Nachweis eines ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutzes (Musterbescheinigungen)

Bekanntermaßen sind Vertragszahnärzte gemäß § 95e SGB V verpflichtet, sich ausreichend gegen die sich aus ihrer Berufsausübung ergebenden Haftpflichtgefahren zu versichern und das Bestehen eines ausreichenden Berufshaftpflichtversicherungsschutzes durch eine Versicherungsbescheinigung nach § 113 Abs. 2 VVG gegenüber dem Zulassungsausschuss (ZA) nachzuweisen. In diesem Zusammenhang möchten wir noch mal an unsere Ausführungen im Rundschreiben 20/2021 zur Einführung eines Berufshaftpflichtversicherungsnachweises und der Höhe des notwendigen Schutzes erinnern.

Der Zulassungsausschuss wird in Kürze beginnen, schrittweise alle im Land Brandenburg nachweispflichtigen Zahnärzte und Zahnärztinnen sowie MVZ aufzufordern, innerhalb einer Frist von drei Monaten die Versicherungsnachweise zu erbringen. Die hierfür notwendige Bescheinigung erhalten Sie von Ihrem Versicherer.

Zwischen dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der KBV und der KZBV wurden Musterbescheinigungen abgestimmt, die künftig als Nachweis Verwendung finden können und in dieser Form vom ZA akzeptiert werden. Die Musterbescheinigungen sind nicht verpflichtend, sondern dienen lediglich als Beispiel über Form und notwendigen Inhalt der Bescheinigung nach § 113 Abs. 2 VVG. Nachfolgend und im nächsten Rundschreiben finden Sie je ein Muster für

Sie können bereits jetzt auch unaufgefordert eine aktuelle Versicherungsbescheinigung einreichen an:

Zulassungsausschuss für Zahnärzte Land Brandenburg
Helene-Lange-Straße 4-5
14469 Potsdam

oder per E-Mail an: zulassung(at)kzvlb.de

Da die Nachweispflicht bei allen Anträgen an den ZA auf Zulassung oder Genehmigung einer Anstellung besteht, liegen für einige Praxen bereits Versicherungsbescheinigungen vom jeweiligen Versicherer vor. Diese behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit. Bei einer erneuten Antragstellung sind jedoch aktuelle Versicherungsbescheinigungen notwendig.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem Thema? Sprechen Sie uns gerne an:

Christiane Küstner, Tel.-Nr.: 0331 / 2977 333, christiane.kuestner(at)kvzlb.de
Claudia Köster, Tel.-Nr.: 0331 / 2977 330, claudia.koester(at)kzvlb.de
Christiane Ariza Romero, Tel.-Nr.: 0331 / 2977 334, christiane.ariza(at)kzvlb.de

Vergütungsverhandlung mit der AOK Nordost für das Jahr 2022

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für das Jahr 2022 auf ein Verhandlungsergebnis einigen können.

Mit der AOK Nordost wurden folgende Punktwerte für das Jahr 2022 vereinbart:

IP/FU01.01.2022 – 31.12.20221,2365 €
Bema-Teile 1, 2 und 4 (ohne IP, FU)01.01.2022 – 31.12.20221,1742 €
Bema Teil 301.01.2022 – 31.12.20221,0446 €
Gutachterpunktwert01.01.2022 – 31.12.20221,1742 €

Die Punktwerte stehen – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.

 

Rouven Krone, Ass. iur., Verwaltungsdirektor, Telefon: 0331 2977-351,
rouven.krone(at)kzvlb.de

11.03.2022

Geflüchtete aus der Ukraine

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema.

Abrechnung von Corona-Tests verlängert bis zum 30. Juni 2022

Am 29. März wurde die Corona-Testverordnung geändert und der Anspruch von Versicherten auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Damit endet für Zahnarztpraxen nunmehr erst ab dem 01. Juli 2022 die Möglichkeit, in der Praxis durchgeführte Corona-Tests über die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) abzurechnen.

Die generelle Testpflicht in den Zahnarztpraxen ist seit dem 20. März 2022 aufgehoben. Praxisinhaber können jedoch im Rahmen der individuellen Gefährdungsbeurteilung weiter Personaltestungen in der Praxis durchführen. Testungen können ferner ggf. im Rahmen regional festgelegter 3G-Bestimmungen im Zuge von Hot-Spot-Regelungen erforderlich sein.

Ab dem 01. Juli 2022 entfällt ebenfalls der Anspruch auf kostenlose Bürgertestungen und die entsprechende Abrechnungsmöglichkeit.

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Sabrina Stallknecht, Tel: 03312977-341, sabrina.stallknecht(at)kzvlb.de
Haike Walter, Tel: 03312977-340, haike.walter(at)kzvlb.de
Janosch Kuner, Ass. iur., Tel: 0331 2977-151, janosch.kuner(at)kzvlb.de

01.04.2022

Entfall der Testpflicht in den Zahnarztpraxen

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) wurde mit Wirkung zum 20. März 2022 geändert. Insbesondere entfällt die Testpflicht in den Zahnarztpraxen (Streichung der bisherigen Abs. 1-4 § 28b). Die neu in § 28a IfSG geregelte Testpflicht beschränkt sich auf Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Zahnarztpraxen fallen nicht darunter.

Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC)

Nach Mitteilung der Deutschen Verbindungstelle - Krankenversicherung Ausland des GKV-Spitzenverbandes stellen in verschiedenen EU-Staaten die dort zuständigen Krankenversicherungsträger ihren Versicherten zunehmend (zusätzlich) digitale Versionen der Europäischen Krankenversichertenkarte (EHIC) zur Verfügung. Eine Abbildung der EHIC, z. B. auf dem Smartphone, berechtigt gegenwärtig aber nicht zur Inanspruchnahme von Sachleistungen im Rahmen der EG-Verordnungen Nr. 883/04 und Nr. 987/09 bzw. des Verfahrens nach Anlage 18 BMV-Z.

Daher weisen wir darauf hin, dass die EHIC nur dann zur Inanspruchnahme von Sachleistungen berechtigt, wenn sie als physische Karte vorgelegt wird.

Die europäischen Krankenversicherungsträger haben kürzlich eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der möglichen Digitalisierung der EHIC auseinandersetzt. Angestrebt wird eine Lösung für alle Staaten, für die die EG-Verordnungen Anwendung finden. Ob und wann es zu einer solchen europaweiten Lösung kommt, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar.

Themen zur Telematikinfrastruktur

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)
hier:  Schreiben des BMG vom 02.03.2022 an die Gesellschafter und Geschäftsführer der gematik GmbH

Das BMG hat in einer Erklärung gegenüber der gematik nun offiziell mitgeteilt, dass die elektronische Bescheinigung von Arbeitsunfähigkeit als verbindliche Anwendung flächendeckend ab spätestens 1. Juli 2022 anzuwenden ist.

Aufgrund noch zu behebender technischer Schwierigkeiten greift das BMG damit die von der KZBV bereits Ende 2021 abgegebene Empfehlung auf.

Die darin dargestellte Übergangslösung hat für das erste Halbjahr 2022 unverändert Geltung.

(Grundsätzlich sind die Praxen verpflichtet, seit dem 1. Januar 2022 die eAU zu verwenden. Sobald die technischen Voraussetzungen zur Verfügung stehen, sollte die AU elektronisch an die zuständige Krankenkasse übermittelt werden. Wenn die Übermittlung technisch noch nicht möglich ist, die Praxis das benötigte PVS-Modul aber bereits installiert hat, erhält der Patient eine mithilfe des PVS erzeugte AU-Bescheinigung in Papierform (Stylesheet). Ein digitaler Nachversand ist nicht erforderlich. Für den Fall, dass das Stylesheet noch nicht benutzt werden kann, kann die AU in Einzelfällen formlos papiergebunden mit dem Muster 1 oder per Blankoformularbedruckung verwendet werden.)

Die Erprobungsphase zum Arbeitgeberabrufverfahren wird bis zum 31.12.2022 verlängert.

Das BMG weist dessen unbeschadet ausdrücklich darauf hin, dass sich alle Arzt- und Zahnarztpraxen spätestens jetzt mit den erforderlichen Komponenten einschließlich des elektronischen Heilberufsausweises auszustatten haben, soweit dies noch nicht erfolgt ist.

Ab Juli müssen dann alle Beteiligten flächendeckend bereit sein.

 

Kommunikation im Medizinwesen: KIM (spätestens) jetzt installieren!

Seit Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) muss KIM in jeder vertragszahnärztlichen Praxis verfügbar sein!

KIM ist der bundeseinheitliche Standard für die elektronische Übermittlung medizinischer Dokumente. Dieser Standard soll langfristig den Versand von Arztbriefen, Befunden und Röntgenbildern per Post oder Fax ersetzen.

 

Falls noch nicht geschehen, beantragen Sie schnellstmöglich einen KIM-Anschluss bei einem KIM-Anbieter (zugelassenen KIM-Anbieter finden Sie auf dem Fachportal der gematik unter der URL: https://fachportal.gematik.de/zulassungsbestaetigungsuebersichten unter dem Produkttyp „Fachdienst KIM“).

Anschließend muss KIM in der Praxis installiert und das IT-System inkl. Praxisverwaltungssystem (PVS) konfiguriert werden.

Unterstützung erhalten Sie ggf. vom TI-Dienstleister oder ihrem PVS-Hersteller oder auch anderen IT-Dienstleistern – fragen Sie danach.

Auch für die Anbindung an KIM können Finanzierungspauschalen beantragt werden:

  • Einmalige Pauschale für die Anbindung an den KIM-Fachdienst je Konnektor-Standort: 100,00 €
  • Monatliche Betriebskostenpauschale für 2 KIM-Email-Adressen je Praxis:16,00 €

 

Grundsätzlich gilt:

Bitte REFINANZIEREN Sie installierte Komponenten zeitnah, damit nichts in Vergessenheit gerät und eventuell der Verjährung „zum Opfer fällt“.

