Fusion der SIEMAG BKK und Novitas BKK

Fusion der SIEMAG BKK (Kassen-Nr.: 3525567) und der Novitas BKK (Kassen-Nr.: 4491707) zum 01.01.2022 zur Novitas BKK (Kassen-Nr.: 4491707)

Eine generelle Umlenkung der im Bundeseinheitlichen Kassenverzeichnis enthaltenen Kassennummer der SIEMAG BKK auf die Kassennummer der Novitas BKK erfolgt ab diesem Zeitpunkt.

Der Hauptsitz der Novitas BKK ist im KZV-Bereich Nordrhein (KZV 13).

Informationsvideo ICD-10 GM Kodierung

Einführung in die ICD-10 GM Kodierung im Rahmen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Wie bereits im RS 14/2021 angekündigt, möchten wir Sie zur ICD-10 GM Kodierung im Rahmen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Verbindung mit der elektronischen Datenübermittlung an die Krankenkasse informieren.
Eine Hilfestellung bei der Umstellung auf das neue Verfahren der ICD-10 Kodierung bietet ein Fortbildungsvideo, das den brandenburgischen Zahnarztpraxen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Die Referentin der Abrechnungsfortbildung, Haike Walter, gibt in ihrem Vortrag eine Übersicht über die wichtigsten Regeln bei der Kodierung von AU-begründenden Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung. Das Skript zum Vortrag steht ebenfalls zum Download zur Verfügung.

Folgende Inhalte werden in dem Informationsvideo angesprochen:

  • Hintergrund und Grundlagen der ICD-10 GM
  • Voraussetzungen und Hinweise zur Durchführung
  • Systematik der ICD-10 GM
  • Anwendung der ICD-10 GM bei der Erstellung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  • Arbeitshilfen und Umsetzung im Praxisverwaltungssystem

Hier geht es zur Anmeldung für das Informationsvideo.

Im ZBB 05/2021 wird es zu diesem Thema ein Angebot zur e-Fortbildung mit Punkten geben.

Sofortauszahlung Parodontose

Die Neufassung der PAR-Richtlinie ab dem 01.07.2021 macht eine Anpassung der Einreichmodalitäten erforderlich. Bitte reichen Sie für jeden Behandlungsfall zur PAR-Sofortauszahlung folgendes ein:

  • Formular „Abrechnung PAR-Therapie“ (aus dem PVS bzw. Verweis auf RS 18/2021)
  • Formular „Parodontalstatus Blatt 2“ oder „Anzeige einer Behandlung von Parodontitis bei anspruchsberechtigten Versicherten nach § 22a SGB V“
  • PAR-Zusammenstellungsformular (für alle Sofortauszahlungsfälle)

Des Weiteren möchten wir Sie bitten, bevorzugt den Weg der E-Mail zu nutzen. Natürlich bleibt der Fax- oder Postversand weiterhin möglich.

E-Mail: abrechnung.PA(at)kzvlb.de
Fax: 0331 2977-200

Manuela Latzo, Telefon: 0331 2977-177, abrechnung.pa(at)kzvlb.de

Modulversionen für das Abrechnungsquartal III/2021 und die monatlichen Abrechnungen Oktober 2021

Die aktuellen Abrechnungs- und Modulversionen finden Sie: 

Ebenfalls auf dem Portal der KZBV finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“ zum Download.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen Oktober 2021 ist der 25.09.2021.
Die KCH- und KFO- Abrechnungen für das III. Quartal 2021 können wie immer ab dem 16.09. übermittelt werden.
Wir bitten um Einhaltung der (letzten) Abgabetermine 11. und 12.10.2021!

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul5.0Abrechnung III. Quartal 2021
KFO-Abrechnungsmodul5.2Abrechnung III. Quartal 2021
5.3einzusetzen ab 01.10.2021
KBR-Abrechnungsmodul4.4Leistungen bis 30.09.2021
4.5einzusetzen ab 01.10.2021
ZE-Abrechnungsmodul5.7Leistungen bis 30.09.2021
5.8einzusetzen ab 01.10.2021
PAR-Abrechnungsmodul4.0Leistungen bis 30.09.2021
4.1einzusetzen ab 01.10.2021
Sendemodul1.9 
2.0einzusetzen ab 01.10.2021

Die Vers.-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist seit dem 01.01.2021 die 5.3.

Die KZBV teilt zu den Moduländerungen mit:

„Aufgrund des geplanten Starts der Pilotphase im Rahmen des elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahrens (EBZ) zum 01.10.2021 wurde es erforderlich, im Abrechnungsmodul auf Fallebene das neue Feld „Antragsnummer des Behandlungsplans“ aufzunehmen. Die Antragsnummer ist von den PVS-Herstellern im EBZ-Verfahren zu erzeugen und mit der Abrechnung an die KZV zu übermitteln.“

Mit dem PAR-Abrechnungsmodul Version 4.1 ist es möglich, Abrechnungen nach neuer PAR-Richtlinie wie auch nach den bisherigen Regeln zu erstellen.

Auf Fallebene wurde das Feld (35) „Datum Beginn der Unterstützenden Parodontitis-therapie (UPT)“ neu aufgenommen. In Zusammenhang mit der neuen PAR-Richtlinie wurden außerdem erste Leistungsprüfungen implementiert.

Für geplante Leistungen 4, ATG, MHU, AITa/b und BEVa entfallen die Angaben zum „Leistungsdatum“ und „Sitzungskennzeichen“, die Felder bleiben also leer.

Gebührenpositionen, die im Rahmen der Versorgung von anspruchsberechtigten Versicherten nach § 22a SGB V anfallen, sind mit dem angehängten Buchstaben „S“ zu kennzeichnen (möglich bei den Gebührennummern 4, AITa/b, CPTa/b, UPTc-f, 108, 111).

Entsprechende Informationen erteilte die KZBV den PVS-Herstellern am 18.08.21.

