Das TSVG ist in Kraft getreten

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) – Erläuterungen zu zentralen Regelungen für vertragszahnärztliche Praxen ist am 11. Mai in Kraft getreten

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das am 14. März in 2. und 3. Lesung im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde, ist das bislang umfassendste gesundheitspolitische Gesetzgebungsverfahren der laufenden Legislaturperiode abgeschlossen. Das Gesetz ist am 1. Mai 2019 in Kraft getreten.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat sich - im koordinierten Zusammenwirken mit den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) und anderen Verbänden und Körperschaften - über viele Monate hinweg aktiv in das Gesetzgebungsverfahren durch politische Forderungen und konkrete Vorschläge eingebracht. In zahlreichen Gesprächen mit den politischen Entscheidungsträgern wurde intensiv diskutiert und Überzeugungsarbeit für unsere Positionen geleistet.

Dieser Einsatz hat sich für den gesamten Berufsstand „unter dem Strich“ gelohnt! Wir konnten uns mit unseren Positionierungen vielfach durchsetzen. Diese wurden zum Teil sogar 1:1 durch den Gesetzgeber aufgegriffen. Der Vertragszahnärzteschaft ist es damit gelungen, wichtige Struktur- und Versorgungsverbesserungen zu erwirken. Wir konnten damit einen weiteren wichtigen Beitrag leisten, unser Gesundheitssystem im Interesse unseres Berufsstandes und unserer Patienten mitzugestalten.

Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über wesentliche Neuregelungen des TSVG informieren, die auch für Ihren Praxisalltag relevant sind. Wir hoffen, damit die anhaltende Diskussion über die Folgewirkungen dieses äußerst komplexen Gesetzes zu versachlichen und zur Klärung der Wirkweise einzelner Regelungen beizutragen.

Was haben wir erreicht?

  • Mit dem TSVG wird die Punktwertdegression für vertragszahnärztliche Leistungen vollständig beseitigt, also die bislang gesetzlich vorgegebene Kürzung von zahnärztlichen Honoraransprüchen bei Überschreiten bestimmter Punktmengengrenzen durch Punktwertminderungen. Diese Honorarkürzungen kamen ausschließlich den Krankenkassen zugute.
  • Die jetzt erreichte Abschaffung der Degression bringt eine erhebliche Verbesserung mit sich – sowohl für Praxen als auch für Patienten, da insbesondere die Niederlassung in ländlichen, strukturschwächeren Regionen durch den Wegfall der Honorarabschläge attraktiver wird. Die Beseitigung des planwirtschaftlichen Instruments der Degression ist ein elementarer Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung in der Fläche und war für die KZBV und die KZVen im Interesse aller Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte seit vielen Jahren eine Kernforderung, der mit dem TSVG jetzt endlich Rechnung getragen wurde!
  • Des Weiteren wurde eine spezielle Regelung zur Gründung zahnärztlicher MVZ – so genannte Zahnarzt-MVZ (Z-MVZ) –durch Krankenhäuser geschaffen. Deren Gründungsbefugnis für Z-MVZ ist künftig von der Wahrung bestimmter Versorgungsanteile abhängig, die durch die von einem Krankenhaus gegründeten, beziehungsweise betriebenen Z-MVZ nur noch maximal erreicht werden dürfen. Diese Anteile richten sich prozentual gestaffelt nach dem Versorgungsgrad des jeweiligen Planungsbereiches: 
  • In grundsätzlich bedarfsgerecht versorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad von 50 % bis 109,99 %) beträgt der zulässige Versorgungsanteil eines Krankenhauses beziehungsweise „seiner“ Z-MVZ in dem betreffenden Planungsbereich maximal 10 %, mindestens jedoch fünf Z-MVZ-Sitze/Zahnarztstellen in Planungsbereichen mit einem Versorgungsgrad zwischen 50 % und 99,9 %.
  • In unterversorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad von unter 50 %) erhöht sich der zulässige Versorgungsanteil auf maximal 20 %.
  • In überversorgten Planungsbereichen (entspricht einem Versorgungsgrad ab 110 %) reduziert sich der zulässige Versorgungsanteil auf maximal 5 %.