(Verwaltungsserver der KZVLB unter „Telematik-Infrastruktur“=> Refinanzierungsantrag=> Ergänzung)

 

Weitere Informationen zu KIM erhalten Sie auf der Website der KZBV unter https://www.kzbv.de/leitfaden-kim.1387.de.html sowie auf der Homepage der gematik unter https://www.gematik.de/anwendungen/kim

 

Im Übrigen ist KIM ist ebenso Teil des digitalen Beantragungs- und Genehmigungsverfahrens (EBZ), dessen Einführung weiterhin für den 01.07.2022 vorgesehen ist. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in den nächsten Rundschreiben.

 

 

Thema Komfortsignatur:

Ausführliche Informationen zur Komfortsignatur finden Sie auf der Homepage der KZBV unter https://www.kzbv.de/komfortsignatur.1562.de.html

 

Ohne die Nutzung der Komfortsignatur ist jede Signatur eines Dokumentes ein Einzelvorgang und somit sehr aufwendig. Die Signatur wird über das Praxisverwaltungssystem (PVS) in Kombination mit einem Kartenterminal ausgelöst. Für jeden Signaturvorgang muss der E-Zahnarztausweis (auch eHBA) in ein Kartenterminal gesteckt und die sechs- bis achtstellige PIN eingegeben werden.

 

Ein eleganteres Verfahren bietet die Komfortsignatur. Mit ihr kann der E-Zahnarztausweis für bis zu 24 Stunden für die Signatur von bis zu 250 Dokumenten aktiviert werden.

 

Für die Nutzung der Komfortsignatur muss der Konnektor auf mindestens „PTV4“ aufgerüstet sein und das PVS ein entsprechendes Update erhalten haben.

(Dafür ist leider keine separate Refinanzierungspauschale vorgesehen.)

 

 

Stationäres Kartenterminal ORGA 6141:

Systemabstürze beim Einlesen von Gesundheitskarten der Generation 2.1

(eGK 2.1)

 

Wie bereits mitgeteilt, kann es bei Verwendung des Kartenterminals ORGA 6141 der Fa. Worldline (vormals Ingenico) beim Stecken einiger Gesundheitskarten der Generation 2.1 zu einem Systemabsturz des Kartenterminals und in der Folge teilweise auch der Praxisverwaltungssoftware kommen. Vermutlich werden die Probleme durch eine elektrostatische Aufladung der eGK G2.1 ausgelöst. Die „Entladung“ der eGK kann dazu führen, dass das Kartenlesegerät komplett neu gestartet werden muss.

 

Um dieses Problem zu beheben, wird vom Hersteller und von der gematik empfohlen, die neueste Kartenterminal Software (FW 3.8.1) zu installieren.

Durch dieses Update wird zwar das ursächliche Problem des Absturzes durch die elektrostatische Entladung nicht gelöst, aber es wird im Fehlerfall ein automatischer Neustart durchgeführt, der das Terminal wieder betriebsfähig macht.

Die Aktualisierung der Software kann entweder manuell oder über den Telematik Update Server (Konfigurations- und Software–Repository;KSR) mit Hilfe des Konnektors erfolgen (empfohlen).

 

Die Fa. Worldline will das Problem der Systemabstürze aufgrund der elektrostatischen Entladung durch einen Aufsatz, der auf den eGK Kartenslot des stationären Kartenterminals angebracht wird, grundsätzlich lösen. Dieser Aufsatz ist im Onlinestore der Fa. Worldline ab der 14.KW erhältlich.

 

Sobald die Finanzierung geklärt ist, werden wir Sie umgehend über die Einzelheiten informieren.

 

Weitere Informationsdetails und Diskussionen zu diesem Thema finden Sie in der gematik Gemmunity: https://www.gemmunity.de/community

 

E-Rezept: Weiterhin Praxen für Pilotphase gesucht

Entgegen anderslautender Aussagen wird das E-Rezept nicht gestoppt.

Das hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in einem Schreiben an die Gesellschafter der gematik am 9. März 2022 klarstellt.

Die vom BMG Ende Dezember 2021 verlängerte Testphase läuft planmäßig weiter.

Seit Jahresbeginn ist die Anzahl der E-Rezepte deutlich gestiegen. Aktuell sind über 4.000 elektronische Rezepte eingelöst worden. Davon wurden überproportional viele von Zahnarztpraxen erstellt, die sich sehr aktiv an der Testphase beteiligen.

 

Seit Mitte Februar haben sich rund 100 Zahnarztpraxen für die Teilnahme an der Testphase angemeldet. Viele davon berichten, dass die Erstellung von E-Rezepten in der Praxissoftware gut funktioniert.

Mit der Anmeldung für die Testphase werden die Zahnarztpraxen auf den ersten Schritten von den Herstellern ihrer Praxisverwaltungssysteme begleitet. Zudem kümmert sich die gematik durch die Ansprache der Hersteller von Apothekenverwaltungssystemen darum, dass vor Ort möglichst viele Apotheken E-Rezept-ready sind.

