Das Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP)

Datenbasis zur wirtschaftlichen Lage in vertragszahnärztlichen Praxen

Das Zahnärzte-Praxis-Panel – kurz ZäPP – ist eine im Jahr 2018 bundesweit etablierte Erhebung zur Kosten- und Versorgungsstruktur in vertragszahnärztlichen Praxen. Ziel des ZäPP ist es, eine aussagekräftige, belastbare und höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügende Datengrundlage über die wirtschaftliche Entwicklung der Praxen in ganz Deutschland zu gewinnen.

Gleich im ersten bundesweiten Befragungsjahr war das ZäPP durch die motivierte Mitarbeit der vielen teilnehmenden Zahnarztpraxen ein großer Erfolg: Mit rund 4.700 eingegangenen Erhebungsbögen lag die bundesweite Rücklaufquote bei fast 13 Prozent! Diese – im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen - überaus positive Resonanz erlaubt substanzielle Auswertungen zu den Rahmenbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung in den Jahren 2016 und 2017. Zugleich zeigt das Ergebnis, wie wichtig den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten die aktive Beteiligung an der Ausgestaltung ihres Berufes ist. Allen Praxen, die sich bereits am ZäPP beteiligt haben, nochmals ein herzliches Dankeschön! Eine rege und auch in den kommenden Jahren regelmäßige Teilnahme am ZäPP ist der Schlüssel zum Erfolg.

Das ZäPP ist in Form eines Panels organisiert. Das Grundkonzept basiert dabei auf wiederholter, regelmäßiger Teilnahme der Praxen über mehrere Jahre hinweg. Der dauerhafte Erfolg der ZäPP-Erhebung hängt also maßgeblich davon ab, dass Sie auch in diesem und in den kommenden Jahren Auskunft über ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geben. Je höher der Rücklauf über mehrere Jahre hinweg ist, desto höher ist auch die Validität und Akzeptanz der Daten, die durch diese ambitionierte Untersuchung gewonnen werden.

Nur mit einer solchen regelmäßigen Teilnahme entsteht eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis, auf deren Grundlage die Interessen der gesamten Vertragszahnärzteschaft in Verhandlungen von Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) mit den gesetzlichen Krankenkassen optimal vertreten werden können. Und diese Verhandlungen auf Landes- und Bundesebene sind wiederum die Voraussetzung dafür, dass angemessene Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Praxen und damit für eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden können.

Daher bitten die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) Sie als Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte auch in diesem Jahr wieder um aktive Unterstützung und Mithilfe bei diesem wichtigen Langzeitprojekt. Es geht um die individuellen Rahmenbedingungen für Ihre Praxis und damit um die bestmögliche Versorgung Ihrer Patienten!

Zu diesem Zweck werden im Jahr 2019 erneut mehr als 38.000 Zahnarztpraxen um Teilnahme am ZäPP gebeten. Sie erhalten auf dem Postweg einen Fragebogen. Die für die Erhebung wesentlichen Unterlagen konnten dank der bislang eingegangenen, sehr hilfreichen Rückmeldungen von Zahnärztinnen und Zahnärzten weiter optimiert werden. Je größer der Rücklauf bei den Befragungen und die konstante Teilnahme sind, desto höher ist später auch die Akzeptanz der Daten bei Verhandlungspartnern, Schiedsämtern oder eventuell sogar vor Sozialgerichten. Daher ist Ihre erneute Mitwirkung auch in diesem Jahr so relevant! Selbstverständlich können sich aber auch alle anderen Zahnärztinnen und Zahnärzte beteiligen, die an der Erhebung im Vorjahr noch nicht teilgenommen haben. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zählt!

Datenschutz, Datensicherheit und Anonymisierung

Die Anonymität der Teilnehmenden wird durch eine Treuhandstelle zur Verarbeitung der Personendaten gewährleistet. Die Verarbeitung der Erhebungsdaten wird hiervon strikt getrennt. Sämtliche von teilnehmenden Praxen eingereichte Erhebungsdaten werden zunächst pseudonymisiert und erst dann in einer eigens dafür eingerichteten Datenstelle - unter Beachtung höchster Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz - verarbeitet. Sämtliche Datenverarbeitungsprozesse sind so angelegt, dass eine nachträgliche Zuordnung der erhobenen Daten zu einer bestimmten Praxis ausgeschlossen ist.

Aufwandsentschädigung, kostenloser Praxisbericht und Chefübersicht

Die Teilnahme am ZäPP ist freiwillig, eine Teilnahmepflicht besteht nicht. Die Rücksendung der ausgefüllten Unterlagen wird mit einer Aufwandspauschale honoriert. Als zusätzliches Dankeschön erhalten alle Teilnehmenden nach Abschluss der Untersuchung zudem kostenfreie Kontroll- und Planungsinstrumente für die eigene Praxis. Dazu gehört ein individueller Praxisbericht, der die Eckdaten der jeweiligen Praxis anhand verschiedener Kennzahlen zusammenfasst und einen direkten Vergleich mit Durchschnittswerten ermöglicht. Auch diejenigen Zahnärztinnen und Zahnärzte, die als Teilnehmer der Erhebungswelle 2018 bereits einen Praxisbericht erhalten haben, profitieren von der erneuten Bereitstellung des Berichts, indem aktualisierte Vergleichsdaten für die eigene Praxis zur Verfügung gestellt werden.

Eine ebenfalls kostenlose Chefübersicht stellt darüber hinaus die Entwicklung der Kostenstruktur der jeweiligen Praxis anhand von Grafiken und Erläuterungen übersichtlich dar und kann als szenario-orientierte Finanzplanung für die kommenden Jahre genutzt werden. Insbesondere die Chefübersicht kann dabei als Planungsinstrument umso besser genutzt werden, je länger die Praxen an der Erhebung teilnehmen. 

Mit dem ZäPP beauftragt: Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Durchgeführt wird die ZäPP-Erhebung erneut vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Auftrag der KZBV. Das Zi ist ein renommiertes wissenschaftliches Forschungsinstitut in Rechtsform einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) der Länder getragen wird. Mehr Informationen zum Zi finden Sie unter www.zi.de.