Pauschalen für Konnektor-Updates

Der Anspruch auf die Pauschalen für die Updates des Konnektors und der zugehörigen Software im PVS hängt grundsätzlich vom Zeitpunkt der Bestellung des Konnektors ab.
Für Konnektoren, die im 4. Quartal 2019 bestellt worden, aber erst 2020 oder später in Betrieb genommen worden sind, gilt die Regelung für das Jahr 2020. Das Konnektor-Update wird in der Regel dann nicht refi nanziert, wenn der Konnektor erst in einem Jahr bestellt wurde, in dem die Updates bereits verfügbar waren oder dies zu mindestens geplant war.
Dies gilt aber nicht für die monatlichen Betriebskostenzulagen und soweit zum Bestellzeitpunkt schon refi nanzierbar die zugehörigen Updates für das PVS.

Deshalb sollten Sie die Pauschalen für das eHealth-Upgrade (PTV3) und das ePA-Upgrade (PTV4) auch dann beantragen, wenn Sie auf das dazu gehörende Konnektor-Update keinen Anspruch haben. Bitte denken Sie auch an die geltende Jahresfrist für die Antragstellung.

TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.de

Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZVLB

Inkrafttreten der auf der letzten Vertreterversammlung beschlossenen Änderungen der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg

Mit Mitgliederrundschreiben vom 16.06.2021 (Nr. 15/2021) informierten wir Sie bereits über den Beschluss der Vertreterversammlung vom 09.06.2021, wonach die Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg zu ändern ist.

Diese Änderungen der Reise- und Entschädigungskostenordnung I genehmigte unsere Aufsichtsbehörde nunmehr am 09.09.2021.

Die neu gefasste o. g. Rechtsordnung finden Sie hier auf unserer Homepage www.kzvlb.de unter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / I-17 (Reise- und Entschädigungskostenordnung I).

 

Angela Linke, Telefon: 0331 / 2977 - 338, recht-und-vertraege(at)kzvlb.de

Bertelsmann BKK verzichtet ab 01.09.2021 auf Genehmigungsverfahren bei Kiefergelenksbehandlungen

Die Bertelsmann BKK teilte uns ihren Verzicht auf das formale Genehmigungsverfahren bei der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen nach den BEMA-Nrn. K1 – K4 mit.

Der Behandlungsplan muss ab 01.09.2021 nicht mehr zur Genehmigung bei der Krankenkasse eingereicht werden und verbleibt in der Praxis (Dokumentationspflicht). Die Diagnose ist auf dem Abrechnungsformular anzugeben. Eine Abrechnung der Geb.-Nr. 2 BEMA-Z für die schriftliche Niederlegung des Behandlungsplanes ist möglich.

Behandlungen von Verletzungen des Gesichtsschädels sind weiterhin anzeigepflichtig.

Eine Übersicht zum Genehmigungsverzicht bei Kiefergelenksbehandlungen finden Sie hier im Downloadcenter (Übersichten) auf unserer Homepage.

Aktuelle Behandlungsrichtlinie

Im Zusammenhang mit der neuen PAR-Richtlinie wurden bekanntlich auch Änderungen bzw. Folgeanpassungen der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche vertragszahnärztliche Versorgung (Behandlungsrichtlinie) erforderlich.

Dies betrifft insbesondere die Regelungen zum Parodontalen Screening-Index (PSI) sowie zur Behandlung von Parodontitis außerhalb der PAR-Richtlinien bei Versicherten nach § 22a SGB V. Für diese Richtlinienbestandteile sind im Bewertungsausschuss Leistungen und Gebühren festgelegt worden, welche seit 01.07.2021 abgerechnet werden können.

Des Weiteren hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 06.05.2021 beschlossen, dass die Unterkieferprotrusionsschiene bei obstruktiver Schlafapnoe als neue Behandlungsmethode für gesetzlich Versicherte in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen wird. Der entsprechende Beschluss wurde nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 29.07.2021 in die Behandlungsrichtlinie aufgenommen.

Bevor Leistungen zur Unterkieferprotrusionsschiene erbracht und abgerechnet werden können, muss der Bewertungsausschuss diese zunächst definieren und die entsprechenden Gebühren festlegen. Sobald die neuen Abrechnungspositionen bekannt sind, werden wir Sie darüber ausführlich informieren.

Die aktuelle Fassung der Behandlungsrichtlinie finden Sie im Handbuch, Rubrik II-1.

Umsetzung der eAU - Neue Übergangsregelung bis 31.12.2021

Mehrfach hatten wir darüber informiert, dass die Übermittlung von Arbeitsunfähigkeits-Daten ab 01.10.2021 auf direktem digitalem Weg von der Arzt- bzw. Zahnarztpraxis an die Krankenkasse erfolgen soll. Aktuell informierte uns die KZBV nun darüber, dass es aufgrund der jüngsten Entwicklungen eine dem ärztlichen Bereich angepasste Übergangsregelung zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) geben wird.

Da die notwendigen technischen Voraussetzungen für die eAU noch nicht flächendeckend zur Verfügung stehen, können in einer Übergangszeit bis zum 31.12.2021 die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach dem bisher praktizierten Papierverfahren unter Verwendung der bisherigen Formulare Muster 1 (gelbe AU-Scheine) erstellt und Muster 1a über den Versicherten an die Krankenkasse übermittelt werden.

Trotz dieser Übergangsregelung empfehlen wir Ihnen dringend, in Ihren Praxen schnellstmöglich die technischen Voraussetzungen (eHBA, KIM, Updates) zur Umsetzung der elektronischen Anwendungen zu schaffen!

Über die weiteren Entwicklungen sowie die erneut notwendigen Anpassungen der Anlagen 14a und 14b BMV-Z werden wir Sie selbstverständlich informieren.

Behandlung ausländischer Patienten - Neuregelung ab 01.10.2021

Mit der neuen „Vereinbarung zur Behandlung von Patienten im Rahmen über- und zwischenstaatlichen Krankenversicherungsrechts bei vorübergehendem Aufenthalt in Deutschland“ haben KZBV und GKV-Spitzenverband das Verfahren zur Behandlung von im Ausland krankenversicherten Patientinnen und Patienten erstmals in einer eigenständigen Vereinbarung normiert, welche am 01.10.2021 als Anlage 18 BMV-Z in Kraft tritt.