Grundsätzlich steht es allen Praxen offen, an der Erprobung teilzunehmen und E-Rezepte auszustellen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Verwendung eines Praxisverwaltungssystems mit E-Rezept-Funktionalität. Ebenso wird für die Signatur ein E-Zahnarztausweis (eHBA) benötigt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail oder telefonisch an die KZBV

(E-Mail: telematik@kzbv.de, Telefon: 0221 4001-273). Die KZBV informiert Sie dann über das Onboarding für die Pilotphase.

 

Anlagen:

Pressemitteilung der KZBV vom 14.03.2022 zum:

Bonusheft: Aktualisierte Patienteninformation der KZBV - Seit Januar grundsätzlich auch als digitale Anwendung der ePA möglich

Kommunikationslinie der gematik und ihrer Gesellschafter zum Konnektortausch (März 2022):

Entscheidung zur Telematikinfrastruktur: Konnektortausch für reibungslosen Übergang zur TI 2.0

 

TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, telematik@kzvlb.de

Modulversionen

Für das Abrechnungsquartal I/2022 und die monatlichen Abrechnungen April 2022

Einen Link zu den aktuellen Programmmodulen der KZBV finden Sie auf der Seite der KZVLB nach dem LogIn zur Online-Abrechnung unter dem Menüpunkt „Abrechnung“ in der ersten Zeile der Upload-Tabelle.

Direkt abrufbar auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (www.kzbv.de) unter der Rubrik „Digitales“ (im Bereich „Zahnärzte“).

Ebenfalls dort finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“, die Sie einsehen und downloaden können.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen April 2022 ist der 25.03.2022.

Die KCH- und KFO- Abrechnungen für das I. Quartal 2022 können wie immer ab dem 16.03. übermittelt werden.

Wir bitten Sie wie immer darum, die Abgabefristen entsprechend einzuhalten!

(ZE, PAR und KFB bis 10. des laufenden Abgabemonats, KFO bis 10. des neuen Quartalmonats, KCH bis 12. des neuen Quartalsmonats.

Falls die Einreichtermine auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag fallen, gilt der nächste Arbeitstag.)

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul5.1Abrechnung I.Quartal 2022
 (5.2einzusetzen ab 01.04.2022)
KFO-Abrechnungsmodul5.4Abrechnung I.Quartal 2021
 (5.5einzusetzen ab 01.04.2022)
KBR-Abrechnungsmodul4.6Leistungen bis 31.03.2022
 (4.7einzusetzen ab 01.04.2022)
ZE-Abrechnungsmodul5.9einzusetzen ab 01.01.2022
PAR-Abrechnungsmodul4.2Leistungen bis 31.03.2022
 (4.3einzusetzen ab 01.04.2022)
Sendemodul2.1 
 (2.2einzusetzen ab 01.04.2022)

(Stand 17.03.22)

Die Vers.-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist seit dem 01.01.2021 die 5.3.

Die KZBV teilt zu den Moduländerungen u.a. mit:

Im Falle eines nicht persönlichen Kontakts zwischen Zahnarzt und Patient (Art des Anspruchsnachweises "4") kann zu einer telefonischen Beratung ein Zuschlag (BEMA-Gebühr 03) abgerechnet werden, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Darüber hinaus wurde für die Abrechnungsart KBR bei der Antragsnummer berücksichtigt, dass neben der Kennzeichnung "KB" ebenfalls die Kennzeichnung "KG" möglich ist.

In das PAR-Abrechnungsmodul wurden einige weitere Prüfungen implementiert. Zudem wurden sowohl die „Dokumentation des PAR-Moduls für den Einsatz in der Zahnarztpraxis“ als auch die Anlage 1 „Dokumentation der BEMA-Prüfungen im PAR-Abrechnungsmodul“ für das bessere Verständnis nochmals sprachlich geschärft.

Dietlind Sczepanski, Telefon: 0331 2977-110, dietlind.sczepanski(at)kzvlb.de

Zahnärzte und Zahnärztinnen aus der Ukraine - Bedarfsabfrage

Unter den derzeit aus der Ukraine einreisenden Kriegsflüchtlingen befinden sich auch Zahnärzte und Zahnärztinnen. Vereinzelt erreichten uns bereits Fragen zu Berufsausübungsmöglichkeiten.

Damit diese Menschen ihre Arbeit in Deutschland weiter ausüben können, sind – auch nach Auskunft der Landeszahnärztekammer Brandenburg –  folgende Schritte erforderlich:

  1. Kontaktaufnahme mit dem Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) für die Anmeldung zur Durchführung eines Sprachtests. Dieser ist erforderlich, um die Erteilung einer Berufserlaubnis nach § 13 Absatz 1 oder Absatz 1a des Gesetzes über die Ausübung der Zahngesundheit (ZHG-Gesetz) zu erhalten: --> zum LAVG
  2. Nach dem erfolgreichen Sprachtest ist die Beantragung einer Berufserlaubnis beim LAVG möglich, wenn der Zahnarzt/ die Zahnärztin außerdem eine Zahnarztpraxis (einen Arbeitgeber/ eine Arbeitgeberin) zum Arbeiten gefunden hat.