Die Begrenzung auf bestimmte Versorgungsanteile gilt entsprechend auch für die Erweiterung bereits bestehender Z-MVZ, so dass auch hier der maximal zulässige Versorgungsanteil des betreffenden Krankenhauses nicht überschritten werden darf.

Auf die MVZ-Gründungsbefugnis von Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten bezieht sich die Neuregelung hingegen nicht, sondern ausschließlich auf die Gründungsbefugnis von Krankenhäusern und deren Betreibern beziehungsweise Inhabern.

Hintergrund: Mit der durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) im Jahr 2015 ermöglichten Gründung auch fachgruppengleicher und damit auch reiner Zahnarzt-MVZ wurde faktisch die gesamte ambulante zahnärztliche Versorgung dem potentiellen Zugriff von (versorgungsfremden) Finanzinvestoren geöffnet. Solche Investoren und Private Equity-Fonds – zum Teil mit Sitz in Übersee und in Steueroasen – haben in den vergangenen Jahren häufig ein zur Gründung von MVZ berechtigtes Krankenhaus erworben und konnten dann bislang über dieses Vehikel beliebig viele Z-MVZ gründen, betreiben und mitunter Dentalkettenstrukturen aufbauen.

Den damit verbundenen negativen Auswirkungen wie zum Beispiel einer Konzentration und Kommerzialisierung von Versorgung soll – nachdem die politischen Bemühungen der Vertragszahnärzteschaft zunächst auf eine fachliche und räumliche Begrenzung der Gründung von Z-MVZ durch Krankenhäuser abzielten – mit der jetzt im Gesetz verankerten „Quotenregelung“ begegnet werden. Nach dieser Vorgabe wird die Gründungsberechtigung von Krankenhäusern für Z-MVZ mit Inkrafttreten des TSVG auf ein sachgerechtes Maß von entsprechenden Quoten beziehungsweise Versorgungsanteile begrenzt, ohne die Gründungsberechtigung von Krankenhäuser für Z-MVZ vollständig auszuschließen.

Fazit: Mit dem erklärten Ziel, die bestehende gute vertragszahnärztliche Versorgung in Deutschland im Interesse der Versicherten auch künftig zu erhalten, hat der Gesetzgeber aus Sicht von KZVen und KZBV die richtige Antwort auf die zuletzt ausufernde Investorenaktivität formuliert. Die Regelung wird aus unserer Sicht dazu beitragen, die nötige Anbietervielfalt in einem gut austarierten Versorgungssystem zu gewährleisten und die Versorgung der Patienten auch weiterhin überall wohnortnah und flächendeckend sicherzustellen.

Zugleich wird der bislang gänzlich ungebremste Zustrom von Fremdinvestoren und Private Equity-Fonds, die überwiegend von Renditeerwartungen geleitet werden, durch die verabschiedete Vorgabe ordnungspolitisch ausgewogen und sinnvoll reguliert. Das geschieht nicht zuletzt auch im Interesse einer gemeinwohlorientierten Versorgung durch bewährte Praxisformen.

  • Die Festzuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen bei Zahnersatz werden durch das TSVG zum 1. Oktober 2020 von derzeit 50 % auf dann 60 % erhöht. Im Zuge dessen steigen folglich auch die Boni, die Versicherte erhalten, die mit ihrem Bonusheft eine regelmäßige Inanspruchnahme zahnärztlicher Vorsorgeuntersuchungen nachweisen können, von 60 % beziehungsweise      65 % auf 70 % beziehungsweise 75 %. In begründeten Ausnahmen soll künftig zudem das einmalige Versäumen der Vorsorgeuntersuchung für die Bonusregelung bei Zahnersatz folgenlos bleiben.

Im Falle einer unzumutbaren Belastung (so genannte Härtefallregelung) haben Versicherte Anspruch auf den Gesamtbetrag aus Festzuschuss (künftig 60 %) und zusätzlichem Betrag (künftig 40 %), mithin also auf einen Betrag von 100 %. Sämtliche beschriebenen Neuregelungen im Bereich der Festzuschüsse bei Zahnersatz entlasten Millionen von Patientinnen und Patienten finanziell und erleichtern zugleich die Versorgung mit Zahnersatz in vertragszahnärztlichen Praxen.