Zahnärztinnen und Zahnärzte erhalten die Erhebungsunterlagen zur Teilnahme am ZäPP per Post. Der Versand der Erhebungsunterlagen erfolgt voraussichtlich Anfang September 2019. Eine vorherige Anmeldung oder Bestellung von Unterlagen ist nicht notwendig.

 

Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zum ZäPP finden Sie in einem FAQ-Katalog auf dieser Website oder unter www.zäpp.de.

Für persönliche Rückfragen können Sie sich an Frau Sabrina Stallknecht, Tel.: 0331 2977 341, als Ansprechpartner bei der KZV Land Brandenburg wenden.

Auch die Zi-Treuhandstelle steht Zahnärztinnen und Zahnärzten bei Bedarf unter der Rufnummer 030 4005-2446 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr gerne zur Verfügung. Oder schicken Sie einfach eine E-Mail an
kontakt(at)zi-treuhandstelle.de.

Die Website des ZäPP mit weiterführenden Informationen, Hilfestellungen und begleitenden Unterlagen zur Erhebung ist unter www.zäpp.de zu finden.

 

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz hat der Gesetzgeber ab dem Jahr 2013 neue Kriterien für die Vergütungsveränderung geschaffen. Statt der bisherigen Grundlohnsummenanbindung sollen die Gesamtvergütungen unter Berücksichtigung der Zahl und Struktur der Versicherten, der Morbiditätsentwicklung, der Kosten- und Versorgungsstruktur, der für die vertragszahnärztliche Tätigkeit aufzuwendenden Arbeitszeit sowie der Art und des Umfangs zahnärztlicher Leistungen vereinbart werden.

Mit dem ZäPP wird den dadurch gestiegenen inhaltlichen und methodischen Anforderungen an belastbare Daten zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der zahnärztlichen Versorgung Rechnung getragen. Das Panel-Projekt schafft zudem eine einheitliche, umfassende Datengrundlage, um die Interessen der Zahnärztinnen und Zahnärzte in Verhandlungen der KZV Land Brandenburg und der KZBV mit den Krankenkassen wirksam zu vertreten.

Änderung der Frühpräventionsvereinbarung "IKKids" ab 01.07.2019

Aufgrund der bundeseinheitlichen Neuregelungen zu den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen haben sich KZVLB und IKK Brandenburg und Berlin auf folgende Änderung der IKKids-Vereinbarung verständigt:

Ab 1. Juli 2019 sind die neuen BEMA-Leistungen entsprechend der neuen FU-Richtlinie anzuwenden, d. h. die Pauschale mit der Pseudonummer „672“ entfällt.

Die Regelungen zur Befundübermittlung an den Kinderarzt bei Inanspruchnahme der FU 1 zwischen 6. und 33. Lebensmonat und gleichzeitiger Teilnahme des Versicherten am IKKids-Programm gelten weiterhin.

Danach erfolgt bei IKKids-Teilnehmern, welche eine FU 1 in Anspruch nehmen, die Dokumentation auf dem bekannten Befundbogen der IKK BB.

Auf dem Befundbogen bitte neben dem Datum möglichst auch die aktuell durchgeführte FU 1 (FU 1a, FU 1b oder FU 1c) eintragen.

Der Befundbogen wird an den vom Versicherten benannten Kinderarzt übermittelt. Hierfür erhält der Vertragszahnarzt eine Pauschale in Höhe von 25,00 Euro; die Abrechnung erfolgt weiterhin unter der Pseudonummer „673“ über die KZVLB.


Die ab 01.07.2019 gültige Änderungsvereinbarung zur IKKids-Vereinbarung befindet sich gegenwärtig im Unterschriftsverfahren und wird Ihnen im nächsten Rundschreiben ohne Unterschrift zur Kenntnis gegeben.

Ihre Ansprechpartnerin zu Abrechnungsfragen:
KCH-Abrechnung    Barbara Ulrich     Tel.: 0331 2977-145

Heilfürsorge der Polizei LB, Probleme beim Einlesen der KVK

Da aufgrund technischer Probleme nach wie vor einige Krankenversichertenkarten (KVK) der heilfürsorgeberechtigten Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten des Landes Brandenburg nicht eingelesen werden können, bat uns der Zentraldienst der Polizei Land Brandenburg nochmals auf Folgendes hinzuweisen:

Anders als bei der elektronischen Gesundheitskarte der GKV ist die Krankenversichertenkar-te (KVK) der Polizei Land Brandenburg – auch wenn sie nicht im PVS eingelesen werden kann – ein GÜLTIGER Behandlungsausweis! Eine gesonderte Bescheinigung der Polizei ist nicht erforderlich.

Sofern eine dem Augenschein nach gültige KVK der Polizei Land Brandenburg vorgelegt wird, diese aber nicht eingelesen werden kann, wird die Behandlung wie gewohnt nach den Bestimmungen der Heilfürsorge für die Polizei Land Brandenburg durchgeführt und die Abrechnung erfolgt im Ersatzverfahren über die KZVLB (Kopie der KVK in der Praxis aufbewahren).

Es ist nicht gestattet, allein aufgrund der Nichteinlesbarkeit der KVK die zahnärztliche Behandlung der Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten abzulehnen oder nur gegen Privatliquidation durchzuführen.

Versand- und Portokosten im KFO-Gutachterverfahren

Die Vertragspartner im Land Brandenburg haben sich darauf verständigt, die nach Anlage 9 zum Gesamtvertrag seit 1991 bestehende Sonderregelung hinsichtlich der Versand- und Portokosten im KFO-Gutachterverfahren/Primärkassen (aktuell: Pauschale 4,50 € je Versandgang, ggf. zzgl. einer Pauschale von 1,70 € für Porto und Verpackung bei notwendigem Extraversand) zum 30.06.2019 zu beenden.

