Unfallverletzten und Berufserkrankten vom 01.01.2018 wird Ihnen nach Abschluss des Unterschriftsverfahrens wie gewohnt zur Verfügung gestellt.

Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Polizei LB verzichtet auf Genehmigungsverfahren bei der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen

Ab 1. Januar 2018 verzichtet nunmehr auch die Polizei Land Brandenburg auf das formale Genehmigungsverfahren bei der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen ihrer heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten.

Der Behandlungsplan muss somit nicht mehr zur Genehmigung bei der Polizei eingereicht werden und verbleibt in der Praxis (Dokumentationspfl icht). Die Diagnose ist auf dem Abrechnungsformular anzugeben. Eine Abrechnung der Geb.-Nr. 2 BEMA-Z für die schriftliche Niederlegung des Behandlungsplanes ist möglich.

Behandlungen von Verletzungen des Gesichtsschädels sind auch weiterhin anzeigepfl ichtig. Die Vereinbarung über das Verfahren bei der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen mit der Polizei Land Brandenburg vom 22.12.2017 finden Sie im Handbuch Rubrik IV-5.

Ihre Ansprechpartnerin zur KB-Abrechnung
Manuela Latzo, Telefon: 0331 2977-177, abrechnung(at)kzvlb.de

Neue BEL - Höchstpreise für gewerbliche und praxiseigene Laboratorien im Land Brandenburg ab 2018

Nach Mitteilung der Landesverbände der Krankenkassen/Ersatzkassen und der Zahntechni-ker-Innung Berlin-Brandenburg erfolgt ab 01.01.2018 eine Umstellung der gegenwärtigen Zahlpreise auf die Zahlung der Durchschnittspreise 2017. 

Die seit Juli 2017 geltende Trennung der Preislisten zwischen den Leistungsbereichen ZE und KFO/KB bleibt damit erhalten. 

Bitte beachten Sie wie gewohnt, dass als Stichtag für die Berechnung der Laborpreise beim gewerblichen Labor der Zeitpunkt der Rechnungslegung und beim praxiseigenen Labor der Tag der Eingliederung gilt.

 

Hier geht es zur BEL II Höchstpreisliste ZE im pdf-Format

Hier geht es zur BEL II Höchstpreisliste KFO und KB  im pdf-Format

Weitere Formate finden Sie hier 

ZE-Punktwert und Festzuschüsse gelten vorerst weiter

Aufgrund der noch andauernden Vertragsverhandlungen auf Bundesebene gelten der ZE-Punktwert und auch die Festzuschussbeträge aus dem Jahr 2017 vorerst weiter.

Sobald die KZBV uns neue Ergebnisse mitteilt, werden wir Sie umgehend darüber informieren.

Ihre Ansprechpartnerin

Annett Klinder, Tel.: 0331 2977 304 annett.klinder(at)kzvlb.de

Erste Zulassungen für Komponenten zum Einsatz in der Telematikinfrastruktur

Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) hat zum 10.11.2017 erstmalig Zulassungen für Produkte und Dienste der Industrie zum bundesweiten Betrieb der ersten Anwendung, dem Versichertenstammdaten-Management, erteilt.

Damit ist nunmehr eine vollständige Produktkette zur Installation auf dem Markt vorhanden.

Als erste haben das Zulassungsverfahren der gematik der 

  • Konnektor „KoCoBox MED+“ des Unternehmens KoCo Connector, 
  • das E-Health-Kartenterminal „ORGA 6141 online“ des Unternehmens Ingenico Healthcare, 
  • der VPN-Zugangsdienst des Unternehmens CompuGroup Medical Deutschland und 
  • die Bundesdruckerei als Anbieter von elektronischen Praxisausweisen (SMC-B) 

erfolgreich durchlaufen.

Weitere Produkte verschiedener Unternehmen befinden sich im Zulassungsverfahren.

Genehmigungsverfahren bei der Bundespolizei

Regelungen bei Kiefergelenkserkrankungen/Kieferbruch


In einer Gemeinsamen Erklärung weisen BMI und KZBV klarstellend darauf hin, dass im Rahmen der zahnmedizinischen Versorgung von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten der Bundespolizei ein formales Genehmigungsverfahren nur in den Bereichen ZE, PA und KFO vorgesehen ist.

Für Behandlungspläne, die im Zusammenhang mit Kiefergelenkserkrankungen und Kieferbruch zu erstellen sind, sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Behandlungsfälle mit den Geb.-Nrn. K1 bis K4 BEMA-Z können grundsätzlich ohne Genehmigung mit der KZV abgerechnet werden.
  • Der Behandlungsplan für Kiefergelenkserkrankungen wird trotzdem erstellt und in der Praxis archiviert.
  • Die Geb.-Nr. 2 BEMA-Z kann auch ohne Genehmigungsvermerk abgerechnet werden.
  • Wiederherstellungen und Kontrollbehandlungen von Aufbissbehelfen (Geb.-Nrn. K6 bis K9 BEMA-Z) können jeweils auch als alleinige Leistung – ohne Genehmigung – abge-rechnet werden.

Ausnahmen und Besonderheiten:

  • Für Strahlenschutzschienen, die nach Geb.-Nr. K2 BEMA-Z abgerechnet werden, ist grundsätzlich eine Genehmigung erforderlich.
  • Die Behandlung von Verletzungen des Gesichtsschädels (Kieferbruch) muss weiterhin in jedem Fall angezeigt werden.

Die Gemeinsame Erklärung des BMI und der KZBV zu § 8 Abs. 2 Satz 1 der BPolHfV vom 30.10.2017 finden Sie auch im  Handbuch, Rubrik IV-2.

Bitte beachten Sie, dass Kiefergelenksbehandlungen bei anderen „Sonstigen Kostenträgern“ (Bundeswehr, Polizei Land Brandenburg, Unfallversicherung, Sozialämter, ZAB) weiterhin genehmigungspflichtig sind.

Ihre Ansprechpartnerin zur KB-Abrechnung
Manuela Latzo, Telefon: 0331 2977-177, manuela.latzo(at)kzvlb.de

Verlängerung der Frist zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Der Bundesrat hat  die Verordnung zur Verlängerung der Frist nach § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V beschlossen.

Mit der nun beschlossenen Verlängerung um ein halbes Jahr bis zum 31. Dezember 2018 soll den Ärzten, Zahnärzten und Einrichtungen eine Übergangsfrist zugestanden werden, in der sie sich mit der erforderlichen Technik für die Versichertenstammdatenprüfung ausstatten können. Damit wird die als Sanktion vorgesehene Kürzung der Vergütungen verschoben.

Die Regelung nach § 291 Absatz 2b Satz 14 setzt einen Termin fest, ab dem die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte, Zahnärzte und Einrichtungen den Versichertenstammdatendienst durchzuführen haben. Die Regelung sieht zudem vor, dass sofern ab diesem Zeitpunkt der Versichertenstammdienst nicht durchgeführt wird, die Vergütung vertragsärztlicher Leistungen pauschal um ein Prozent so lange zu kürzen ist, bis die Prüfung durchgeführt wird.

Die Verordnung tritt nach Verkündigung in Kraft.