Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule

Die KZBV hat eine Aufstellung der Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule erstellt, die durch Ihre Praxisverwaltungssoftware angezeigt werden können.
Diese Dokumentation gilt für alle Leistungsbereiche und beinhaltet alle Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene. Sie enthält für jeden Fehlercode u.a. eine Beschreibung, unter welchen Bedingungen die Fehlermeldung auftritt und unter dem Punkt Reaktion in der Zahnarztpraxis Hinweise, was Sie beim Auftreten des Fehlers tun können.

Die Fehlernummer wird in der Dokumentation 3-stellig angegeben. Gibt Ihr Programm einen 4-stelligen Fehlercode an, so entsprechen die 3 Stellen in der Dokumentation den 3 letzten Stellen des Fehlercodes.

Dokumentation der Fehlermeldungen als PDF-Datei

Stand: 21.02.2017

Bundeseinheitliches Kassenverzeichnis

Das Bundeseinheitliche Kassenverzeichnis (BKV) dient in der Zahnarztpraxis als ein vollständiges Lexikon der gültigen Kassennummern sämtlicher Kostenträger bzw. deren Abrechnungsstellen. Durch einen automatischen Abgleich wird von den Abrechnungssystemen bei jedem Einlesen einer KV-Karte kontrolliert, ob die darauf enthaltene Kassennummer im Verzeichnis enthalten ist und somit einen gültigen Kostenträger repräsentiert. Ist dies nicht der Fall, so erscheint eine entsprechende Meldung und der Zahnarzt sollte sich zur Klärung mit seiner KZV in Verbindung setzen.

Das BKV wird von der KZV Land Brandenburg an alle EDV-Praxen versandt, kann aber auch per E-Mail bezogen, bzw. per Download aus dem Internet heruntergeladen werden. Zum Download steht das BKV sowohl in ausführlicher als auch in komprimierter Form zur Verfügung.
 

Datensatzbeschreibung zum BKV in der Zahnarztpraxis als PDF-Datei

Wohnortprinzip

Um die entsprechenden Gesetzesvorgaben zu erfüllen, ist es zwingend erforderlich für alle Behandlungen seit dem 01.01.2003 das Wohnortkennzeichen des Versicherten anzugeben, um eine entsprechende Kassenzuordnung vornehmen zu können.

Dafür wird der Inhalt der bisher auf der KVK enthaltenen sog. Vertrags-Kassen-Nummer (VKNR) mit dieser neuen Angabe versehen. Der Austausch der KVKn erfolgt jedoch sukzessive über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

In der Übergangszeit wird deshalb ersatzweise die Postleitzahl der Versichertenadresse auf der KVK zur Bestimmung der Kassennummer herangezogen.

Für die vom Wohnortprinzip betroffenen Kassen (überregionale BKKn und IKKn) ist es erforderlich, neben der ursprünglich einen Kassennummer weitere 21 "Wohnortvarianten" in das BKV aufzunehmen. Dieser enorme Datenzuwachs von ursprünglich ca. 2500 Kostenträgernummern auf über 15000(!) führt nun dazu, dass das BKV nur noch in komprimierter Form auf der Diskette verschickt werden kann ("*.kpr"- Datei). Ihre zahnärztliche Abrechnungssoftware enthält jedoch ein "Entkomprimierungsmodul", welches beim Einlesen des BKV wieder die ursprüngliche "*.bkz"- Datei herstellt.

Um nun eine spezielle "Wohnortvariante" einer Krankenkasse herauszufinden, hat die KZBV ein "Kassen-Nummern-Modul" (Knr12-Modul) entwickelt, welches bereits beim Einlesen der KVK die richtige Zuordnung trifft.   