  • Das TSVG führt zudem eine Mehrkostenregelung bei kieferorthopädischen Leistungen analog der bewährten Mehrkostenregelung bei zahnerhaltenden Maßnahmen ein. Das bedeutet, dass gesetzlich Versicherte, die eine KFO-Versorgung über die im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) abgebildeten kieferorthopädischen Leistungen hinaus wählen, die Mehrkosten für diese Behandlung selbst tragen müssen. Diese Regelung stärkt die Autonomie der Versicherten und macht KFO-Behandlungen insgesamt nachvollziehbarer und transparenter.

Zudem wurde über das TSVG eine gesetzliche Grundlage für weitergehende Konkretisierungen durch die Selbstverwaltung geschaffen. KZBV und GKV-Spitzenverband haben im Bewertungsausschuss bis spätestens Ende 2022 einen Katalog von Leistungen zu erstellen, die als Mehrleistungen vereinbart und abgerechnet werden können. Außerdem sind auf Bundesebene Formulare für die Vereinbarung von Mehr- und Zusatzleistungen zu entwickeln, die den Praxen ab einem noch zu bestimmenden Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden. Die KZVen werden künftig „anlassbezogen“ prüfen, ob die mit KFO-Behandlungen verbundenen Aufklärungs- und Informationspflichten der Zahnärztinnen und Zahnärzte gegenüber Patienten erfüllt wurden.

  • Die ebenfalls im TSVG festgeschriebene Bestätigung des bewährten bundesmantelvertraglichen Gutachterverfahrens durch den Gesetzgeber ist ein wichtiges Signal sowohl für den gesamten Berufsstand als auch für Selbstverwaltung. Mit dem TSVG wurde zudem eine ausdrückliche Befugnis der Bundesmantelvertragspartner und der Gesamtvertragspartner verankert, nach der diese vereinbaren können, dass die Krankenkassen einheitlich und ausschließlich eine der beiden Verfahrensmöglichkeiten – also das Gutachterverfahren oder das so genannte MDK-Verfahren – anwenden. Derartige vertragliche Regelungen können erforderlich werden, um eine eventuelle Vermengung und ein ungeregeltes Nebeneinander von Gutachterverfahren und MDK-Verfahren zu vermeiden. Eine ausdrückliche Ermächtigung im Gesetz schafft jetzt die erforderliche Rechtssicherheit für Zahnärztinnen und Zahnärzte.
  • Um die Anwendungen der Telematikinfrastruktur voranzutreiben, werden die Krankenkassen durch das TSVG dazu verpflichtet, ihren Versicherten bis spätestens zum Jahr 2021 eine elektronische Patientenakte anzubieten. Dabei ist vorgesehen, dass Patientinnen und Patienten auch ohne den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte mittels Smartphone oder Tablet auf medizinische Daten zugreifen können. Die KZBV wird diesen Prozess eng begleiten.
  • Bezüglich Abrechnungsprüfung und Wirtschaftlichkeitsprüfung werden die bisher vierjährigen Ausschlussfristen auf zwei Jahre verkürzt. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeitsprüfung wird zudem die bisher gesetzlich vorgesehene Zufälligkeitsprüfung abgeschafft und durch eine Prüfung auf begründeten Antrag der Kassen oder KZVen ersetzt. Die Bundesmantelvertragspartner vereinbaren das Nähere zu den Voraussetzungen dieser Prüfart in Rahmenempfehlungen. Die nach wie vor mögliche Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Durchschnittswerten wird für unterversorgte und von Unterversorgung bedrohte Planungsbereiche sowie solche mit zusätzlichem lokalen Versorgungsbedarf ausgeschlossen. Hinsichtlich der auf zwei Jahre verkürzten Ausschlussfrist für die Abrechnungsprüfung nach § 106d SGB V wird die Richtlinienkompetenz der Bundesmantelvertragspartner auch darauf erstreckt, die Voraussetzungen für die Einhaltung der Ausschlussfrist verbindlich zu regeln, beispielsweise in Gestalt von Vorgaben zu Verfahrensschritten oder Datenübermittlungsfristen. Die KZBV wird die ihr bzw. den Bundesmantelvertragspartnern obliegenden Ausgestaltungsschritten zeitnah in Angriff nehmen.

