Umfrage zum Ablauf der Bezirksstellenversammlungen

Sind die Bezirksstellenversammlungen noch zeitgemäß oder soll das Format modernisiert werden?

Sagen Sie Ihre Meinung, indem Sie sich an unserer Umfrage beteiligen. 

Hier geht es zum Fragebogen.

Damit regionale Änderungswünsche Berücksichtigung finden, teilen Sie uns bitte ihre Bezirksstelle mit.

Die Umfrage endet am 20. August 2021.

PAR-Behandlung ab dem 01.07.2021: Abrechnungsformular

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat ein Abrechnungsformular zur PAR-Therapie in Form einer beschreibbaren PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Diese finden Sie hier.

Sollten Sie nicht auf die vollständige Integration der neuen PAR-Richtlinie durch Ihren Praxissoftware-Hersteller warten wollen, können Sie das Formular übergangsweise für die Abrechnung der systematischen PAR-Therapie und der Behandlung von Versicherten nach § 22a SGB V nutzen.

Wir bitten Sie, das Abrechnungsformular nach dem Ausfüllen auszudrucken und zusammen mit einer Kopie von Blatt 2 des PAR-Status sowie bei Abrechnung einer CPT die Kopie der „Mitteilung CPT“ zu übersenden. Bei Versicherten nach § 22a SGB V ist die „Anzeige einer Behandlung von Parodontitis“ als Kopie der Abrechnung beizulegen.

Bitte beachten Sie, dass bei dieser manuellen Papier-Abrechnung zusätzliche Verwaltungsgebühren nach der Satzung der KZV Land Brandenburg anfallen.

 

Alternativ empfehlen wir die Online-Erfassung über unser Erfassungsportal (erreichbar ebenfalls nach Anmeldung am Verwaltungsserver der KZVLB unter: „Zum Erfassungsportal brandenburg.kzv.de“), oder Sie stellen die Abrechnung der neuen PAR-Fälle zurück, bis Ihre Praxissoftware die elektronische Abrechnung ermöglicht.

PAR-Behandlung ab 01.07.2021

Am 1. Juli 2021 traten die neue PAR-Richtlinie, die entsprechend angepasste und um die Behandlungsmöglichkeit vulnerabler Gruppen erweiterte Behandlungsrichtlinie sowie zahlreiche neue BEMA-Leistungen in Kraft. Des Weiteren sind neue Formulare zu verwenden.

 

PAR-Behandlungsstrecke ab 01.07.2021

Die Beantragung der PAR-Leistungen über den neu gestalteten Vordruck Parodontalstatus Blatt 1 und 2 erfolgt künftig nach der Beurteilung des Schweregrades, der Komplexität und des Ausmaßes der Verteilung (Staging), der direkten und indirekten Progression sowie der Risikofaktoren im Sinne der Gradeinteilung (Grading). Die Anamnese bestimmt durch ihre Risikoadjustierung dann die Frequenz der unterstützenden Parodontalbehandlung (UPT). Somit steht dem Patienten nach der Diagnosestellung erstmalig eine komplexe Behandlungsstrecke zur Verfügung.

 

Die Erstfassung der PAR-Richtlinie wird im nächsten Rundschreiben als Anlage beigefügt und in das Handbuch der KZVLB als neue Rubrik II-14 eingestellt.

 

Neue BEMA-Leistungen

Am 04.06.2021 teilte uns die KZBV mit, dass der Beschluss des Bewertungsausschusses für die zahnärztlichen Leistungen vom 30.04.2021 vom BMG nicht beanstandet wurde. Die neuen bzw. geänderten BEMA-Leistungen entnehmen Sie bitte dem im nächsten Rundschreiben als Anlage beigefügten BA-Beschluss zur Umsetzung der PAR-Richtlinie (Handbuch, Rubrik III-3.1.1).