 

Wenn Ihrerseits Interesse an der Beschäftigung dieses Personenkreises als Assistent/in mit Berufserlaubnis gem. § 13 ZHG besteht, bitten wir um kurzfristige Rückmeldung damit wir Sie ggf. mit Ihren arbeitssuchenden Kolleginnen und Kollegen zusammenbringen können.

Ihre Bedarfsmeldung schicken Sie bitte an: zulassung(at)kzvlb.de

Zahnärztliche Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine

Aufgrund der dramatischen Entwicklung in der Ukraine befinden sich u. a. die Vorstände von KZV und KV Brandenburg in enger und regelmäßiger Abstimmung mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), um den aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen einen möglichst unkomplizierten Zugang zu medizinischen Leistungen zu ermöglichen.

Zum vollständigen Beitrag

 

Bundeswehr: Aktualisierung der allgemeinen Regelungen A-860/13

Mit Rundschreiben 12/2021 informierten wir Sie über die vom Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) erlassenen Allgemeinen Regelungen A-860/13 „Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals“, mit der die frühere Bundeswehr-Richtlinie abgelöst wurde. Zu diesem Zeitpunkt standen im GKV-Bereich die neuen Regelungen zur Therapie von Parodontitis und anderen Parodontalerkrankungen noch aus. Nach deren Umsetzung im BMV-Z und BEMA hat das BMVg nun den betreffenden Abschnitt in den Allgemeinen Regelungen der Bundeswehr angepasst und weitere kleinere Änderungen vorgenommen.

 

Die zum 06.12.2021 in Kraft getretene Version 2 der Allgemeinen Regelungen A-860/13 „Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals“ haben wir auf unserer Homepage im Handbuch der KZVLB unter Rubrik IV-1 eingestellt.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem nächsten Rundschreiben.

Stadt Guben sucht Zahnärztin oder Zahnarzt

Die Stadt Guben sucht neue Zahnärztinnen und Zahnärzte und unterstützt die Niederlassung mit einer Förderung. Auch kann eine bereits begonnene Facharztausbildung bei Zusage zur Niederlassung in Guben weiter unterstützt werden.Hier finden Sie die Förderrichtlinie der Stadt Guben.

Ab 01.02.2022 neue BEL II Höchstpreise für gewerbl. und paxiseigene Laboratorien im Land Brandenburg

Nach Mitteilung der Mitteldeutschen Zahntechniker-Innung (MDZI) sind mit den Landesverbänden der Krankenkassen/Ersatzkassen nunmehr neue Höchstpreise für die zahntechnischen Laboratorien für das Jahr 2022 vereinbart worden.

Die neue BEL II Höchstpreisliste steht Ihnen auf unserer Homepage – www.kzvlb.de – unter der Rubrik SERVICE / Downloadcenter / Abrechnung bzw. EDV in verschiedenen Formaten zum Download zur Verfügung.

 

Bitte beachten Sie die „Lieferdatum“-Basis für die Berechnung der Laborpreise:

Als Lieferdatum und Stichtag für die Berechnung der Laborpreise für das gewerbliche Labor gilt der Tag der Lieferung des fertiggestellten zahntechnischen Werkstücks an die Praxis. Hintergrund der Regelung ist, dass Labore ggf. nicht täglich Rechnungen erstellen. Insoweit können Lieferdatum und Rechnungsdatum abweichen.

Als Lieferdatum und Stichtag für die Berechnung der Laborpreise für das praxiseigene Labor gilt der Tag der Eingliederung.

 

Ihre Ansprechpartnerinnen zu Abrechnungsfragen

ZE-Abrechnung:
Christina Schlomm       (0001  bis    1757)   Tel.: 0331 2977-102,  abrechnung.ZE1(at)kzvlb.de
Margit More-Krüger       (1758  bis    2912)   Tel.: 0331 2977-146,  abrechnung.ZE7(at)kzvlb.de
Sibylle Grabbert            (2913  bis  89999)   Tel.: 0331 2977-178,  abrechnung.ZE8(at)kzvlb.de

KFO-Abrechnung:          Ute Schönefeld   Tel.: 0331 2977-263,  abrechnung.KFO(at)kzvlb.de

KB/PAR-Abrechnung:    Manuela Latzo     Tel.: 0331 2977-177,  abrechnung.KB(at)kzvlb.de

 

 

 

 

Juliane Kukel, Telefon: 0331 2977-317, juliane.kukel@kzvlb.de

Ausnahmeregelungen für den ZE-Bonusanspruch

Nach Mitteilung der KZBV gab es zu nachstehender Vorschrift über das einmalige Versäumnis beim 10-Jahres-Bonusnachweis unterschiedliche leistungsrechtliche Interpretationen.

§ 55 Abs. 1 Satz 7 SGB V:

„In begründeten Ausnahmefällen können die Krankenkassen abweichend von Satz 5 und unabhängig von Satz 6 die Festzuschüsse nach Satz 2 auf 75 Prozent erhöhen, wenn der Versicherte seine Zähne regelmäßig gepflegt und in den letzten zehn Jahren vor Beginn der Behandlungen die Untersuchungen nach Satz 4 Nummer 1 und 2 nur mit einer einmaligen Unterbrechung in Anspruch genommen hat.“

Im Hinblick auf den Wortlaut und die genannte Intention könnte es nachvollziehbarerweise grundsätzlich als unerheblich angesehen werden, in welchem Jahr innerhalb des 10-Jahres-Zeitraums die einmalige „Fehlzeit“ liegt.