Genehmigungspflicht Festzuschuss 6.10 bei der AOK Nordost

Im Rahmen der Vergütungsverhandlungen mit der AOK Nordost wurde eine Änderung hinsicht-lich der Genehmigungspflicht für unaufschiebbare ZE-Wiederherstellungsmaßnahmen vereinbart.

Danach müssen (analog der Regelung im Ersatzkassenbereich) ab sofort alle Wiederherstellungsmaßnahmen mit Teleskopkronen nach Festzuschuss 6.10 (Erneuerungsbedürftiges Primär- oder Sekundärteleskop, je Zahn) genehmigt werden.

Bei Härtefällen sind nach wie vor alle Reparaturen genehmigungspflichtig. 

Die entsprechende vertragliche Vereinbarung mit der AOK Nordost lautet nunmehr wie folgt:

„Wiederherstellungen, Reparaturen

Im Prothetikbereich können unaufschiebbare Wiederherstellungen und Reparaturen mit Ausnahme des Festzuschusses 6.10 als Akutversorgung ohne vorherige Genehmigung durchgeführt werden. 

Legt der Versicherte ein Bonusheft i. S. d. § 55 Abs. 1 SGB V vor, trägt der Zahnarzt den Festzuschuss entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (Bonus 20 % bzw. Bonus 30 %) ein und rechnet den Heil- und Kostenplan ab. Legt der Versicherte ein lückenhaftes oder gar kein Bo-nusheft vor, rechnet der Zahnarzt mit dem einfachen Festzuschuss ab oder der Versicherte lässt den Festzuschuss vor Behandlung von seiner Krankenkasse festsetzen. Korrekturen sind quartalsweise unter Vorlage des Heil- und Kostenplanes und des Bonusheftes durch die Krankenkasse mitzuteilen.

Für Härtefälle ist vor Abrechnung eine Festsetzung des Zuschusses durch die Krankenkasse notwendig.

Die AOK verzichtet bis auf Weiteres auf die Genehmigung von Reparaturen (ohne Härtefälle) mit Ausnahme des Festzuschusses 6.10.“


Eine aktuelle Übersicht über die Regelungen im Genehmigungsverfahren bei ZE-Wiederherstellungsmaßnahmen finden Sie hier auf der Homepage unter: Service/Downloadcenter/Übersichten.


Ihre Ansprechpartnerinnen:

Frau Schlomm         (Abr.-Nrn. 0001 bis   1569)    Tel.:  0331 2977-102
Frau More-Krüger    (Abr.-Nrn. 1670 bis   2609)    Tel.:  0331 2977-146
Frau Grabbert          (Abr.-Nrn. 2610 bis 89999)    Tel.:  0331 2977-178
 

Verordnung einer Krankenbeförderung

Neues Muster 4 ab 01.04.2019

Wie bereits mit Vorstandsrundschreiben 2/2019 angekündigt, erfolgt zum 01.04.2019 die Einführung eines neuen Formulars zur Verordnung einer Krankenbeförderung „Muster 4“ sowohl im ärztlichen als auch im zahnärztlichen Bereich.

Zwischenzeitlich haben sich die KZBV und der GKV-Spitzenverband auf Erläuterungen und Ausfüllhinweise zu Muster 4 verständigt und eine Änderungsvereinbarung zum BMV-Z verabschiedet, welche im nächsten Rundschreiben (06/2019) als Anlage (Handbuch, Rubrik III-3.1.5) beigefügt ist.

Eine Grundausstattung des neuen Formulars werden wir allen Praxen zum Monatsende (automatisch) zur Verfügung stellen und bitten Sie, ab 01.04.2019 ausschließlich das neue „Muster 4“ zu nutzen. Eine Übergangsregelung sowie ein Blankoausdruck sind nicht vereinbart.