Damit können ab 01.07.2019 alle Versand- und Portokosten, die im Rahmen eines KFO-Gutachterverfahrens anfallen, gemäß den BEMA-Bestimmungen in tatsächlicher Höhe abgerechnet werden.

 

Ihre Ansprechpartnerin zu Abrechnungsfragen:

KFO-Abrechnung       Ute Schönefeld          Tel.: 0331 2977-263

Meldungen von Abwesenheits- und Urlaubszeiten

Rechtzeitig vor Beginn der Urlaubssaison möchten wir Sie daran erinnern, die Versorgung Ihrer Patienten zu regeln, solange Sie aufgrund Ihres wohlverdienten Urlaubes an der Ausübung Ihrer Tätigkeit in Ihrer Praxis verhindert sind.

Die Vertretung kann in Ihrer Praxis (Vertretung im Sinne von § 32 Zahnärzte-ZV) oder nach Abstimmung durch benachbarte Vertragszahnärzte („kollegiale Vertretung“) erfolgen. Denken Sie dann daran, die Vertretung außerhalb Ihrer Praxis den Patientinnen und Patienten in geeigneter Form bekanntzugeben. 

Gemäß § 32 Abs. 1 der Zahnärzte - ZV kann sich der Vertragszahnarzt bei Krankheit, Urlaub oder Teilnahme an zahnärztlicher Fortbildung oder an einer Wehrübung innerhalb von 12 Monaten bis zu einer Dauer von 3 Monaten, eine Vertragszahnärztin in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Entbindung bis zu einer Dauer von 12 Monaten, vertreten lassen (genehmigungsfrei).

Dauert die Vertretung länger als 1 Woche, bitten wir um entsprechende Mitteilung (anzeigepflichtig). Die länger als 3 bzw. 12 Monate dauernde Vertretung muss vorab beantragt werden. Ein entsprechendes Formular finden Sie ebenfalls im Downloadcenter der KZV.

Formular „Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung“ 

Abteilung Zulassung/Register/Bereitschaftsdienst
Daniela Knodel 0331- 2977-153
zulassung(at)kzvlb.de

Frühpräventionsvereinbarung "Junge Zähne" mit der AOK Nordost endet zum 30.06.2019

Aufgrund der neuen FU-Richtlinie und BEMA-Leistungen zu zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen haben sich KZVLB und AOK Nordost darauf verständigt, die Vereinbarung „Junge Zähne“ zum 30.06.2019 auslaufen zu lassen.

Wir bitten Sie daher, ab 01.07.2019 keine Leistungen nach o. g. Vereinbarung (alte Pseudonummer „FU1“ mit Kürzel 1821) mehr zu erbringen. Nachberechnungen der bis 30.06.2019 im Rahmen der „Junge Zähne“-Vereinbarung durchgeführten
Früherkennungsuntersuchungen sind längstens ein Jahr nach Ende des Quartals der Leistungserbringung möglich.

Ab 1. Juli 2019 stehen allen gesetzlich Versicherten die neuen Leistungen nach den BEMAPositionen FU 1a-c, FU Pr, FU 2 und FLA zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin zu Abrechnungsfragen: KCH-Abrechnung Barbara Ulrich Tel.: 0331 2977-145

Vergütungsverhandlungen mit der AOK

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für das Jahr 2019 auf ein Verhandlungsergebnis erfolgreich einigen können.

Punktwerteab 01.04.2019
Bema-Teile 1 (KCH), 2 (KB) und 4 (PAR)1,0923 €
IP/FU  1,1402 €
Bema Teil 3 (KFO)0,9717 €
Gutachterpunktwert                1,0923 €

Für Versandkosten der Praxis an das gewerbliche Labor können je Versandgang zwischen Zahnarztpraxis und Labor der von der Deutschen Post AG für ein Päckchen (Inland, max. 2 kg) festgelegte Preis der Onlinefrankierung in der jeweils aktuellen Höhe abgerechnet werden. Bei praxiseigenen Laboratorien können keine Versandkosten berechnet werden,
vgl. Anlage 1 BMV-Z.

Die Vertragspartner haben vereinbart, dass ab dem 01.01.2019 die Beträge für die Abformkosten in Höhe von 3,00 EUR (KB) und 2,80 EUR (KFO) gemäß Anlage 1 zum BMV-Z gelten.

Leistungen nach §§ 26 (zahnärztliche Früherkennung), 22a (BEMA-Z Pos. 174 a/b) SGB V werden extrabudgetär nach dem IP-Punktwert vergütet.

Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.

eGK-Onlineanbindung

Vergütungskürzung bei nicht erfolgter Inbetriebnahme bis zum 30.06.2019

Wie wir Ihnen schon mehrfach berichtet hatten, wurde die Frist für die Inbetriebnahme der eGK-Olineanbindung durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bis zum 30.06.2019 verlängert, sofern bis zum 31.03.2019 die Bestellung der Komponenten für die Telematikinfrastruktur vorgenommen wurde.
Das BMG hat bereits angekündigt, mit dem im Entwurf befindlichen "Digitale Versorgung Gesetz" (DVG) die Kürzung der Vergütungen für vertragszahnärztliche Leistungen gemäß § 29 I Abs. 2 SGB V von derzeit 1 % ab dem 01.03.2020 auf 2,5 % anzuheben. Das Gesetz sieht keinerlei Ausnahme- oder Härtefallregelungen vor. 
Die KZVLB ist gesetzlich verpflichtet, mit der Abrechnung für das Quartal III/19 bei nicht erfolgter Inbetriebnahme der eGK-Onlineanbindung erstmals die gesetzlich vorgegebenen Vergütungskürzungen vorzunehmen.

Modulversionen für das Abrechnungsquartal II/2019 und die monatlichen Abrechnungen Juli 2019

Einen Link zu den aktuellen Abrechnungs- Modulversionen der KZBV finden Sie (wie immer) auf dem Verwaltungsserver der KZVLB nach dem LogIn zur Online-Abrechnung unter dem Menüpunkt „Abrechnung“ in der ersten Zeile der Upload-Tabelle.