Demgegenüber gehen die Krankenkassen nach Angaben des GKV-Spitzenverbands im Wege einer Stufenprüfung vor, wobei im ersten Schritt zunächst geprüft wird, ob dem betreffenden Versicherten der sog. „kleine Bonus“ zustehe, der den Festzuschuss auf 70 % erhöht und nach 5 Jahren ununterbrochener Untersuchungen erreicht werden kann. Für diesen Bonus gilt die Ausnahmeregelung (unstreitig) nicht. Ist rückblickend vom Zeitpunkt der Behandlung an betrachtet in den 5 Jahren unmittelbar vor Behandlungsbeginn eine der Untersuchungen ausgeblieben, könne es keinen Bonus geben. Eine Prüfung des § 55 Abs. 1 Satz 7 SGB V finde in diesen Fällen dann nicht mehr statt.

Nunmehr ist vonseiten der Rechtsaufsicht die Interpretation des GKV-Spitzenverbands bestätigt worden, wonach die besagte „Fehlzeit“ rückblickend zwingend in den Jahren 6 bis 10 vor der Behandlung liegen müsse.

Vor dem Hintergrund, dass die leistungsrechtliche Entscheidung im Einzelfall immer Aufgabe der Krankenkasse ist, bitten wir Sie um entsprechende Beachtung bei der Auskunftserteilung gegenüber Ihren Patienten!

Einmaliges Versäumnis der Bonusuntersuchung im 10-Jahres-Zeitraum

  • Regelung nach § 55 Abs. 1 Satz 7 SGB V
  • Die fehlende Bonusuntersuchung darf lt. GKV-Spitzenverband nicht in den ersten 5 Jahren vor dem Behandlungsbeginn liegen, sondern fällt in die Jahre 6 bis 10 vor der Behandlung.
  • Es muss ein begründeter Ausnahmefall vorliegen.
  • Eine ggf. im Jahr 2020 fehlende Untersuchung wird hierbei nicht mitgezählt.
  • Die Leistungsentscheidung obliegt der Krankenkasse.

 

Ausnahmeregelung für das Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie

  • Gemäß § 55 Abs. 1 Satz 6 SGB V entfällt die Erhöhung der Festzuschüsse nicht aufgrund einer Nichtinanspruchnahme der Bonusuntersuchungen im Kalenderjahr 2020.

 

Die KZBV-Patienteninformation „Das Bonusheft – Spart bares Geld beim Zahnersatz“ wird dem nächsten Rundschreiben als Anlage beigefügt. Weitere Informationen hierzu finden Sie u. a. auf der Homepage der KZBV.

AU per Videosprechstunde bei vulnerablen Gruppen möglich

Gemäß § 4 Abs. 5 der am 19.01.2022 in Kraft getretenen AU-Richtlinie ist die erstmalige Feststellung der Arbeitsunfähigkeit mittels Videotherapie für einen dem Vertrags(zahn)arzt

  • unbekannten Versicherten bis zu drei Kalendertage und für
  • bekannte Versicherte bis zu sieben Kalendertage

möglich, wobei diese Regelung im vertragszahnärztlichen Bereich nur auf die vulnerablen Patientengruppen anwendbar ist.

Weitere Informationen zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und zur elektronischen AU sowie die aktuelle AU-Richtlinie finden Sie hier auf unserer Homepage.

 

Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Abrechnung der Erstbefüllung einer ePA

Mit unserer Vorstandsinformation 28/2021 hatten wir Sie über die Vereinbarung nach § 346 Abs. 6 SGB V zwischen GKV-Spitzenverband, KBV, DKG und KZBV zur Erstbefüllung einer elektronischen Patientenakte (ePA) für das Jahr 2021 informiert.

Gegenwärtig verhandeln KZBV und GKV-Spitzenverband gemäß dem gesetzlichen Auftrag über eine zukünftige BEMA-Vergütung zur sektorenübergreifenden Erstbefüllung von Patientenakten (zukünftige BEMA-Position ePA1).

Bis zu einer entsprechenden Neuregelung gelten nach Mitteilung der KZBV die bisherigen Bestimmungen fort, sodass Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte die ePA-Erstbefüllung bis auf Weiteresüber die Ordnungsnummer 646 gemäß Anlage 1 BMV-Z abrechnen können. Das gilt auch für den hierfür hinterlegten Betrag in Höhe von 10,00 Euro je Erstbefüllung, den der Gesetzgeber zunächst (nur) für das Jahr 2021 festgelegt hatte.

Bitte beachten Sie, dass die Erstbefüllung auf Verlangen und mit dem Einverständnis des Patienten erfolgt. Die ePA wird mit medizinischen Daten bezogen auf den aktuellen Behandlungskontext befüllt. Die Pauschale kann nur von einem Leistungserbringer (entweder Arzt oder Zahnarzt) und nur einmal abgerechnet werden.