Neben den Änderungen der bundesmantelvertraglichen Bestimmungen zu Anlage 14b BMV-Z steht gleichwohl noch eine durch den GBA vorzunehmende Anpassung der Krankentransportrichtlinie an die zu Jahresbeginn in Kraft getretenen gesetzlichen
Neuregelungen* (vgl. Rundschreiben 2/2019, Punkt 2.1.) aus. Sobald uns hierzu Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.

*Achtung – Neuregelung seit 01.01.2019:
Die Verordnung von Krankenfahrten für Versicherte mit einem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ sowie mit einer Einstufung in den Pfl egegrad 3 (bei dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung), 4 oder 5 muss seit dem 01.01.2019 nicht mehr der Krankenkasse zur Genehmigung vorgelegt werden, die Genehmigung gilt in diesen Fällen von Gesetzes wegen als erteilt. Dennoch ist für solche Fahrten auch ab dem 01.01.2019 das Ankreuzfeld „Merkzeichen ‚aG‘, ‚Bl‘, ‚H‘, Pfl egegrad 3 mit dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung, Pfl egegrad 4 oder 5“ vom Vertragszahnarzt bei der Verordnung zu nutzen und von den Krankenkassen ohne Durchführung eines Genehmigungsverfahrens zu akzeptieren. Diese Verfahrensweise gilt  übergangsweise, bis der G-BA die Krankentransport-Richtlinie an die gesetzlichen Änderungen angepasst hat.

Die aktuellen Regelungen und Vertragsgrundlagen zur Verordnung von Krankentransporten durch Vertragszahnärzte fi nden Sie auch auf unserer Homepage unter https://www.kzvlb. de/recht-vertraege/vertragshinweise/krankentransport/.

Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Vergütungsverhandlungen mit dem Verband der Ersatzkassen einschl. TK für die Jahre 2018 u. 2019

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für die Jahre 2018 + 2019 auf ein Verhandlungsergebnis erfolgreich einigen können.

Mit dem vdek wurden folgende Punktwerte vereinbart:

IP/FU01.01.2019 - 31.03.20191,0826 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,1207 €
Bema Teile 1, 2, und 4 (ohne IP, FU)01.01.2019 - 31.03.20191,0404 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,0765 €
Bema Teil 301.01.2019 - 31.03.20190,9072 €
 01.04.2019 - 31.12.20190,9387 €
Gutachterpunktwert01.01.2019 - 31.03.20191,0404 €
 01.04.2019 - 31.12.20191,0765 €

Für die entgangene Vergütungsanpassung für den Zeitraum 01.01.2018 – 31.12.2018 haben die Vertragspartner sich auf eine Einmalzahlung geeinigt. Nach Vertragsunterzeichnung erfolgt die Auszahlung der Einmalzahlung unter Zugrundelegung des Abrechnungsvolumens auf Basis der Einzelleistungsvergütung von Amts wegen. 
 
Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.
 

Erinnerung an die Bestellung der Komponenten zur Telematikanbindung bis zum 31.03.2019

Wenden Sie sich bevorzugt zuerst an den Hersteller Ihres Praxisverwaltungssystems. Dieser bespricht mit Ihnen den Bestellvorgang oder leitet Sie an ausführende Firmen weiter.

Bitte weisen Sie uns, wie im Rundschreiben 4/2019 vom 25.02.2019 kommuniziert, die Bestellung über das entsprechende Onlineformular zeitnah nach. (Verwaltungsserver→ eGK-Online-Rollout→ Nachweis der Bestellung)
Wenn Sie bereits ausgestattet und an die TI angebunden sind, stellen sie bitte zeitnah Ihren Refinanzierungsantrag!


Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich 47 % der brandenburgischen Zahnarztpraxen ausstatten lassen und einen Refi nanzierungsantrag eingereicht. Den „Nachweis der Bestellung“ erbrachten bislang 7 %. 