Direkt abrufbar auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (www.kzbv.de)  unter der  Rubrik „Telematik und IT“ (im Bereich „Zahnärzte“).

Ebenfalls dort finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“, die Sie einsehen und downloaden können.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen Juli ist der 21.06.2019. Die KCH- und KFO- Abrechnungen können wie immer ab dem 16.06. übermittelt werden.

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul4.2 4.3zur Abrechnung des II. Quartals 2019 einzusetzen ab 01.07.2019
 
KFO-Abrechnungsmodul4.4 4.5Abrechnung II. Quartals 2019 einzusetzen ab 01.07.2019
 
KBR-Abrechnungsmodul3.6 3.7Leistungen bis 30.06.2019 einzusetzen ab 01.07.2019
 
ZE-Abrechnungsmodul4.8 4.9Leistungen bis 30.06.2019 einzusetzen ab 01.07.2019
PAR-Abrechnungsmodul2.6 2.7Leistungen bis 30.06.2019 einzusetzen ab 01.07.2019
Sendemodul1.5einzusetzen seit 01.04.2019

Die Versions-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist ab 01.04.2019 die 5.0.


Die KZBV teilt zu den Veränderungen der Programmmodule mit: 

Zum 01.07. 2019 wird der Einheitliche Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) um die neuen Gebührennummern FU1, FU2, FUPr und FLA gem. § 26 Abs. 1 Satz 2 SGB V ergänzt, die bisherige Gebührennummer FU entfällt.

Darüber hinaus wurde aufgrund der Änderung des Personenstandsgesetzes das Kennzeichen „D“ für „divers“ bei dem „Geschlecht des Versicherten“ berücksichtigt.

Dietlind Sczepanski, Telefon: 0331 2977-110, dietlind.sczepanski(at)kzvlb.de

Fake E-Mail mit TK-Absenderadresse im Umlauf

Die Techniker Krankenkasse hat uns darüber informiert, dass im gesamten Bundesgebiet  eine E-Mail von

s.voigt@tkk-versicherung.com

an Arzt- und Zahnarztpraxen gesandt worden sei.

Inhalt ist eine angebliche Übermittlung von angeforderten Patientendaten.
Der Anhang jedoch beinhaltet einen Trojaner, mit welchem das Computersystem der Praxen lahmgelegt werden soll.

Bitte öffnen Sie den Anhang auf keinen Fall!
Die E-Mail stammt definitiv nicht von der TK (dies wird u.a. durch die Endung deutlich).

Zahnmedizinische Frühprävention ab 01.07.2019

Beschluss des Bewertungsausschusses zur Umsetzung der neuen FU-Richtlinien

Mit Vorstandsinformation 5/2019 informierten wir Sie über die Neufassung der Richtlinie über die  Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA). Nunmehr hat auch der Bewertungsausschuss die entsprechenden BEMA-Anpassungen vorgenommen, welche ebenso wie die neue FU-Richtlinie am 01.07.2019 in Kraft treten werden. 

Die Geb.-Nrn. FU 1 (FU 1a, FU 1b, FU 1c), FU Pr und FLA werden zum 01.07.2019 neu in den BEMA aufgenommen; die bisherige Geb.-Nr. FU entfällt bzw. wird neu gefasst in die Geb.-Nr. FU 2 überführt:

FU 1     Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung eines Kindes vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat, jeweils eine     

a)    Früherkennungsuntersuchung vom  6. bis zum vollendeten  9. Lebensmonat    (27)
b)    Früherkennungsuntersuchung vom 10. bis zum vollendeten 20. Lebensmonat    (27)
c)    Früherkennungsuntersuchung vom 21. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat    (27)

Der Abstand zwischen zwei FU 1 beträgt mindestens vier Monate.

Die Früherkennungsuntersuchungen FU 1 umfassen folgende Leistungen:

  • Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-‚ Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung (Inspektion der Mundhöhle)
  • Erhebung der Anamnese zum Ernährungsverhalten (insb. zum Nuckelflaschengebrauch) sowie zum Zahnpflegeverhalten durch die Betreuungspersonen, Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke auch mittels Nuckelflasche sowie durch verbesserte Mundhygiene, Aufklärung der Betreuungspersonen über die Ätiologie oraler Erkrankungen
  • Erhebung der Anamnese zu Fluoridierungsmaßnahmen /-empfehlungen sowie Empfehlung geeigneter Fluoridierungsmittel (fluoridhaltige Zahnpasta, fluoridiertes Speisesalz u. Ä.)


FU Pr    Praktische Anleitung der Betreuungspersonen zur Mundhygiene beim Kind (10)

Die Abrechnung der Leistung nach Nr. FU Pr ist nur im Zusammenhang mit der FU 1 möglich und setzt die Einzelunterweisung voraus.


FU 2     Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung eines Kindes vom 34. bis zum 
vollendeten 72. Lebensmonat (25)

In dem Zeitraum vom 34. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat erfolgen drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Der Abstand zwischen den Früherkennungsuntersuchungen beträgt mindestens zwölf Monate.

Die Früherkennungsuntersuchungen FU 2 umfassen folgende Leistungen:

  • Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung (Inspektion der Mundhöhle)
  • Einschätzung des Kariesrisikos anhand des dmft-Index
  • Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserte Mundhygiene
  • Empfehlung geeigneter Fluoridierungsmittel zur Schmelzhärtung (fluoridiertes Speisesalz,  fluoridhaltige Zahnpasta u. Ä.) und ggf. Abgabe oder Verordnung von Fluorid-Tabletten

Bitte beachten Sie auch folgende Abrechnungsbestimmungen für FU 1 und FU 2:

  • Der Abstand zwischen zwei FU 1 sowie im Übergangszeitraum zwischen FU 1 und FU 2 beträgt mindestens vier Monate
  • Der Abstand zwischen zwei FU 2 beträgt mindestens zwölf Monate
  • Neben der FU (FU 1 und FU 2) kann die Nr. 01 in demselben Kalenderhalbjahr nicht abgerechnet werden, danach vier Monate Mindestabstand zwischen letzter FU und 01
  • Im Zusammenhang mit einer FU ist keine Ä 1 abrechenbar
  • Die Abrechnung einer FU setzt die Einzeluntersuchung bzw. -unterweisung voraus


FLA     Fluoridlackanwendung zur Zahnschmelzhärtung (14)

Die Leistung nach Nr. FLA kann zweimal je Kalenderhalbjahr bei Versicherten vom 6. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat abgerechnet werden. Sie umfasst die Anwendung von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung einschließlich der Beseitigung von sichtbaren weichen Zahnbelägen und der relativen Trockenlegung der Zähne. 