 

Umfangreiche Informationen zur elektronischen Patientenakte finden Sie auf der KZBV-Homepage

 

Ihre Ansprechpartnerin zur KCH-Abrechnung

Barbara Ulrich, Telefon: 0331 2977-145, abrechnung.KCH(at)kzvlb.de

Digitaler Ausweis "Befreiung von Zuzahlungen" bei AOK Versicherten

Die AOK Nordost informierte uns darüber, dass Versicherte der AOK-Gemeinschaft ihren Status über die Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung (z. B. für verordnete Arzneimittel) ab Mitte Februar 2022 auch digital in der „Meine AOK-App“ vorzeigen können (vgl. AOK-Muster/Patientendaten sind frei erfunden).

Der digitale Befreiungsausweis besitzt die gleiche Gültigkeit, wie der bisherige Nachweis in Papierform und ist diesem gleichzusetzen.

Bitte beachten Sie, dass diese Zuzahlungsbefreiung nur in Verbindung mit der eGK gültig ist und nicht bei der Versorgung mit Zahnersatz/Zahnkronen (Härtefallregelung) zur Anwendung kommt!

Maskenlieferung

Die vorbestellten Masken des Bundesgesundheitsministeriums kommen in der nächsten Woche zur Auslieferung. Für jede Praxis, die ihre Lieferung persönlich in der KZV abholen kann/möchte, sind die Mitarbeiterinnen der Inneren Verwaltung der KZVLB sehr dankbar.

Praxen, die noch nicht bestellt haben, können dies noch nachholen. Bestellungen und Anmeldungen zur Selbstabholung bitte an: info(at)kzvlb.de.

Bestellformular

Fusionen und Kassenänderungen

Abrechnungstechnische Fusion der SVLFG zum 01.04.2022

Derzeit erfolgt die Abrechnung der vertragszahnärztlichen Leistungen für die SVLFG über 9 unterschiedliche Institutionskennzeichen bzw. Kassennummern im BKV.

Zum 01.04.2022 werden durch eine sog. technische Fusion die Abrechnungen der geltenden IKen der SVLFG auf ein zentrales IK zusammengefasst.
Das zentrale IK lautet: 105508787.

Im Bundeseinheitlichen Kassenverzeichnis werden folgende Kassennummern:
0609049
1308719
2108731
3708773
5508890
8008880
8608820
9008837
ab diesem Zeitpunkt automatisch umgelenkt auf die Kassennummer 5508787.

Beispiel:

 BKV-Nummer bis 31.03.2022BKV-Nummer ab 01.04.2022
SVLFG (IK: 100609049; Wohnort des Versicherten im Land Brandenburg – 53)153060904930153550878720

Durch diese Fusion wechselt der Kassensitz in den KZV-Bereich Hessen (20).

Alle in Umlauf befindlichen elektronischen Gesundheitskarten (eGK) der SVLFG behalten weiterhin ihre Gültigkeit und werden sukzessive erst nach Zertifikationsablauf ausgetauscht.


DAK – zentrale Telefonnummer

Wie uns die DAK mitteilt, können Zahnarztpraxen bundesweit folgende DAK Rufnummer anwählen.
040 325 325 725
Unter dieser Rufnummer erreicht man direkt das Fachzentrum Dental.

Für allgemeine Fragen steht auch jedes Kundenzentrum der DAK zur Verfügung.
040 325 325 555

Abrechnung PAR Februar 2022: neues Update der PVS-Hersteller

Wegen eines Fehlers im Sendemodul der KZBV, das in die Abrechnungssoftware der Praxisverwaltungssysteme (PVS) integriert sein muss, konnten ca. 20 % der für Januar 2022 eingereichten PAR-Abrechnungsdateien nicht verarbeitet werden.

Dieser Fehler tritt bei den Fällen auf, für die kein Parodontalstatus an das Sendemodul übergeben werden muss. Die aktuell betroffenen Praxen wurden informiert.

Für die Übergabe des Parodontalstatus gilt folgendes:

Der Parodontalstatus ist nur mit den Leistungen 4 (Befunderhebung), ATG, MHU und AIT zwingend einzutragen. Ausnahme: Behandlung nach § 22a SGB V.

Bei den Befundevaluationen nach AIT (BEVa) sowie nach CPT (BEVb) ist der in diesem Zusammenhang erhobene Status nicht an das Abrechnungsmodul zu übergeben.

Fälle ohne Übergabe des Parodontalstatus wird es bald in jeder Praxis, in der PAR-Fälle behandelt werden, geben. Deshalb ist es für alle Praxen, die PAR abrechnen, auch wenn sie bisher verarbeitbare PA-Datei eingereicht haben, erforderlich, das neue Update ihres PVS-Herstellers baldmöglichst einzulesen.

Setzen Sie sich ggf. mit Ihrem PVS-Hersteller diesbezüglich in Verbindung.

Das korrigierte Sendemodul wurde den PVS-Herstellern am 13.01.2022 zur Verfügung gestellt.