Optimistisch macht die Zahl von 911 Praxen, die bereits einen (oder mehrere) Praxisausweis( e) bestellt haben bzw. besitzen. Das entspricht ungefähr 66 % der auszustattenden Praxen.

Bitte versäumen Sie nicht, auch Konnektor, stationäres Lesegerät und den VPNZugangsdienst bei Ihrem Gesamtdienstleister bis 31.03.2019 zu bestellen !

Die Installation aller Komponenten (=Anbindung an die Telematikinfrastruktur) muss bis 30.06.2019 erfolgen, um der gesetzlich festgelegten einprozentigen Honorarkürzung zu entgehen.

Telematik-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.

Änderungen der Satzung, Wahlordnung und Reise- u. Entschädigungskostenordnung I der KZVLB

Inkrafttreten der auf der letzten Vertreterversammlung beschlossenen Änderung der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg

Mit Mitgliederrundschreiben vom 12.12.2018 (Nr. 21/2018) informierten wir Sie bereits über die Beschlüsse der  Vertreterversammlung vom 08.12.2018 über die Änderungen der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg.

Diese Änderungen der Satzung, der Wahlordnung sowie der Reise- und Entschädigungskostenordnung I hat unsere Aufsichtsbehörde am 05.03.2019 genehmigt.

Die neu gefassten o. g. Rechtsordnungen finden Sie hier auf unserer Homepage www.kzvlb.de unter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / I-6 (Satzung), I-15 (Wahlordnung) und I-17 (Reise- und Entschädigungskostenordnung I). 
 

Daten & Fakten 2019

Aktuelle Ausgabe der Bundeszahnärztekammer und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.

Modulversionen für das Abrechnungsquartal 1/2019 und die monatlichen Abrechnungen April 2019

Einen Link zu den aktuellen Abrechnungs- Modulversionen der KZBV finden Sie (wie immer) auf dem Verwaltungsserver der KZVLB nach dem LogIn zur Online-Abrechnung unter dem Menüpunkt „Abrechnung“ in der ersten Zeile der Upload-Tabelle.

Direkt abrufbar auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (www.kzbv.de)  unter der  Rubrik „Telematik und IT“ (im Bereich „Zahnärzte“).

Ebenfalls dort finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“, die Sie einsehen und downloaden können.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen April ist der 25.03.2019. Die KCH- und KFO- Abrechnungen können wie immer ab dem 16.03. übermittelt werden.

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul4.1zur Abrechnung des I. Quartals 2019
 4.2einzusetzen ab 01.04.2019
KFO-Abrechnungsmodul4.3Abrechnung I. Quartals 2019
 4.4einzusetzen ab 01.04.2019
KBR-Abrechnungsmodul3.5Leistungen bis 31.03.2019
 3.6einzusetzen ab 01.04.2019
ZE-Abrechnungsmodul4.8einzusetzen ab 01.01.2019
PAR-Abrechnungsmodul2.6einzusetzen ab 01.01.2019
Sendemodul1.5einzusetzen ab 01.04.2019

Die Versions-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist ab 01.04.2019 die 5.0.


Die KZBV teilt zu den Veränderungen der Programmmodule mit: 

Bei der Abrechnung der Leistungen 174a bzw. 174b wurde, bei Angabe des Datums der vormaligen Erbringung, fälschlicherweise der Fehlercode 258 „Leistung korrekt, aber die Angabe zur vormaligen Erbringung wird nicht übermittelt, weil sie nicht erforderlich ist“ ausgegeben. Dieser Fehler wurde behoben.

Mit dem KFO-Abrechnungsmodul Version 4.4 werden auch detaillierte Fehlercodes bzgl. Des genehmigten KFO-Behandlungsplanes ausgegeben und die Antragsnummer differenzierter geprüft.

Mit der Version 5.0 des Knr12-Modules werden die internen Kassennummernzuordnungen für die Sonstigen Kostenträger erweitert bzw. angepasst. Ebenfalls wurde entsprechend der Dokumentation berücksichtigt, dass bei einem schriftlichen Anpruchsnachweis (Art des Anspruchsnachweises = „1“) das Wohnortkennzeichen nicht immer angegeben wird.