BEMA-Folgeänderungen zur IP 4 und sowie zu den Geb.-Nrn. 01 und 174:

In der BEMA-Nr. IP 4 wird die bisherige Abrechnungsbestimmung Ziffer 2 aufgehoben:
„Eine Leistung nach IP 4 kann bei vorzeitigem Durchbruch der 6-Jahrmolaren auch bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres abgerechnet werden.“ 
Damit wird eine klare Trennung zwischen FLA und IP 4 erreicht.

Des Weiteren werden durch die Neuschaffung der BEMA-Nrn. FU 1 und FU 2 klarstellende Folgeänderungen in den BEMA-Nrn. 01 und 174 erforderlich.


Die neue Richtlinie des GBA über die Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (Handbuch, Rubrik II-3, zum Austausch/ab 01.07.2019) sowie der Beschluss des Bewertungsausschusses für zahnärztliche Leistungen zur Umsetzung der Neufassung der FU-Richtlinie vom 13.05.2019 (Handbuch, Rubrik III-3.1.1) sind im nächsten Rundschreiben als Anlagen beigefügt. 


Ihre Ansprechpartnerin zu Abrechnungsfragen:
KCH-Abrechnung    Barbara Ulrich     Tel.: 0331 2977-145

Vergütungsverhandlungen mit dem BKK Landesverband Mitte

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für das Jahr 2019 auf ein Verhandlungsergebnis erfolgreich einigen können.

Mit dem BKK Landesverband Mitte wurden folgende Punktwerte vereinbart:

IP/FU01.01.2019 – 31.03.2019 1,1076 €
 01.04.2019 – 31.12.2019 1,1468 €
Bema-Teile 1, 2 und 4 (ohne IP, FU)01.01.2019 – 31.03.20191,0571 €
 01.04.2019 – 31.12.20191,0944 €
Bema Teil 3 01.01.2019 – 31.03.20190,9493 €
 01.04.2019 – 31.12.20190,9829 €
Gutachterpunktwert 01.01.2019 – 31.03.20191,0571 €
 01.04.2019 – 31.12.20191,0944 €

Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.

Das TSVG ist in Kraft getreten

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) – Erläuterungen zu zentralen Regelungen für vertragszahnärztliche Praxen ist am 11. Mai in Kraft getreten

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das am 14. März in 2. und 3. Lesung im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde, ist das bislang umfassendste gesundheitspolitische Gesetzgebungsverfahren der laufenden Legislaturperiode abgeschlossen. Das Gesetz ist am 1. Mai 2019 in Kraft getreten.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat sich - im koordinierten Zusammenwirken mit den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und anderen Verbänden und Körperschaften - über viele Monate hinweg aktiv in das Gesetzgebungsverfahren durch politische Forderungen und konkrete Vorschläge eingebracht. In zahlreichen Gesprächen mit den politischen Entscheidungsträgern wurde intensiv diskutiert und Überzeugungsarbeit für unsere Positionen geleistet.

Dieser Einsatz hat sich für den gesamten Berufsstand „unter dem Strich“ gelohnt! Wir konnten uns mit unseren Positionierungen vielfach durchsetzen. Diese wurden zum Teil sogar 1:1 durch den Gesetzgeber aufgegriffen. Der Vertragszahnärzteschaft ist es damit gelungen, wichtige Struktur- und Versorgungsverbesserungen zu erwirken. Wir konnten damit einen weiteren wichtigen Beitrag leisten, unser Gesundheitssystem im Interesse unseres Berufsstandes und unserer Patienten mitzugestalten.

Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über wesentliche Neuregelungen des TSVG informieren, die auch für Ihren Praxisalltag relevant sind. Wir hoffen, damit die anhaltende Diskussion über die Folgewirkungen dieses äußerst komplexen Gesetzes zu versachlichen und zur Klärung der Wirkweise einzelner Regelungen beizutragen.

Was haben wir erreicht?

  • Mit dem TSVG wird die Punktwertdegression für vertragszahnärztliche Leistungen vollständig beseitigt, also die bislang gesetzlich vorgegebene Kürzung von zahnärztlichen Honoraransprüchen bei Überschreiten bestimmter Punktmengengrenzen durch Punktwertminderungen. Diese Honorarkürzungen kamen ausschließlich den Krankenkassen zugute.
  • Die jetzt erreichte Abschaffung der Degression bringt eine erhebliche Verbesserung mit sich – sowohl für Praxen als auch für Patienten, da insbesondere die Niederlassung in ländlichen, strukturschwächeren Regionen durch den Wegfall der Honorarabschläge attraktiver wird. Die Beseitigung des planwirtschaftlichen Instruments der Degression ist ein elementarer Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung in der Fläche und war für die KZBV und die KZVen im Interesse aller Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte seit vielen Jahren eine Kernforderung, der mit dem TSVG jetzt endlich Rechnung getragen wurde!
  • Des Weiteren wurde eine spezielle Regelung zur Gründung zahnärztlicher MVZ – so genannte Zahnarzt-MVZ (Z-MVZ) –durch Krankenhäuser geschaffen. Deren Gründungsbefugnis für Z-MVZ ist künftig von der Wahrung bestimmter Versorgungsanteile abhängig, die durch die von einem Krankenhaus gegründeten, beziehungsweise betriebenen Z-MVZ nur noch maximal erreicht werden dürfen. Diese Anteile richten sich prozentual gestaffelt nach dem Versorgungsgrad des jeweiligen Planungsbereiches: 
  • In grundsätzlich bedarfsgerecht versorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad von 50 % bis 109,99 %) beträgt der zulässige Versorgungsanteil eines Krankenhauses beziehungsweise „seiner“ Z-MVZ in dem betreffenden Planungsbereich maximal 10 %, mindestens jedoch fünf Z-MVZ-Sitze/Zahnarztstellen in Planungsbereichen mit einem Versorgungsgrad zwischen 50 % und 99,9 %.
  • In unterversorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad von unter 50 %) erhöht sich der zulässige Versorgungsanteil auf maximal 20 %.
  • In überversorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad ab 110 %) reduziert sich der zulässige Versorgungsanteil auf maximal 5 %.