Danach werden für Versicherte nach EU-Recht (EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland) die bisherigen Muster 80/81 durch eine kürzere „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ sowie die Kopie der EHIC/GHIC (Europäische Krankenversichertenkarte bzw. Global Health Insurance Card) oder der PEB (Provisorische Ersatzbescheinigung) ersetzt. Die neue Patientenerklärung kann über das Praxisverwaltungssystem in verschiedenen Sprachfassungen ausgedruckt werden. Das Original der ausgefüllten und unterschriebenen Patientenerklärung sowie eine mit Zahnarztstempel/Unterschrift versehene Kopie der EHIC/GHIC/PEB werden unverzüglich an die aushelfende deutsche Krankenkasse geschickt.

Patientinnen und Patienten, die auf Grundlage zwischenstaatlicher Abkommen (Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei, Tunesien) in Deutschland behandelt werden, benötigen ab 01.10.2021 einen „Nationalen Anspruchsnachweis“. Diesen erhalten sie bei einer aushelfenden deutschen Krankenkasse gegen Vorlage ihres ausländischen Krankenversicherungs-Nachweises. Der Nationale Anspruchsnachweis verbleibt zur Dokumentation des Behandlungsanspruches in der Praxis.

Die Identität der Patientin bzw. des Patienten wird anhand des vorgelegten Identitätsnachweises (Personalausweis oder Reisepass) festgestellt. Die bisher notwendige Kopie dieses Identitätsnachweises entfällt ab 01.10.2021.

Der jeweilige Leistungsanspruch ist unterschiedlich geregelt und unterliegt ggf. dringend zu beachtenden Einschränkungen. Die Abrechnung erfolgt nach den Regelungen des Ersatzverfahrens gemäß Anlage 10 BMV-Z über die KZVLB.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nächsten Rundschreiben sowie den Erläuterungen und Hinweisen zur vertragszahnärztlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten, die im Ausland krankenversichert sind (Handbuch, Rubrik IV-4).

Das bisher praktizierte „Muster 80/81-Verfahren“ endet zum 30.09.2021 und alle Info- und Merkblätter zu diesem Thema sowie die Formulare „Muster 80“ und „Muster 81“ sind ab dem 01.10.2021 nicht mehr zu verwenden.

Einführung eines Berufshaftpflichtversicherungsnachweises

Entgegen der Ablehnung der Körperschaften und der massiven Forderung nach Bürokratieabbau verpflichtet der Gesetzgeber mit der Aufnahme des § 95 e in das SGB V Vertragszahnärzte, Ermächtigte und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gegenüber den Zulassungsausschüssen einen Nachweis über das Bestehen eines ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutzes zu erbringen.

Wir möchten Sie daher bei der Erfüllung dieser weiteren Anforderung im Rahmen Ihrer Berufsausübung unterstützen und geben Ihnen nachstehend gerne einen Überblick.

 

Ausreichender Berufshaftpflichtversicherungsschutz 

Der neu eingeführte § 95 e SGB V ist am 20.07.2021 in Kraft getreten und ist nunmehr ab sofort bei Anträgen an den Zulassungsausschuss zu beachten. Der Berufshaftpflichtversicherungsschutz ist ausreichend, wenn das individuelle Haftungsrisiko des Vertrags(zahn) arztes versichert ist. Die Mindestversicherungssumme muss für Vertragszahnärzte drei Millionen Euro für Personen- und Sachschäden für jeden Versicherungsfall betragen und die Leistungen des Versicherers für alle innerhalb eines Jahres verursachten Schäden dürfen nicht weiter als auf den zweifachen Betrag der Mindestversicherungssumme begrenzt werden. Für MVZ sowie für Vertrags(zahn)ärzte und Berufsausübungsgemeinschaften mit angestellten Zahnärzten muss ein Haftpflichtversicherungsschutz für die gesamte von dem Leistungserbringer ausgehende (zahn)ärztliche Tätigkeit bestehen, die Versicherungssumme muss in diesen Konstellationen fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden für jeden Versicherungsfall betragen und die Leistungen des Versicherers dürfen für alle innerhalb eines Jahres verursachten Schäden nicht weiter als auf den dreifachen Betrag der Mindestversicherungssumme begrenzt werden.

Wir empfehlen daher Vertragszahnärzten, Ermächtigten, Berufsausübungsgemeinschaften und Trägern medizinischer Versorgungszentren das Bestehen eines der neuen gesetzlichen Regelung entsprechenden Versicherungsschutzes zu prüfen und erforderlichenfalls eine Anpassung vorzunehmen.

Erbringung des Nachweises

Der Nachweis des ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutzes erfolgt im Rahmen der Antragstellung beim Zulassungsausschuss durch die Vorlage einer Versicherungsbescheinigung nach § 113 Absatz 2 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) bei Beantragung einer:

  1. Zulassung zur vertragszahnärztlichen Versorgung
  2. Ermächtigung,
  3. Anstellungsgenehmigung sowie
  4. auf Verlangen des Zulassungsausschusses.

Die Vorlage der Police genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht. Fordern Sie daher bei Ihrem Versicherer explizit eine Versicherungsbescheinigung nach § 113 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) über das Bestehen einer ausreichenden Berufshaftpfl ichtversicherung nach § 95 e SGB V an und teilen dort mit, dass die zuständige Stelle im Sinne des § 117 Abs. 2 des VVG der Zulassungsausschuss für Zahnärzte für den Zulassungsbezirk Land Brandenburg bei der KZV Land Brandenburg ist. Eine Musterbescheinigung finden Sie in Kürze auf unserer Homepage in den Downloads.

Die Bescheinigung ist eine zwingende Zulassungs- bzw. Genehmigungsvoraussetzung und muss damit dem Zulassungsausschuss zum Zeitpunkt seiner Entscheidung vorliegen. 

Nachweispflicht auch für bereits Zugelassene – Keine Zeitnot!