 

Pamela Funk, Telefon: 0331 2977-180, pamela.funk(at)kzvlb.de
Hildegard Feiten, Telefon: 0331 2977-107, hildegard.feiten(at)kzvlb.de

Aktuelle Fehler beim Einlesen von Gesundheitskarten der Generation 2.1

Die gematik untersucht derzeit verschiedene Fehlerbilder im Zusammenspiel neuer Gesundheitskarten eGK G2.1 mit dem Kartenterminal ORGA 6141 online der Firma Wordline Healthcare GmbH (vormals Ingenico Healthcare GmbH).

Es werden drei Fehlerbilder beobachtet:

1. Das Kartenterminal „hängt sich auf“ bzw. restartet automatisch
2. Der Fehler "C2C-Authentisierung" wird angezeigt („Remote SMC-B“)
3. Der Fehler „Keine freigeschaltete SMC-B“ wird angezeigt

Nach aktueller Kenntnis ist davon auszugehen, dass die Probleme ursächlich durch eine elektrostatische Aufladung der elektronischen Gesundheitskarte eGK G2.1 ausgelöst werden. Die Stärke des Entladepulses beim Stecken einer eGK in ein Kartenterminal, die dieses Problem auslöst, hängt nicht nur von der Art der eGK ab, sondern auch von der Umgebung z.B. Art des Fußbodenbelags und wird darüber hinaus sogar von Witterungsverhältnissen wie trockener Winterluft begünstigt.

Träger dieser elektrostatischen Aufladung ist in der Regel der Versicherte. Vor den Corona-Hygienemaßnahmen wurde die notwendige Entladung häufig durch die Übergabe der eGK an die Mitarbeiter in der Anmeldung erreicht. Seitdem der Versicherte die eGK selbständig ins Kartenterminal steckt, findet die Entladung im Kartenterminal statt.

Um elektrostatische Aufladung der eGK zu vermeiden, sollte geprüft werden, ob die eGK vor dem Steckvorgang außerhalb des Kartenterminals entladen werden kann, und in der Einrichtung Umgebungsbedingungen angepasst werden können, die eine elektrostatische Aufladung der Versicherten oder auch der Mitarbeiter begünstigen.

Bei dem Auftreten der o.g. Fehlersituation sollten die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Für das ORGA 6141 Kartenterminal steht mit der Version 3.8.1. eine neue Firmware zur Verfügung, die das ursächliche Problem zwar nicht behebt, aber das Terminal wieder betriebsfähig macht, indem im Fehlerfall ein automatischer Restart durchgeführt wird. Es sollte sichergestellt werden, dass alle im Betrieb befindlichen Kartenterminals auf diesen Firmware-Stand aktualisiert wurden.
  •  Nach dem (automatischen) Neustart des Gerätes, sollte erneut versucht werden, die eGK einzulesen.
  •  Sollte es dauerhaft nicht möglich sein, an betroffenen Kartenterminals eGKs einzulesen, so sollte das Primärsystem neu gestartet werden.
  • Nach Möglichkeit sollte die Institutionskarte SMC-B in einem separaten Kartenterminal verwendet werden, in dem keine eGK Steckvorgänge stattfinden. Dadurch ist im Fehlerfall eine erneute Freischaltung der SMC-B nicht notwendig.

Bitte beachten Sie, dass die Fehlerbilder sich zum Teil überlagern. Die elektrostatische Aufladung bedingt insbesondere das Problem 1. Die beiden anderen Probleme sind häufig Folgeprobleme. Sie können aber auch unabhängig von dem Problem 1 auftreten.

Eine Entladung kann durch Berührung der Karte mit einem geerdeten Metallgegenstand (z.B. Heizung) durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie auch die Informationen und die Diskussionen zu diesen Fehlerbildern in der gematik gemmunity

 

Zitat der gematik vom 17. Januar

"Es ist uns bewusst, dass das Problem im Praxisbetrieb erheblich stört. Wir arbeiten mit Hochdruck - zusammen mit den Industriepartnern - an einer Lösung und werden über weitere Erkenntnisse in der gemmunity und über das Fachportal informieren."

Corona-Sonderregelungen bis 31.03.2022 verlängert

Angesichts des anhaltend dynamischen Infektionsgeschehens hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die bestehenden Corona-Sonderregelungen bis zum 31.03.2022 verlängert. Neben der im ärztlichen Bereich u. a. weiter geltenden Ausnahmeregelung zur AU-Bescheinigung am Telefon bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege sind im zahnärztlichen Bereich folgende Regelungen betroffen:

Die Verordnung von Krankentransporten und Krankenfahrtenbleibt nach telefonischer Anamnese möglich. Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten (insbesondere auch zahnärztlichen) Behandlungen von nachweislich an COVID-19-Erkrankten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen keiner vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse.

Im Rahmen der Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte ist das Ausstellen von Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese und deren postalische Übermittlung an den Patienten sowie die Videobehandlung in der Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie möglich. Zudem bleibt die Vorgabe, wonach Verordnungen von Heilmitteln bei einer Unterbrechung der Leistung von mehr als 14 Tagen ihre Gültigkeit verlieren, weiterhin ausgesetzt.