Die Begrenzung auf bestimmte Versorgungsanteile gilt entsprechend auch für die Erweiterung bereits bestehender Z-MVZ, so dass auch hier der maximal zulässige Versorgungsanteil des betreffenden Krankenhauses nicht überschritten werden darf.

Auf die MVZ-Gründungsbefugnis von Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten bezieht sich die Neuregelung hingegen nicht, sondern ausschließlich auf die Gründungsbefugnis von Krankenhäusern und deren Betreibern beziehungsweise Inhabern.

Hintergrund: Mit der durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) im Jahr 2015 ermöglichten Gründung auch fachgruppengleicher und damit auch reiner Zahnarzt-MVZ wurde faktisch die gesamte ambulante zahnärztliche Versorgung dem potentiellen Zugriff von (versorgungsfremden) Finanzinvestoren geöffnet. Solche Investoren und Private Equity-Fonds – zum Teil mit Sitz in Übersee und in Steueroasen – haben in den vergangenen Jahren häufig ein zur Gründung von MVZ berechtigtes Krankenhaus erworben und konnten dann bislang über dieses Vehikel beliebig viele Z-MVZ gründen, betreiben und mitunter Dentalkettenstrukturen aufbauen.

Den damit verbundenen negativen Auswirkungen wie zum Beispiel einer Konzentration und Kommerzialisierung von Versorgung soll – nachdem die politischen Bemühungen der Vertragszahnärzteschaft zunächst auf eine fachliche und räumliche Begrenzung der Gründung von Z-MVZ durch Krankenhäuser abzielten – mit der jetzt im Gesetz verankerten „Quotenregelung“ begegnet werden. Nach dieser Vorgabe wird die Gründungsberechtigung von Krankenhäusern für Z-MVZ mit Inkrafttreten des TSVG auf ein sachgerechtes Maß von entsprechenden Quoten beziehungsweise Versorgungsanteile begrenzt, ohne die Gründungsberechtigung von Krankenhäuser für Z-MVZ vollständig auszuschließen.

Fazit: Mit dem erklärten Ziel, die bestehende gute vertragszahnärztliche Versorgung in Deutschland im Interesse der Versicherten auch künftig zu erhalten, hat der Gesetzgeber aus Sicht von KZVen und KZBV die richtige Antwort auf die zuletzt ausufernde Investorenaktivität formuliert. Die Regelung wird aus unserer Sicht dazu beitragen, die nötige Anbietervielfalt in einem gut austarierten Versorgungssystem zu gewährleisten und die Versorgung der Patienten auch weiterhin überall wohnortnah und flächendeckend sicherzustellen.

Zugleich wird der bislang gänzlich ungebremste Zustrom von Fremdinvestoren und Private Equity-Fonds, die überwiegend von Renditeerwartungen geleitet werden, durch die verabschiedete Vorgabe ordnungspolitisch ausgewogen und sinnvoll reguliert. Das geschieht nicht zuletzt auch im Interesse einer gemeinwohlorientierten Versorgung durch bewährte Praxisformen.

  • Die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz werden durch das TSVG zum 1. Oktober 2020 von derzeit 50 % auf dann 60 % erhöht. Im Zuge dessen steigen folglich auch die Boni, die Versicherte erhalten, die mit ihrem Bonusheft eine regelmäßige Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen nachweisen können, von 60 % beziehungsweise      65 % auf 70 % beziehungsweise 75 %. In begründeten Ausnahmen soll künftig zudem das einmalige Versäumen der Vorsorgeuntersuchung für die Bonusregelung bei Zahnersatz folgenlos bleiben.

Im Falle einer unzumutbaren Belastung (so genannte Härtefallregelung) haben Versicherte Anspruch auf den Gesamtbetrag aus Festzuschuss (künftig 60 %) und zusätzlichem Betrag (künftig 40 %), mithin also auf einen Betrag von 100 %. Sämtliche beschriebenen Neuregelungen im Bereich der Festzuschüsse bei Zahnersatz entlasten Millionen von Patientinnen und Patienten finanziell und erleichtern zugleich die Versorgung mit Zahnersatz in vertragszahnärztlichen Praxen.

  • Das TSVG führt zudem eine Mehrkostenregelung bei kieferorthopädischen Leistungen analog der bewährten Mehrkostenregelung bei zahnerhaltenden Maßnahmen ein. Das bedeutet, dass gesetzlich Versicherte, die eine KFO-Versorgung über die im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) abgebildeten kieferorthopädischen Leistungen hinaus wählen, die Mehrkosten für diese Behandlung selbst tragen müssen. Diese Regelung stärkt die Autonomie der Versicherten und macht KFO-Behandlungen insgesamt nachvollziehbarer und transparenter.

Zudem wurde über das TSVG eine gesetzliche Grundlage für weitergehende Konkretisierungen durch die Selbstverwaltung geschaffen. KZBV und GKV-Spitzenverband haben im Bewertungsausschuss bis spätestens Ende 2022 einen Katalog von Leistungen zu erstellen, die als Mehrleistungen vereinbart und abgerechnet werden können. Außerdem sind auf Bundesebene Formulare für die Vereinbarung von Mehr- und Zusatzleistungen zu entwickeln, die den Praxen ab einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden. Die KZVen werden künftig „anlassbezogen“ prüfen, ob die mit KFO-Behandlungen verbundenen Aufklärungs- und Informationspflichten der Zahnärztinnen und Zahnärzte gegenüber Patienten erfüllt wurden.