Für bereits zugelassene Vertragszahnärzte, MVZ, ermächtigte Zahnärzte sowie Vertragszahnärzte mit angestellten Zahnärzten und Berufsausübungsgemeinschaften mit angestellten Zahnärzten gilt die Nachweispflicht auch, jedoch erst auf Verlangen des Zulassungsausschusses. Der Gesetzgeber hat den Zulassungsausschüssen bis zum 20. Juli 2023 Zeit gegeben, diesen Personenkreis erstmals dazu aufzufordern, das Bestehen eines ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutzes innerhalb einer Frist von drei Monaten nachzuweisen. Zur Vermeidung schwerer Rechtsfolgen sollten Sie dieser Aufforderung nachkommen, denn anderenfalls ist der Zulassungsausschuss verpflichtet, das Ruhen der Zulassung bzw. den Widerruf der Ermächtigung zu beschließen. Verstreichen zwei Jahre Ruhenszeitraum, ohne dass der Nachweis erbracht wird, hat der Zulassungsausschuss die Entziehung der Zulassung zu beschließen.

Anzeigepflicht

Darüber hinaus ist der Vertragszahnarzt verpflichtet, dem zuständigen Zulassungsausschuss unverzüglich anzuzeigen:

  1. das Nichtbestehen des Versicherungsverhältnisses,
  2. die Beendigung des Versicherungsverhältnisses sowie
  3. Änderungen des Versicherungsverhältnisses, die den vorgeschriebenen Versicherungsschutz zu Dritten beeinträchtigen können.

Für Fragen stehen wir gern zur Verfügung. Weitere Ausführungen werden folgen.

Ansprechpartnerin
Abteilung Zulassung: Christiane Ariza Romero, Telefon: 0331 2977-334, zulassung(at)kzvlb.de

Beginn der Auszahlung des Pandemiezuschlags

Im Rundschreiben 15/2021 vom 16. Juni 2021 hatten wir Sie unter Bezugnahme auf den Beschluss der Vertreterversammlung der KZVLB über die Vereinbarung zwischen der KZBV und dem GKV-Spitzenverband zum Pandemiezuschlag für die Zahnarztpraxen informiert.

Hiermit sollen Mehraufwände, die im Rahmen der Patientenkommunikation, der Patientenbehandlung sowie bei der Dokumentations- und Verwaltungstätigkeit und im Bereich der Sachkosten, z. B. für die OP-Masken/FFP2-Masken, Einmalhandschuhe, Desinfektionstücher oder Händedesinfektionsmittel anfallen, erfasst sein.

Die Höhe der Zahlungen orientiert sich an einem von der KZBV vorgesehenen Verteilungsschlüssel, den wir im Mai in der endgültigen Fassung erhielten. Dieser Verteilungsschlüssel berücksichtigt alle Zahnärzte in einer Praxis. Anhand der taggenauen Beschäftigungszeiten im Zeitraum 01.04.2020 bis 30.06.2021 werden Vollzeitäquivalente als Grundlage zur Ermittlung der zu zahlenden Pauschalen herangezogen.

Berücksichtigt werden dabei Vertragszahnärzte, ermächtigte Zahnärzte, angestellte Zahnärzte sowie Vorbereitungs- und Weiterbildungsassistenten. Darüber hinaus fließen alle Quartale des o. g. Zeitraumes, in denen vertragszahnärztliche Leistungen von dem zuvor genannten Personenkreis erbracht wurden, in die Berechnung der Pauschale ein.
Insgesamt wird mit diesem Pandemiezuschlag ein Beitrag geleistet, die Praxen durch die mit der Pandemie verbundenen erheblichen Aufwände nachträglich zu entlasten.

Der Gesamtbetrag ist gemäß § 3 der Pandemievereinbarung in zwei hälftigen Teilzahlungen von den Krankenkassen an die KZVLB zu zahlen. Um eine zeitnahe Auszahlung sicherzustellen, erfolgen die hälftigen Auszahlungen unmittelbar nach den Zahlungen der Krankenkassen an die KZVLB. Nachdem die Krankenkassen nunmehr die erste Teilzahlung
vereinbarungsgemäß geleistet haben, freuen wir uns, diesen Betrag nach Maßgabe des Verteilungsschlüssels an Sie auszahlen zu können. Die zweite Teilzahlung der Kassen erfolgt im Oktober. Auch diesen Betrag werden wir sodann schnellstmöglich überweisen.

Die Sonderzahlungen weisen als Verwendungszweck auf der Überweisung bei der Gutschrift sowie bei der Lastschrift in der jeweiligen Vierteljahresabrechnung den Text „Pandemiezuschlag Rate 1“ bzw. „Pandemiezuschlag Rate 2“ aus.
Die erste Rate wird in der Vierteljahresabrechnung für das Quartal II/2021, die zweite Rate in der Vierteljahresrechnung III/2021 nachgewiesen.

Rainer Linke, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes,Telefon: 0331 2977-311, rainer.linke(at)kzvlb.de
Angela Pittner, Telefon: 0331 2977-211, angela.pittner(at)kzvlb.de

Online-Befragung zu „Beruflichen Belastungen von Zahnärzten und Hausärzten im Vergleich“

Mit der Bitte um Unterstützung bei seiner Masterarbeit an der Medizinischen Fakultät der Sigmund-Freud-Universität Wien wandte sich David Meyer-Theewen, B. Sc. an die KZVLB. Dabei geht es um die Teilnahme möglichst vieler Zahnärzte an einer anonymen Online-Befragung zur „Beruflichen Belastungen von Zahnärzten und Hausärzten im Vergleich“. 

Den Fragebogen finden Sie hier

Die Umfrage ist bis zum 15.01.2022 geschaltet. 

Die anonymen Ergebnisse werden nach Abschluss der Studie auf unserer Homepage veröffentlicht.

Fusion der BKK Achenbach Buschhütten und der VIACTIV Krankenkasse

Fusion der BKK Achenbach Buschhütten (Kassen-Nr.: 3525909) und der VIACTIV Krankenkasse (Kassen-Nr.: 4526376) zum 01.10.2021 zur VIACTIV Krankenkasse (Kassen-Nr.: 4526376)

Eine generelle Umlenkung der im Bundeseinheitlichen Kassenverzeichnis enthaltenen Kassennummer der BKK Achenbach Buschhütten auf die Kassennummer der VIACTIV Krankenkasse (BKK) erfolgt ab diesem Zeitpunkt.

Der Hauptsitz der VIACTIV Krankenkasse ist im KZV-Bereich Westfalen-Lippe (KZV 37).