Dietlind Sczepanski, Telefon: 0331 2977-110, dietlind.sczepanski(at)kzvlb.de

 

Wir dürfen Sie an die Bestellung der Komponenten zur Telematikanbindung bis zum 31.03.2019 erinnern.

Wenden Sie sich bevorzugt zuerst an den Hersteller Ihres Praxisverwaltungssystems. Dieser bespricht mit Ihnen den Bestellvorgang oder leitet Sie an ausführende Firmen weiter.

Bitte weisen Sie uns, wie im Rundschreiben 4/2019 vom 25.02.2019 kommuniziert, die Bestellung über das entsprechende Onlineformular zeitnah nach.
(Verwaltungsserver→ eGK-Online-Rollout→ Nachweis der Bestellung)

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich  47 % der brandenburgischen Zahnarztpraxen ausstatten lassen und einen Refinanzierungsantrag eingereicht. Den „Nachweis der Bestellung“ erbrachten bislang 7 %.

Optimistisch macht die Zahl von 911 Praxen, die bereits einen (oder mehrere) Praxisausweis(e) bestellt haben bzw. besitzen. Das entspricht ungefähr 66 % der auszustattenden Praxen.

Bitte versäumen Sie nicht, auch Konnektor, stationäres Lesegerät und den VPN-Zugangsdienst bei Ihrem Gesamtdienstleister bis 31.03.2019 zu bestellen !

Die Installation aller Komponenten (=Anbindung an die Telematikinfrastruktur) muss bis 30.06.2019 erfolgen, um der gesetzlich festgelegten einprozentigen Honorarkürzung zu entgehen.

Telematik-Hotline,   Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.de

Zahnmedizinische Frühprävention - Neue FU-Richtlinie ab 01.07.2019

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 17.01.2019 die Neufassung der „Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (zahnärztliche Früherkennung gemäß § 26 Absatz 1 Satz 5 und Absatz 2 Satz 5 SGB V/FU-RL)“ beschlossen.

Die Neuregelungen zur Frühprävention sind in die bestehende FU-Richtlinie integriert worden und sehen voraussichtlich ab 1. Juli 2019 für Kinder vom 6. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat folgende Leistungen vor:

  • Einführung von drei zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen
  • die Früherkennungsuntersuchungen beinhalten die eingehende Untersuchung des Kindes, die Aufklärung und  Beratung der Eltern sowie die praktische Anleitung zum täglichen Zähneputzen beim Kleinkind 
  • alle Kinder erhalten einen Anspruch auf eine Anwendung von Fluoridlack zur Zahnschmelzhärtung zweimal im Kalenderhalbjahr, unabhängig vom Kariesrisiko.

Der Anspruch für Kinder vom 34. (bisher 30.) Lebensmonat bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr bleibt erhalten. Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen wurden hinsichtlich der zeitlichen Intervalle mit den ärztlichen Kinder-Vorsorgeuntersuchungen abgestimmt.

Die neue FU-Richtlinie tritt bei Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit sowie nach entsprechenden Anpassungen im BEMA durch den Bewertungsausschuss am 01.07.2019 in Kraft. 

Sobald die Bewertung der neuen Leistungen abgeschlossen ist, werden wir Sie ausführlich über die Neuregelungen informieren.

SVLFG - Anschrift und Genehmigungen

Wie uns die SVLFG mitteilt, ist für die Bearbeitung und Genehmigung von Heil- und Kostenplänen bzw. Behandlungsplänen für Versicherte der SVLFG folgende Anschrift zu verwenden:

        SVLFG
        KK-Leistung
        34105 Kassel

Grund dafür ist die Zentralisierung der Bearbeitung genehmigungspflichtiger Leistungen für Versicherte der SVLFG auf den Standort Kassel. 

Alle notwendigen Koponenten für die TI-Anbindung bis 31.03.2018 bestellen

Nur bei RECHTZEITIGER BESTELLUNG aller Komponenten für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur erfolgt die Aussetzung der Honorarkürzung bis zum 30. Juni 2019! 