  • Die ebenfalls im TSVG festgeschriebene Bestätigung des bewährten bundesmantelvertraglichen Gutachterverfahrens durch den Gesetzgeber ist ein wichtiges Signal sowohl für den gesamten Berufsstand als auch für Selbstverwaltung. Mit dem TSVG wurde zudem eine ausdrückliche Befugnis der Bundesmantelvertragspartner und der Gesamtvertragspartner verankert, nach der diese vereinbaren können, dass die Krankenkassen einheitlich und ausschließlich eine der beiden Verfahrensmöglichkeiten – also das Gutachterverfahren oder das so genannte MDK-Verfahren – anwenden. Derartige vertragliche Regelungen können erforderlich werden, um eine eventuelle Vermengung und ein ungeregeltes Nebeneinander von Gutachterverfahren und MDK-Verfahren zu vermeiden. Eine ausdrückliche Ermächtigung im Gesetz schafft jetzt die erforderliche Rechtssicherheit für Zahnärztinnen und Zahnärzte.
  • Um die Anwendungen der Telematikinfrastruktur voranzutreiben, werden die Krankenkassen durch das TSVG dazu verpflichtet, ihren Versicherten bis spätestens zum Jahr 2021 eine elektronische Patientenakte anzubieten. Dabei ist vorgesehen, dass Patientinnen und Patienten auch ohne den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte mittels Smartphone oder Tablet auf medizinische Daten zugreifen können. Die KZBV wird diesen Prozess eng begleiten.
  • Bezüglich Abrechnungsprüfung und Wirtschaftlichkeitsprüfung werden die bisher vierjährigen Ausschlussfristen auf zwei Jahre verkürzt. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeitsprüfung wird zudem die bisher gesetzlich vorgesehene Zufälligkeitsprüfung abgeschafft und durch eine Prüfung auf begründeten Antrag der Kassen oder KZVen ersetzt. Die Bundesmantelvertragspartner vereinbaren das Nähere zu den Voraussetzungen dieser Prüfart in Rahmenempfehlungen. Die nach wie vor mögliche Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Durchschnittswerten wird für unterversorgte und von Unterversorgung bedrohte Planungsbereiche sowie solche mit zusätzlichem lokalen Versorgungsbedarf ausgeschlossen. Hinsichtlich der auf zwei Jahre verkürzten Ausschlussfrist für die Abrechnungsprüfung nach § 106d SGB V wird die Richtlinienkompetenz der Bundesmantelvertragspartner auch darauf erstreckt, die Voraussetzungen für die Einhaltung der Ausschlussfrist verbindlich zu regeln, beispielsweise in Gestalt von Vorgaben zu Verfahrensschritten oder Datenübermittlungsfristen. Die KZBV wird die ihr bzw. den Bundesmantelvertragspartnern obliegenden Ausgestaltungsschritten zeitnah in Angriff nehmen.

Genehmigungspflicht Festzuschuss 6.10 bei der AOK Nordost

Im Rahmen der Vergütungsverhandlungen mit der AOK Nordost wurde eine Änderung hinsicht-lich der Genehmigungspflicht für unaufschiebbare ZE-Wiederherstellungsmaßnahmen vereinbart.

Danach müssen (analog der Regelung im Ersatzkassenbereich) ab sofort alle Wiederherstellungsmaßnahmen mit Teleskopkronen nach Festzuschuss 6.10 (Erneuerungsbedürftiges Primär- oder Sekundärteleskop, je Zahn) genehmigt werden.

Bei Härtefällen sind nach wie vor alle Reparaturen genehmigungspflichtig. 

Die entsprechende vertragliche Vereinbarung mit der AOK Nordost lautet nunmehr wie folgt:

„Wiederherstellungen, Reparaturen

Im Prothetikbereich können unaufschiebbare Wiederherstellungen und Reparaturen mit Ausnahme des Festzuschusses 6.10 als Akutversorgung ohne vorherige Genehmigung durchgeführt werden. 

Legt der Versicherte ein Bonusheft i. S. d. § 55 Abs. 1 SGB V vor, trägt der Zahnarzt den Festzuschuss entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (Bonus 20 % bzw. Bonus 30 %) ein und rechnet den Heil- und Kostenplan ab. Legt der Versicherte ein lückenhaftes oder gar kein Bo-nusheft vor, rechnet der Zahnarzt mit dem einfachen Festzuschuss ab oder der Versicherte lässt den Festzuschuss vor Behandlung von seiner Krankenkasse festsetzen. Korrekturen sind quartalsweise unter Vorlage des Heil- und Kostenplanes und des Bonusheftes durch die Krankenkasse mitzuteilen.

Für Härtefälle ist vor Abrechnung eine Festsetzung des Zuschusses durch die Krankenkasse notwendig.

Die AOK verzichtet bis auf Weiteres auf die Genehmigung von Reparaturen (ohne Härtefälle) mit Ausnahme des Festzuschusses 6.10.“


Eine aktuelle Übersicht über die Regelungen im Genehmigungsverfahren bei ZE-Wiederherstellungsmaßnahmen finden Sie hier auf der Homepage unter: Service/Downloadcenter/Übersichten.


Ihre Ansprechpartnerinnen:

Frau Schlomm         (Abr.-Nrn. 0001 bis   1569)    Tel.:  0331 2977-102
Frau More-Krüger    (Abr.-Nrn. 1670 bis   2609)    Tel.:  0331 2977-146
Frau Grabbert          (Abr.-Nrn. 2610 bis 89999)    Tel.:  0331 2977-178
 

Verordnung einer Krankenbeförderung

Neues Muster 4 ab 01.04.2019

Wie bereits mit Vorstandsrundschreiben 2/2019 angekündigt, erfolgt zum 01.04.2019 die Einführung eines neuen Formulars zur Verordnung einer Krankenbeförderung „Muster 4“ sowohl im ärztlichen als auch im zahnärztlichen Bereich.