Durch diese Fusion wird die BKK Achenbach Buschhütten ab dem 01.10.2021 zu einer Wohnortkasse. (einstrahlende BKK)

Die Versicherten der BKK Achenbach Buschhütten haben neue elektronische Gesundheitskarten erhalten, die weiterhin das IK der BKK Achenbach Buschhütten enthalten, optisch aber bereits als VIACTIV-Versicherte zu erkennen sind.

ePA - elektronische Patientenakte

Wie wir in früheren Vorstandsinformationen schon mitgeteilt haben, besteht seit dem 1. Juli 2021 für Sie die gesetzliche Pflicht die Anwendung elektronische Patientenakte (ePA) im Wirkbetrieb vorzuhalten. Andernfalls soll ihr Honorar so lange um ein Prozent gekürzt werden, bis ein entsprechender Nachweis erbracht wurde.

 

Für den Betrieb der ePA in der Zahnarztpraxis ist notwendig:

  • ein elektronischer Heilberufsausweis (möglichst eHBA „Generation 2“, akzeptiert wird vorerst auch das Vorliegen eines aktivierten eHBA der „Generation 0“)
  • ein ePA-Update des Praxisverwaltungssystems
  • ein ePA-fähiger Konnektor der Version PTV4

 

Seit dem 22. Juli 2021 haben alle drei Konnektorhersteller die notwendige PTV4 Zulassung der gematik für die ePA erhalten. Möglicherweise sind noch nicht alle Anbieter von Praxisverwaltungssystemen in der Lage, das für die ePA notwendige Update auszuliefern.

Das Signal von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass Sanktionen ausgesetzt werden können, wo „objektiv eine Umsetzung nicht geleistet werden kann“ wurde vor Kurzem durch ein Schreiben aus seinem Ministerium an die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung inhaltlich bestätigt und konkretisiert. Daraus geht hervor, dass es als möglich eingestuft wird, den Betrieb der elektronischen Patientenakte im Laufe des Quartals 3/2021 in der Zahnarztpraxis aufzunehmen.

Damit stehen die KZVen in der Pflicht, ein entsprechendes Verfahren zur Prüfung des Vorhaltens der ePA-Funktionalität in den Zahnarztpraxen vorzubereiten. Sobald der Wirkbetrieb der ePA technisch möglich wird, wird die KZVLB nicht umhin kommen, eine entsprechende Prüfung anhand der Abrechnungsdaten vorzunehmen.

Vor diesem Hintergrund wiederholen wir unseren dringenden Appell, sich schnellstmöglich und nachweislich um die Beschaffung der erforderlichen ePA-Komponenten zu bemühen. Falls ihr PVS-Hersteller bzw. TI-Dienstleister noch nicht lieferfähig ist, empfehlen wir Ihnen trotzdem eine zeitnahe Bestellung.

Den elektronischen Heilberufsausweis können Sie bei der Zahnärztekammer Brandenburg unter der Adresse https://hba.lzkb.de/ bestellen. Dort wird der eHBA auch elektronischer Zahnarztausweis genannt. Bei nicht Vorliegen eines eHBA besteht zusätzlich die Möglichkeit der Sperrung des elektronischen Praxisausweises (SMC-B).

Kaufmännische Krankenkasse (KKH): Versiegelung von Prämolaren

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) bat uns, die Zahnärzteschaft über eine Erweiterung ihrer Satzungsleistungen zu informieren.

Danach bezuschusst die KKH die Fissurenversiegelung aller acht Prämolaren für Leistungen, die seit dem 01.07.2021 erbracht wurden, mit einem Betrag von max. 80 €. Sofern Nachversiegelungen erforderlich sind, kann derselbe Betrag ein zweites Mal in Anspruch genommen werden. Der mögliche Zuschuss beträgt somit insgesamt max. 160 €. Wichtig ist, dass die Inanspruchnahme der Leistungen vor Vollendung des 18. Lebensjahres erfolgt.

Die Fissurenversiegelung der Prämolaren ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Patient erhält eine Rechnung nach Maßgabe der GOZ und kann diese zur Erstattung des Zuschusses mit Angabe seiner Bankverbindung bei der KKH einreichen.

Bei Fragen können sich Versicherte an die KKH wenden bzw. auf folgender Internetseite informieren: https://www.kkh.de/leistungen/zahn/zahnvorsorge/fissurenversiegelung

Start des Zahnärzte-Praxis-Panels 2021

Anfang September startet der Versand der Unterlagen


Es ist wieder soweit: In Kürze startet das Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP). Ab September erhalten erneut rund 35.000 Zahnarztpraxen in ganz Deutschland per Post einen strukturierten Fragebogen, mit dem Auskünfte über die wirtschaftliche Situation und die Rahmenbedingungen ihrer Praxis abgefragt werden.

Gerade angesichts der andauernden Corona-Pandemie ist es wichtiger als zuvor, über eine stabile Datenbasis zu verfügen, welche die massiven Folgen der Krise für die Zahnarztpraxen angemessen abbildet. Durch Ihre Teilnahme entsteht eine aussagekräftige und belastbare Datengrundlage über die wirtschaftliche Entwicklung in der vertragszahnärztlichen
Versorgung. Für die KZV Land Brandenburg sowie für die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sind diese Angaben für erfolgreiche Verhandlungen mit den Krankenkassen auf Landes- und Bundesebene unverzichtbar. Das ZäPP trägt also unmittelbar dazu bei, adäquate Arbeitsbedingungen für alle Zahnärztinnen und Zahnärzte durchzusetzen, auch in Krisenzeiten. Mit der Erhebung beauftragt ist erneut das renommierte Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Bereits bei den Erhebungen der vergangenen Jahre war das ZäPP sehr erfolgreich! Rund 3.200 eingegangene Erhebungsbögen und eine bundesweite Rücklaufquote von fast 10 Prozent im Jahr 2020 sind, besonders in Corona-Zeiten, eine sehr gute Resonanz.