Ein Beispiel:

Ein Versicherter der  (überregionalen)  Innungskrankenkasse BIG direkt gesund , der seinen Wohnort im Land Brandenburg hat, wird folgendermaßen zugeordnet:

 12-stellige BKV-Nummer(inklusive 7-stellige Kassennummer) KZV-Bereich(2. und 3. Stelle d. BKV-Nr.)        Zuordnung                              
bis 2002          1 30 3501080 0030 = Berlinfremde Primärkasse           
seit 20031 30  3501080 3053 = Brandenburgeigene Primärkasse

 

Die (überregionale) Innungskrankenkasse BIG direkt gesund mit der Kassennummer 1 30 3501080 00 stellt sich nach der Verknüpfung mit den möglichen 17 KZV- Bereichen wie folgt dar:

 Gültige Kassennummer(n)KZV-Bereich
bis 20021 30 3501080 0030=Berlin
   
seit 01.01.20031 02 3501080 3002=Baden-Württemberg                                 
 1 04 3501080 3004=Niedersachsen
 1 06 3501080 3006=Rheinland-Pfalz
 1 11 3501080 3011=Bayern
 1 13 3501080 3013=Nordrhein
 1 20 3501080 3020=Hessen
 1 30 3501080 3030=Berlin
 1 31 3501080 3031=Bremen
 1 32 3501080 3032=Hamburg
 1 35 3501080 3035=Saarland
 1 36 3501080 3036= Schleswig-Holstein
 1 37 3501080 3037=Westfalen-Lippe
 1 52 3501080 3052=Mecklenburg Vorpommern
 1 53 3501080 3053=Brandenburg
 1 54 3501080 3054=Sachsen-Anhalt
 1 55 3501080 3055=Thüringen
 1 56 3501080 3056=Sachsen

Stand: 2013 

Leistungsspiegel KCH und KFO Begleitleistungen

Die Leistungsspiegel enthalten die absolute Anzahl (Pos. (8)) und die relative (durchschnittliche) Häufigkeit je 100 Fälle für die abgerechneten Gebühren je Zahnarzt (Pos. (9)) und zum Vergleich die relative Häufigkeit je 100 Fälle für alle eigenen Zahnärzte der KZV Land Brandenburg (Pos. (10)) sowie die Abweichung des Zahnarztdurchschnitts von dem KZV-Durchschnitt in Prozent (Pos. (11)). Diese Daten dienen als Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsprüfung. Daher sind auch nur solche Fälle und Gebühren berücksichtigt, die Gegenstand der Wirtschaftlichkeitsprüfung sind. Es gelten folgende Besonderheiten:

  1. Primär- und Ersatzkassen sind zusammengefasst. Dazu zählen auch die fremden Primär- und Ersatzkassen. Sonstige Kostenträger werden nicht berücksichtigt.
  2. Sonderabkommen werden nicht berücksichtigt. Sozialhilfeempfänger nach § 264 SGB V (Status 4) werden für Daten ab Quartal I/2004 (erstmals im Leistungsspiegel III/2004) berücksichtigt.
  3. Einige Gebühren, wie z.B. die IP-Positionen, die grundsätzlich nicht Gegenstand der Wirtschaftlichkeitsprüfung sind, sind nicht enthalten.
  4. Bei der Ermittlung der Gesamtzahl der abgerechneten Punkte je Zahnarzt (ZA : Punkte, Pos. (2) bzw. (4) bei KFO) sowie der Durchschnittspunkte je Fall (Pos. (3) und (4) bzw. (5) und (6) bei KFO) werden Punkte aus IP-Leistungen nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für die entsprechenden Daten für alle Zahnärzte.
  5. Der Leistungsspiegel KCH wird einheitlich für alle KCH-abrechnenden Praxen erstellt. Der Leistungsspiegel Begleitleistungen bei KFO wird getrennt nach Kieferorthopäden (8000er und 4900er Nummern.) und kieferorthopädisch tätigen Zahnärzten (alle anderen).
  6. Die Anzahl der Begleitleistungsfälle ist auf dem KFO-Begleitleistungsspiegel ebenfalls angegeben (Pos. (A) und (B)). Dabei handelt es sich nicht um die Gesamtzahl aller Fälle, in denen KCH-Leistungen abgerechnet wurden, sondern nur um die Fälle, in denen auch Leistungen erscheinen, die im KFO-Begleitleistungsspiegel aufgeführt worden sind.
  7. Die Gebühren 7500 - 7566 und 7810 - 7841 werden jeweils als Gruppe im Leistungsspiegel aufgeführt.