Telematik-Finanzierung im ärztlichen Bereich neu geregelt

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben am 30.05.2018 unter Moderation des Vorsitzenden des Bundesschiedsamtes für die vertragsärztliche Versorgung eine Einigung über die Erstausstattungspauschalen für das 3. und 4. Quartal 2018 erzielt, in der die Erstausstattungspauschalen ab dem dritten Quartal deutlich angehoben werden.

Ärztliche Praxen erhalten ab Juli für den Konnektor deutlich mehr Geld, als bislang vereinbart war. Im dritten Quartal sind das 1.719 Euro, ab dem vierten Quartal 1.547 Euro. Hinzu kommen wie bisher jeweils 435 Euro für ein Kartenterminal; bei größeren Praxen für zwei oder drei Terminals.

KBV und Krankenkassen gehen davon aus, dass es in den nächsten Monaten – wie von der Industrie schon seit langem zugesagt – mehrere Anbieter von Konnektoren geben wird. Dies sollte zu einer Senkung der Angebotspreise führen. Ein Anbieter ist das österreichische Technologieunternehmen RISE. Sobald der Konnektor dieses Unternehmens am Markt grundsätzlich für alle Arztpraxen verfügbar ist, werden beide Seiten innerhalb einer Frist von zwei Wochen – vor dem Hintergrund der dann aktuellen Marktsituation – die geltende Vereinbarung überprüfen und gegebenenfalls für das Folgequartal anpassen.

Ein Verhandlungstermin zur Anpassung der Finanzierungsvereinbarung zwischen KZBV und GKV-Spitzenverband – auch zu anderen Punkten wie beispielsweise einer Ausweitung der Finanzierung von mobilen Kartenterminals – ist für den 11. Juni 2018 terminiert worden.

 

Quellen: KBV-PraxisNachrichten vom 31. Mai 2018, Mitteilung der KZBV vom 4. Juni 2018