Der Vorstand der KZV Land Brandenburg bedankt sich noch einmal ausdrücklich bei allen brandenburgischen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die sich die Mühe gemacht haben und ihre Daten zur Verfügung gestellt haben. Wirklich entscheidend für den dauerhaften Erfolg des ZäPP ist jedoch der Panel-Gedanke:
Dabei sollen möglichst gleichbleibende Teilnehmer in diesem, aber auch in den kommenden Jahren Auskunft über die wirtschaftlichen Kennzahlen ihrer Praxis geben. Je konstanter der Rücklauf über mehrere Jahre, desto höher ist die Validität und Akzeptanz der Daten, die beim ZäPP generiert werden! Möglichst viele Praxen sollten die Befragung daher (wieder) unterstützen und teilnehmen. Das gilt besonders auch für diejenigen Praxen, die im vergangenen Jahr noch nicht dabei waren. Sie werden jetzt noch einmal ausdrücklich um ihre Teilnahme am ZäPP 2021 gebeten.

Die Rücksendung der ausgefüllten Unterlagen wird wieder mit einer finanziellen Anerkennung in Höhe von 350,- € je Einzelpraxis bzw. 500,- € je Berufsausübungsgemeinschaft honoriert.

Weitere Informationen zum ZäPP können unter www.kzvlb.de/aktuelles/zaepp,
www.kzbv.de/zaepp sowie direkt unter www.zäpp.de abgerufen werden.

PAR-Behandlungsstrecke ab 01.07.2021

Am 1. Juli 2021 traten die neue PAR-Richtlinie, die entsprechend angepasste und um die Behandlungsmöglichkeit vulnerabler Gruppen erweiterte Behandlungsrichtlinie sowie zahlreiche neue BEMA-Leistungen in Kraft. Des Weiteren sind neue Formulare zu verwenden.

Alle Informationen finden Sie hier.

 

Aufbewahrungsfristen

Die Übersicht über die Aufbewahrungsfristen wurde hinsichtlich der Konformitätserklärung aktualisiert.

Bedarfsplanung in Brandenburg – Stand 31.12.2020

Die Bedarfsplanung erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung in der vertragszahnärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungsrichtlinie) in der jeweils gültigen Fassung.

Zum Zwecke der Bedarfsplanung sind von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen umfassende und vergleichbare Übersichten über den Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung am 31. Dezember eines jeden Jahres, und zwar jeweils bis zum 30. Juni des folgenden Jahres, zu erstellen.

Der gemeinsame Landesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen für das Land Brandenburg hat den von der KZV Land Brandenburg im zahnärztlichen und kieferorthopädischen Bereich erstellten Bedarfsplänen und Planungsblättern mit Stand 31.12.2020 zugestimmt.

Für die Erstellung wurden die im Januar 2020 vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit Stand Dezember 2019 veröffentlichte Statistik zum Bevölkerungsstand verwendet. Für den allgemein bedarfsgerechten Versorgungsgrad in der zahnärztlichen Versorgung ist für die Planungsbereiche Cottbus und Potsdam die Verhältniszahl 1:1.280, für die übrigen Planungsbereiche 1:1.680 festgelegt. Im Bereich der kieferorthopädischen Versorgung wird die Altersgruppe 0 bis 18 Jahre berücksichtigt und die Verhältniszahl 1:4.000 festgelegt.

Eine Veröffentlichung finden Sie hier auf unserer Homepage.

Christiane Ariza, Ass. iur., Telefon: 0331 2977-334, zulassung(at)kzvlb.de
Jaqueline Swierczynski, Sachbearbeiterin, Telefon: 0331 2977-342, zulassung(at)kzvlb.de

Veröffentlichung der Übersichten nach § 95 Abs. 1b Satz 5 SGB V

Seit Einführung des § 95 Abs. 1b SGB V durch Inkrafttreten des TSVG am 11. Mai 2019 sind die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen gem. § 95 Abs. 1b Sätze 5 und 6 SGB V verpflichtet, umfassende und vergleichbare Übersichten zum allgemeinen bedarfsgerechten Versorgungsgrad und zum Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung am 31. Dezember eines jeden Jahres bis zum 30. Juni zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Übersichten sollen dem Zulassungsausschuss als Grundlage für die Ermittlung der Versorgungsanteile von Krankenhaus-MVZ dienen.

Die Übersichten der KZV Land Brandenburg zum allgemeinen bedarfsgerechten Versorgungsgrad und zum Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung mit Stand 31.12.2020 finden Sie hier auf unserer Homepage.

 

Christiane Ariza, Ass. iur., Telefon: 0331 2977-334, zulassung(at)kzvlb.de
Jaqueline Swierczynski, Sachbearbeiterin, Telefon: 0331 2977-342, zulassung(at)kzvlb.de

Hinweise zur TI

„eGKo-Prüfung“ (eGKo=elektronische GesundheitsKarte online)

Die KZVen sind in der Pflicht, regelmäßig zu überprüfen, ob der Versichertenstammdatenabgleich (VSDM) beim Stecken der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) der Patienten in den Praxen durchgeführt wird.

Das geschieht durch die Auswertung der übermittelten eGKo-Gebühren innerhalb ihrer Abrechnungen (siehe auch Vorstandsinformation RS 15/2020).

Wir bitten Sie daher, die Gebührenstatistik (Leistungsspiegel), die ihr Praxisverwaltungssystem (PVS) zur Verfügung stellt, auch in Hinblick auf die fiktiven Gebühren eGKo1 bis eGKo6 im Auge zu behalten.

Vorrangig sollten die eGKo-Gebühren 1 und 2 auftreten!

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie daran erinnern, uns TI-Störungen zu melden,die Sie daran hindern, den VSDM ordnungsgemäß durchzuführen und in deren Ergebnis die Gebührenstatistik überdurchschnittlich viel eGKo-Gebühren der Kategorie 3, 5 und 6 erzeugen würde.

Melden Sie bitte diese Störung auf dem Verwaltungsserver der KZVLB unter „eGK-Online-Rollout“ => „Meldung TI-Störung“ UNDbeheben Sie die Störung ggf. mit Hilfe Ihres TI- Dienstleisters.

Hinweis:

Bei der Verwendung eines mobilen Kartenterminals (mob.KT) wird KEIN Versichertenstammdatenabgleich durchgeführt, daher werden für diese Fälle auch KEINE eGKo-Gebühren erzeugt.