Die Bestellung der SMC-B-Karte allein ist hierfür nicht ausreichend

Gemäß § 291 Abs. 2b Satz 3 SGB V haben die vertragszahnärztlichen Leistungserbringer über die Telematikinfrastruktur den Versichertenstammdatenabgleich durchzuführen. 
Sofern diese Prüfung ab dem 1. Januar 2019 nicht durchgeführt wird, ist die Vergütung vertragszahnärztlicher Leistungen nach § 291 Abs. 2b Satz 14 SGB V pauschal um 1 Prozent so lange zu kürzen, bis die Prüfung durchgeführt wird. 
Gemäß § 291 Abs. 2b Satz 16 SGB V ist von der Kürzung bis zum 30. Juni 2019 abzusehen, wenn gegenüber der zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung nachgewiesen wird, dass alle erforderlichen Komponenten der Telematikinfrastruktur bereits vor dem 1. April 2019 bestellt wurden.

Um eine Kürzung der ab dem 01. Januar 2019 erbrachten, vertragszahnärztlichen Leistungsvergütung in Höhe von einem Prozent bei (noch) Nichtanbindung an die Telematikinfrastruktur zu vermeiden, müssen Sie: 
Die Bestellung gegenüber der KZV nachweisen! 

Bitte bestätigen Sie deshalb verbindlich Ihre Bestellung der Ausstattung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur! Dies können Sie ausschließlich online über das Formular „Nachweis der Bestellung“ auf dem Verwaltungsserver durchführen.

Wichtig:Wenn Sie uns bereits (unverbindlich) Ihre Bestellung gemeldet haben und noch nicht an die TI angebunden sind, müssen Sie uns bitte diese Meldung erneut verbindlich bestätigen!

Loggen Sie sich dafür bitte auf dem Verwaltungsserver (Button „Zur Online-Abrechnung“, auf der Startseite) mit Ihrer Praxiskennung ein.

Das Formular finden Sie im Menü „eGK-Online-Rollout“ unter „Nachweis der Bestellung“.

Im Weiteren gilt nach wie vor der Termin 30.06.2019, um an die TI angeschlossen zu sein. 
Das heißt, ab dem 01.07.2019 muss der Versichertenstammdatenabgleich beim Einlesen der eGK in der Praxis durchgeführt werden, ansonsten wird ab diesem Zeitpunkt die Honorarkürzung durchgeführt.

Refinanzierung
Der „Refinanzierungsantrag“ (Verwaltungsserver unter dem Stichwort „eGK-Online-Rollout“) wird von uns im laufenden Prozess angepasst, sobald neue Regelungen gelten. 
Rufen Sie ihren bereits abgeschlossenen Refinanzierungsantrag auf, können Sie unter „Ergänzung“ z.B. mobile Kartenterminals, die SMC-B oder den elektronischen Zahnarztausweis (eHbA)  nachfinanzieren.
Ihren Anspruch auf Finanzierung entnehmen Sie bitte unter dem Punkt „Finanzierung Online-Anbindung eGK“ (Verwaltungsserver unter dem Stichwort „eGK-Online-Rollout“)

Ein Anspruch auf Finanzierung z.B. eines mobilen Kartenterminals sowie eine weitere Smartcard vom Typ SMC-B (Praxisausweis) besteht nur dann, wenn die Praxis gegenüber der Kassenzahnärztlichen Vereinigung entweder mindestens 30 Besuchsfälle im Vorjahr bzw. im aktuellen Jahr oder den Abschluss eines Kooperationsvertrages nachweist.
Informieren Sie sich gern in der Broschüre der KZBV „Anbindung an die Telematikinfrastruktur“ oder im Gesetzestext, der Grundsatzfinanzierungsvereinbarung mit allen Anlagen 11.

Hinweis zur Benutzung eines mobilen Kartenterminals
Mit mobilen Kartenterminals kann KEIN Versichertenstammdatenabgleich durchgeführt werden, zu dem Sie spätestens ab 01.07.2019 gesetzlich verpflichtet sind. 
Ausnahmen macht der Gesetzgeber ausschließlich im Zusammenhang mit Besuchsgebühren.