 

Übergangsregelungen

  • PAR-Behandlungen, die vor dem 01.07.2021 begonnen und bei denen bereits Leistungen nach den BEMA-Nrn. P 200 bis P 203 erbracht wurden, sind weiterhin nach „altem Recht“ durchzuführen und abzurechen. Das gilt auch für ggf. erforderliche Therapieergänzungen (Antrag und Genehmigung nach „altem Recht“).
  • PAR-Behandlungen, die vor dem 01.07.2021 beantragt und genehmigt wurden, bei denen bis dahin aber noch keine Leistungen nach den BEMA-Nrn. P 200 bis P 203 erbracht wurden, sind nach „neuem Recht“, mit neuem PAR-Formular, neu bei der Krankenkasse zu beantragen.
  • PAR-Behandlungen, die ab dem 01.07.2021 geplant werden, müssen ausschließlich nach den neuen Regelungen beantragt, durchgeführt und abgerechnet werden.

 

Abrechnung

  • Die erste Abrechnung erfolgt frühestens nach Abschluss der AIT (Monatsabrechnung).
  • Ab diesem Zeitpunkt ist jede weitere Leistung monatlich abrechenbar.
  • Zu jeder Leistung ist der Behandlungstag anzugeben.

 

Neue Formulare

Für die neue PAR-Behandlungsstrecke wurde ein neuer PAR-Status (Blatt 1 und Blatt 2) vereinbart, welcher ab dem 01.07.2021 gültig und ab diesem Zeitpunkt für alle Behandlungsplanungen zu verwenden ist.

  • Vordruck 5a - Parodontalstatus Blatt 1
  • Vordruck 5b - Parodontalstatus Blatt 2

 

Für die gemäß § 12 Abs. 1 der PAR-RL erforderliche Mitteilung an die Krankenkasse, dass zusätzlich zur antiinfektiösen Therapie (AIT) eine chirurgische Therapie (CPT) notwendig ist, gibt es ab 01.07.2021 den neuen Vordruck 5c der Anlage 14a BMV-Z.

  • Vordruck 5c - Mitteilung über eine chirurgische Therapie (offenes Vorgehen)

 

Bei der Erhebung eines Parodontalen Screening-Indexes (PSI) erhält der Versicherte eine Information über das Untersuchungsergebnis, den möglichen Behandlungsbedarf, die Notwendigkeit zur Erstellung eines klinischen und röntgenologischen Befundes sowie zur Stellung der Diagnose. Diese Information erfolgt auf dem Vordruck 11 der Anlage 14a BMV-Z.

  • Vordruck 11 - Ergebnisse Parodontaler Screening-Index (PSI)

 

Aufgrund der umfangreichen Änderungen in die Datenstrukturen der Praxisverwaltungssysteme können die neuen Formulare von den PVS-Anbietern vorerst (Übergangszeitraum bis voraussichtlich Oktober) nur als digital ausfüllbare pdf-Dokumente für die Beantragung der PAR-Behandlung zur Verfügung gestellt werden. Weitere Hinweise hierzu folgen in Kürze!

 

ACHTUNG: Eine Erstausstattung der neuen Formulare in Papierform erhalten alle Praxen bis Ende Juni im Rahmen eines Sonderrundschreibens automatisch von der KZVLB.

 

PAR-Behandlung für Versicherte nach § 22a SGB V außerhalb der PAR-RL

Versicherte, die einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI zugeordnet sind oder Eingliederungshilfe nach § 99 SGB IX erhalten

  • und bei denen die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Mundhygiene nicht oder nur eingeschränkt gegeben ist,
  • oder die einer Behandlung in Allgemeinnarkose bedürfen,
  • oder bei denen die Kooperationsfähigkeit nicht oder nur eingeschränkt gegeben ist,

können aufgrund vertragszahnärztlicher Entscheidung anstelle der systematischen Behandlung gemäß der PAR-Richtlinie ab 01.07.2021 Leistungen in einem bedarfsgerecht modifizierten Umfang zur Behandlung einer Parodontitis erhalten.

Die Behandlung ist der Krankenkasse anzuzeigen. Das Antrags- und Genehmigungsverfahren entfällt.