Da Sie zur Durchführung des Versichertenstammdatenabgleiches (VSDM) verpflichtet sind, werden Fälle aus der Verwendung eines mobilen KT daher in der Regel nur in Verbindung mit Besuchsgebühren akzeptiert.

 

Refinanzierung Upgrade auf ePA-fähigen Konnektor

Neben dem schon bisher refinanzierbaren Upgrade vom VSDM-Konnektor auf den eHealth-Konnektor (PTV3) können Sie jetzt auch das Folge-Upgrade vom eHealth-Konnektor auf den ePA-fähigen Konnektor (PTV4) refinanzieren (ePA steht hier für elektronische Patientenakte).
 

Bitte beachten Sie:

Die Refinanzierung des Konnektor Upgrades umfasst jeweils zwei Teile.

Der Anspruch auf die Pauschalen besteht erst dann, wenn auch die jeweilige Anwendung im Wirkbetrieb vorgehalten wird:
 

PTV3 (eHealth):         Upgrade Konnektor 380 Euro + Update PVS 150 Euro = 530 Euro
PTV4 (ePA):               Upgrade Konnektor 400 Euro + Update PVS 150 Euro = 550 Euro

Hinweis:

Wenn Sie ein Konnektor-Upgrade installiert, aber aufgrund des Bestelldatums Ihres Konnektors keinen Anspruch auf die Erstattung der Update-Pauschale haben, so stellen Sie bitte trotzdem einen Antrag, um zumindest den Zuschlag zu den monatlichen Betriebskosten sowie ggf. die Pauschale für das Update des PVS zu erhalten.

(Auszug aus der Pauschalenvereinbarung: „Solange ein ePA-fähiger-Konnektor von den Herstellern nicht geliefert werden kann, besteht die Möglichkeit, eHealth-Konnektoren auszuliefern. Sobald von der gematik zugelassene Updates für die Konnektor- Funktionen NFDM/eMP oder/und ePA eines Herstellers zur Verfügung stehen, hat der Dienstleister vor Ort (DVO) bzw. der Konnektor-Anbieter diese den anspruchsberechtigten Zahnärzten und Einrichtungen unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Die Vertragspartner gehen davon aus, dass ein unverzügliches Nachrüsten der Funktionen durch Updates kostenlos erfolgen soll.“)

Wir wissen, dass die Einführung und Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur komplex, teilweise kompliziert und aufwändig ist, immer wieder neue Regelungen, Festlegungen und Termine hinzukommen. Falls Sie daher Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, unsere Hotline in Anspruch zu nehmen:

 

TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.de

ICD-10 GM Diagnosekodierung für eAU ab 1. Oktober 2021

Mit dem Start der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ab 01.10.2021 sind auch Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte gemäß § 295 Abs. 1 Satz 2 SGB V verpflichtet, eine Kodierung der AU-begründenden Diagnose nach der aktuell gültigen International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems - German Modification (ICD-10 GM) vorzunehmen.

Um für die Zahnarztpraxen die Überleitung vom bisher verwendeten Freitext zur ICD-10 Kodierung so einfach wie möglich zu gestalten, hat die KZBV nachfolgend beschriebene und dem nächsten Rundschreiben als Anlagen beiliegende Arbeitshilfen erstellt. Diese Arbeitshilfen werden neben dem notwendigen Gesamtkatalog der ICD-10 GM 2021 auch anwenderfreundlich in die Praxisverwaltungssysteme (PVS) implementiert.

Praxishilfe ICD-10 GM

Die Praxishilfe gibt eine schnelle Übersicht über die wichtigsten Regeln bei der Kodierung von AU-begründenden Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung. Sie soll im Praxisalltag bei der Kodierung von Diagnosen nach der ICD-10 GM langwieriges Nachschlagen in Regelwerken und Manuals entbehrlich machen.

 

Übersicht möglicher Überleitungen häufiger Freitextdiagnosen in ICD-10 GM

Die Übersicht beinhaltet die häufigsten Themenfelder im Bereich der bisher verwendeten Freitextdiagnosen und übersetzt diese beispielhaft in mögliche ICD-10-Kodes.

Nach Mitteilung der KZBV ist eine Kodierung der zahnärztlichen Diagnosen im Rahmen der ICD-10 GM grundsätzlich möglich, auch wenn nicht immer eine optimale Kodierung vorgenommen werden kann, sondern ggf. der bestmögliche Kode als ausreichend angesehen werden muss.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verpflichtung zur Kodierung von AU-begründenden Diagnosen nach der ICD-10 GM nicht als Einstieg in eine generelle Kodierung von Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung aufgefasst werden kann und darf. Die KZBV konnte insbesondere die Abrechnungsdaten bisher erfolgreich aus dem Themenbereich der Kodierung von Diagnosen heraushalten und wird auch weiterhin alles daran setzen, dass dies so bleibt.

Die KZV Land Brandenburg wird voraussichtlich im September Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema ICD-10 GM bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen anbieten. Über die genauen Termine werden wir Sie wie gewohnt im Rundschreiben und auf unserer Homepage informieren.

Neue Leistungen und Gebühren in der PAR-Behandlung ab 01.07.2021

Anknüpfend an unsere Vorstandsinformation 4/2021 zu der im Juli in Kraft tretenden Erstfassung der PAR-Richtlinie freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass sich KZBV und GKV-Spitzenverband einvernehmlich auf die Bewertung der neuen Leistungen sowie auf Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsbestimmungen bei der systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen geeinigt haben. Die neuen Leistungen stehen damit fristgerecht ab 01.07.2021 zur Verfügung.

Die neue PAR-Richtlinie sowie den Beschluss des Bewertungsausschusses können Sie vorerst auf unserer Homepage unter Recht & Verträge_Bundesmantelvertrag einsehen. Wir weisen darauf hin, dass die Ergebnisse noch unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das BMG stehen.

Sobald uns weitere Informationen zu den Beschlüssen, neuen Formularen, Folgeänderungen der Behandlungsrichtlinie etc. vorliegen, werden wir Sie darüber in Kenntnis setzen. Auch die notwendigen Übergangsregelungen (z. B. wie mit PAR-Behandlungen zu verfahren ist, die nach dem 30.06.2021 noch nicht abgeschlossen sind oder die vor dem Stichtag genehmigt, aber noch nicht begonnen wurden) befinden sich noch in der finalen Abstimmung. Über die Ergebnisse werden wir Sie umgehend informieren.