Zwischenzeitlich haben sich die KZBV und der GKV-Spitzenverband auf Erläuterungen und Ausfüllhinweise zu Muster 4 verständigt und eine Änderungsvereinbarung zum BMV-Z verabschiedet, welche im nächsten Rundschreiben (06/2019) als Anlage (Handbuch, Rubrik III-3.1.5) beigefügt ist.

Eine Grundausstattung des neuen Formulars werden wir allen Praxen zum Monatsende (automatisch) zur Verfügung stellen und bitten Sie, ab 01.04.2019 ausschließlich das neue „Muster 4“ zu nutzen. Eine Übergangsregelung sowie ein Blankoausdruck sind nicht vereinbart.

Neben den Änderungen der bundesmantelvertraglichen Bestimmungen zu Anlage 14b BMV-Z steht gleichwohl noch eine durch den GBA vorzunehmende Anpassung der Krankentransportrichtlinie an die zu Jahresbeginn in Kraft getretenen gesetzlichen
Neuregelungen* (vgl. Rundschreiben 2/2019, Punkt 2.1.) aus. Sobald uns hierzu Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.

*Achtung – Neuregelung seit 01.01.2019:
Die Verordnung von Krankenfahrten für Versicherte mit einem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ sowie mit einer Einstufung in den Pfl egegrad 3 (bei dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung), 4 oder 5 muss seit dem 01.01.2019 nicht mehr der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden, die Genehmigung gilt in diesen Fällen von Gesetzes wegen als erteilt. Dennoch ist für solche Fahrten auch ab dem 01.01.2019 das Ankreuzfeld „Merkzeichen ‚aG‘, ‚Bl‘, ‚H‘, Pfl egegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pfl egegrad 4 oder 5“ vom Vertragszahnarzt bei der Verordnung zu nutzen und von den Krankenkassen ohne Durchführung eines Genehmigungsverfahrens zu akzeptieren. Diese Verfahrensweise gilt  übergangsweise, bis der G-BA die Krankentransport-Richtlinie an die gesetzlichen Änderungen angepasst hat.

Die aktuellen Regelungen und Vertragsgrundlagen zur Verordnung von Krankentransporten durch Vertragszahnärzte fi nden Sie auch auf unserer Homepage unter https://www.kzvlb. de/recht-vertraege/vertragshinweise/krankentransport/.

Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Vergütungsverhandlungen mit dem Verband der Ersatzkassen einschl. TK für die Jahre 2018 u. 2019

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für die Jahre 2018 + 2019 auf ein Verhandlungsergebnis erfolgreich einigen können.

Mit dem vdek wurden folgende Punktwerte vereinbart:

IP/FU01.01.2019 - 31.03.20191,0826 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,1207 €
Bema Teile 1, 2, und 4 (ohne IP, FU)01.01.2019 - 31.03.20191,0404 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,0765 €
Bema Teil 301.01.2019 - 31.03.20190,9072 €
 01.04.2019 - 31.12.20190,9387 €
Gutachterpunktwert01.01.2019 - 31.03.20191,0404 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,0765 €

Für die entgangene Vergütungsanpassung für den Zeitraum 01.01.2018 – 31.12.2018 haben die Vertragspartner sich auf eine Einmalzahlung geeinigt. Nach Vertragsunterzeichnung erfolgt die Auszahlung der Einmalzahlung unter Zugrundelegung des Abrechnungsvolumens auf Basis der Einzelleistungsvergütung von Amts wegen. 
 
Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.
 

Erinnerung an die Bestellung der Komponenten zur Telematikanbindung bis zum 31.03.2019

Wenden Sie sich bevorzugt zuerst an den Hersteller Ihres Praxisverwaltungssystems. Dieser bespricht mit Ihnen den Bestellvorgang oder leitet Sie an ausführende Firmen weiter.

Bitte weisen Sie uns, wie im Rundschreiben 4/2019 vom 25.02.2019 kommuniziert, die Bestellung über das entsprechende Onlineformular zeitnah nach. (Verwaltungsserver→ eGK-Online-Rollout→ Nachweis der Bestellung)
Wenn Sie bereits ausgestattet und an die TI angebunden sind, stellen sie bitte zeitnah Ihren Refinanzierungsantrag!


Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich 47 % der brandenburgischen Zahnarztpraxen ausstatten lassen und einen Refi nanzierungsantrag eingereicht. Den „Nachweis der Bestellung“ erbrachten bislang 7 %. 

Optimistisch macht die Zahl von 911 Praxen, die bereits einen (oder mehrere) Praxisausweis( e) bestellt haben bzw. besitzen. Das entspricht ungefähr 66 % der auszustattenden Praxen.

Bitte versäumen Sie nicht, auch Konnektor, stationäres Lesegerät und den VPNZugangsdienst bei Ihrem Gesamtdienstleister bis 31.03.2019 zu bestellen !

Die Installation aller Komponenten (=Anbindung an die Telematikinfrastruktur) muss bis 30.06.2019 erfolgen, um der gesetzlich festgelegten einprozentigen Honorarkürzung zu entgehen.

Telematik-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.

Änderungen der Satzung, Wahlordnung und Reise- u. Entschädigungskostenordnung I der KZVLB

Inkrafttreten der auf der letzten Vertreterversammlung beschlossenen Änderung der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg

Mit Mitgliederrundschreiben vom 12.12.2018 (Nr. 21/2018) informierten wir Sie bereits über die Beschlüsse der  Vertreterversammlung vom 08.12.2018 über die Änderungen der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg.

Diese Änderungen der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I hat unsere Aufsichtsbehörde am 05.03.2019 genehmigt.

Die neu gefassten o. g. Rechtsordnungen finden Sie hier auf unserer Homepage www.kzvlb.de unter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / I-6 (Satzung), I-15 (Wahlordnung) und I-17 (Reise- und Entschädigungskostenordnung I). 
 

Daten & Fakten 2019

Aktuelle Ausgabe der Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.