Bei diesen Patienten werden (soweit möglich) Anamnese und Diagnostik sowie eine antiinfektiöse Therapie durchgeführt. Ist eine Behandlung in Allgemeinnarkose notwendig, kann bei Sondierungstiefen von 6 mm oder mehr anstelle der AIT im Ausnahmefall auch ein chirurgisches Vorgehen gewählt werden. Nach der Behandlung erhalten die Patienten eine gezielte strukturierte Nachsorge über zwei Jahre.

 

Den G-BA-Beschluss zur Behandlungsrichtlinie: Behandlung von Parodontitis bei Versicherten nach § 22a SGB V außerhalb der systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen können Sie hier  einsehen.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Sonderseite PAR ab 01.07.2021

 

Zahlreiche Informationen und vor allem aktuelle Videos zur Erläuterung der neuen Regelungen finden Sie auf der Homepage der KZBV .

 

Ihre Ansprechpartnerinnen zu Abrechnungsfragen:

KCH-Abrechnung:  Barbara Ulrich,   Telefon: 0331 2977-145, abrechnung.KCH(at)kzvlb.de
PAR-Abrechnung:  Manuela Latzo,   Telefon: 0331 2977-177, abrechnung.PA(at)kzvlb.de

Aufbewahrungsfristen

Die Übersicht über die Aufbewahrungsfristen wurde hinsichtlich der Konformitätserklärung aktualisiert.

Bedarfsplanung in Brandenburg – Stand 31.12.2020

Die Bedarfsplanung erfolgt auf der Grundlage der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung in der vertragszahnärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungsrichtlinie) in der jeweils gültigen Fassung.

Zum Zwecke der Bedarfsplanung sind von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen umfassende und vergleichbare Übersichten über den Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung am 31. Dezember eines jeden Jahres, und zwar jeweils bis zum 30. Juni des folgenden Jahres, zu erstellen.

Der gemeinsame Landesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen für das Land Brandenburg hat den von der KZV Land Brandenburg im zahnärztlichen und kieferorthopädischen Bereich erstellten Bedarfsplänen und Planungsblättern mit Stand 31.12.2020 zugestimmt.

Für die Erstellung wurden die im Januar 2020 vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit Stand Dezember 2019 veröffentlichte Statistik zum Bevölkerungsstand verwendet. Für den allgemein bedarfsgerechten Versorgungsgrad in der zahnärztlichen Versorgung ist für die Planungsbereiche Cottbus und Potsdam die Verhältniszahl 1:1.280, für die übrigen Planungsbereiche 1:1.680 festgelegt. Im Bereich der kieferorthopädischen Versorgung wird die Altersgruppe 0 bis 18 Jahre berücksichtigt und die Verhältniszahl 1:4.000 festgelegt.

Eine Veröffentlichung finden Sie hier auf unserer Homepage.

Christiane Ariza, Ass. iur., Telefon: 0331 2977-334, zulassung(at)kzvlb.de
Jaqueline Swierczynski, Sachbearbeiterin, Telefon: 0331 2977-342, zulassung(at)kzvlb.de

Veröffentlichung der Übersichten nach § 95 Abs. 1b Satz 5 SGB V

Seit Einführung des § 95 Abs. 1b SGB V durch Inkrafttreten des TSVG am 11. Mai 2019 sind die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen gem. § 95 Abs. 1b Sätze 5 und 6 SGB V verpflichtet, umfassende und vergleichbare Übersichten zum allgemeinen bedarfsgerechten Versorgungsgrad und zum Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung am 31. Dezember eines jeden Jahres bis zum 30. Juni zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Übersichten sollen dem Zulassungsausschuss als Grundlage für die Ermittlung der Versorgungsanteile von Krankenhaus-MVZ dienen.

Die Übersichten der KZV Land Brandenburg zum allgemeinen bedarfsgerechten Versorgungsgrad und zum Stand der vertragszahnärztlichen Versorgung mit Stand 31.12.2020 finden Sie hier auf unserer Homepage.