Bitte beachten Sie bei aktuell erforderlichen PAR-Neuplanungen, dass die PAR-Behandlungsstrecke ab Juli 2021 für Ihre Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt. Sofern das medizinische Erfordernis im Einzelfall den entsprechenden zeitlichen Aufschub zulässt, empfehlen wir Ihnen daher, die Planung der systematischen Behandlung von Parodontitis oder einer anderen Parodontalerkrankung unter den neuen Bedingungen ab 01.07.2021 vorzunehmen.

Weitere umfangreiche Informationen folgen in Kürze!

 

Wirtschaftlichkeitsprüfung - Neue Prüfvereinbarung

Neue Prüfvereinbarung für Brandenburg tritt ab 01.01.2021 in Kraft

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das zum 11.05.20219 in Kraft getreten ist, wurde eine Anpassung der Prüfvereinbarung für die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch die Vertragspartner auf Landesebene erforderlich.

Da die Vertragspartner hierbei die Rahmenempfehlungen der KZBV und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen – die das Nähere zu den Voraussetzungen für die Veranlassung für einen begründeten Antrag beinhalten – zu berücksichtigen haben, konnten die eigentlichen Vertragsgespräche erst nach deren Veröffentlichung am 06.05.2020 intensiviert werden. Schon in diesen Gesprächen auf Bundesebene zeichnete sich eine Blockadehaltung einzelner Krankenkassen ab. Gerade unterschiedliche Auffassungen zu den Antragsfristen, der Prüfanlässe (was ist ein begründeter Antrag) und des Prüfgegenstandes wirkten lähmend auf das Vertragsgeschehen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

Unter Berücksichtigung vorgenannter Ausführungen hatte der Vorstand der KZVLB aus Gründen der Rechtssicherheit für die brandenburgischen Zahnärzte bekanntlich mit den Landesverbänden eine Übergangsvereinbarung im Juni 2019 getroffen, wonach die Prüfvereinbarung vom 20. Mai 2014 bis zum Inkrafttreten einer neuen Prüfvereinbarung fort gilt. Dies ist jetzt der Fall.

 

(Die neu gefasste Prüfvereinbarung finden Sie auf unserer Homepage  www.kzvlb.deunter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / III-3.2.1.  Gemeinsame Prüfvereinbarung)

Die neue Prüfvereinbarung ist nunmehr Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsprüfung ab der im Quartal I/2021 erbrachten zahnärztlichen Leistungen.

 

Der Vorstand der KZVLB hat unter Hinzuziehung des Beratungsausschusses, der zahnärztlichen Mitglieder des Auswahlgremiums (Herr Thomas Schmidt und Herr Dr. Ingo Frahm), den aus der Prüfpraxis hergeleiteten praktischen Hinweisen der Prüfstellenleiterin Frau Andrea Schilling sowie unter maßgeblicher Zuarbeit der Leiterin der Rechtsabteilung, Frau Angela Linke, in zahlreichen Verhandlungsrunden eine Vereinbarung treffen können, die den Geist der nunmehr abgelösten Prüfvereinbarung aufgenommen hat:

  • Minimierung des Prüfaufwandes (siehe § 5 Lenkung durch Auswahlgremium), § 8 (Vorrang des Beratungsverfahrens) und § 12 (Qualifizierung der begründeten Anträge)
  • keine Einleitung von Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Durchschnittswerten – wichtig: Nunmehr auch nicht mehr im Rahmen des Auswahlgesprächs (2% orientiert an höchsten Fallwerten) (siehe §§ 11, 12 und 13)
  • zahlenmäßige Begrenzung der begründeten Prüfanträge nach BEMA Teil 1 (siehe § 12 Nr. 5)
  • Konkretisierung der Praxisbesonderheiten (siehe § 21 Nr. 1)
  • Aufrechterhaltung des Beratungsverfahrens (Frühwarnsystem) (siehe § 8) nach dem Motto: Beratung vor Kürzung
  • Beendigung der 4-Jahresfrist, Verkürzung der Festsetzung einer Kürzung binnen 2 Jahre ab Erlass des Honorarbescheides mit dem Effekt einer kürzeren Antragsfrist seitens der Krankenkassen (siehe §§ 6 und 17)
  • Ablösung der Zufälligkeitsprüfung (1 Jahr rückwirkend Honorarkürzungen möglich) durch Einführung einer Stichprobenprüfung mit Festsetzung einer Kürzung nur für ein (1) Quartal und dem Zwang zur Einzelfallprüfung (siehe § 14)
  • Zuständigkeit für „Sonstige Schaden“ und unzulässige Verordnungsweise durch Vorstand und Widerspruchsstelle der KZVLB statt durch die Prüfungseinrichtungen (siehe § 16)
  • Beibehaltung des paritätisch besetzten Auswahlgremiums für „begründete Anträge“ (Bema Teil 1) und damit Qualifizierung der „begründeten Anträge“ (siehe § 5 und 12 Nr. 4)
  • Konkretisierung der „begründeten Anträge“ (siehe § 12 Nr. 4)

 

Resümee:

Der Vorstand konnte erreichen, dass Vieles beim Alten bleibt. Die zahlreichen Verbesserungen entnehmen Sie vorgenannten Ausführungen.

Es konnte wiederum die Einschaltung eines Schiedsamtes verhindert werden (bei der KV Brandenburg hat nach 2 Jahren harter Verhandlung das Schiedsamt entschieden). Die Selbstverwaltung zwischen den Vertragspartnern auf Landesebene funktioniert (wie schon bei den Vertragsverhandlungen).

Nähere Ausführungen werden wir im nächsten Zahnärzteblatt machen (gern können Sie uns vorab auch schon Ihre Fragen schicken)!

Im Übrigen werden wir selbstverständlich in den Bezirksstellenversammlungen im Herbst hierüber berichten und darüber hinaus bereiten wir für den Spätsommer/Herbst dezentrale Schulungsveranstaltungen vor.