 

Christiane Ariza, Ass. iur., Telefon: 0331 2977-334, zulassung(at)kzvlb.de
Jaqueline Swierczynski, Sachbearbeiterin, Telefon: 0331 2977-342, zulassung(at)kzvlb.de

Hinweise zur TI

„eGKo-Prüfung“ (eGKo=elektronische GesundheitsKarte online)

Die KZVen sind in der Pflicht, regelmäßig zu überprüfen, ob der Versichertenstammdatenabgleich (VSDM) beim Stecken der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) der Patienten in den Praxen durchgeführt wird.

Das geschieht durch die Auswertung der übermittelten eGKo-Gebühren innerhalb ihrer Abrechnungen (siehe auch Vorstandsinformation RS 15/2020).

Wir bitten Sie daher, die Gebührenstatistik (Leistungsspiegel), die ihr Praxisverwaltungssystem (PVS) zur Verfügung stellt, auch in Hinblick auf die fiktiven Gebühren eGKo1 bis eGKo6 im Auge zu behalten.

Vorrangig sollten die eGKo-Gebühren 1 und 2 auftreten!

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie daran erinnern, uns TI-Störungen zu melden,die Sie daran hindern, den VSDM ordnungsgemäß durchzuführen und in deren Ergebnis die Gebührenstatistik überdurchschnittlich viel eGKo-Gebühren der Kategorie 3, 5 und 6 erzeugen würde.

Melden Sie bitte diese Störung auf dem Verwaltungsserver der KZVLB unter „eGK-Online-Rollout“ => „Meldung TI-Störung“ UNDbeheben Sie die Störung ggf. mit Hilfe Ihres TI- Dienstleisters.

Hinweis:

Bei der Verwendung eines mobilen Kartenterminals (mob.KT) wird KEIN Versichertenstammdatenabgleich durchgeführt, daher werden für diese Fälle auch KEINE eGKo-Gebühren erzeugt.

Da Sie zur Durchführung des Versichertenstammdatenabgleiches (VSDM) verpflichtet sind, werden Fälle aus der Verwendung eines mobilen KT daher in der Regel nur in Verbindung mit Besuchsgebühren akzeptiert.

 

Refinanzierung Upgrade auf ePA-fähigen Konnektor

Neben dem schon bisher refinanzierbaren Upgrade vom VSDM-Konnektor auf den eHealth-Konnektor (PTV3) können Sie jetzt auch das Folge-Upgrade vom eHealth-Konnektor auf den ePA-fähigen Konnektor (PTV4) refinanzieren (ePA steht hier für elektronische Patientenakte).
 

Bitte beachten Sie:

Die Refinanzierung des Konnektor Upgrades umfasst jeweils zwei Teile.

Der Anspruch auf die Pauschalen besteht erst dann, wenn auch die jeweilige Anwendung im Wirkbetrieb vorgehalten wird:
 

PTV3 (eHealth):         Upgrade Konnektor 380 Euro + Update PVS 150 Euro = 530 Euro
PTV4 (ePA):               Upgrade Konnektor 400 Euro + Update PVS 150 Euro = 550 Euro

Hinweis:

Wenn Sie ein Konnektor-Upgrade installiert, aber aufgrund des Bestelldatums Ihres Konnektors keinen Anspruch auf die Erstattung der Update-Pauschale haben, so stellen Sie bitte trotzdem einen Antrag, um zumindest den Zuschlag zu den monatlichen Betriebskosten sowie ggf. die Pauschale für das Update des PVS zu erhalten.

(Auszug aus der Pauschalenvereinbarung: „Solange ein ePA-fähiger-Konnektor von den Herstellern nicht geliefert werden kann, besteht die Möglichkeit, eHealth-Konnektoren auszuliefern. Sobald von der gematik zugelassene Updates für die Konnektor- Funktionen NFDM/eMP oder/und ePA eines Herstellers zur Verfügung stehen, hat der Dienstleister vor Ort (DVO) bzw. der Konnektor-Anbieter diese den anspruchsberechtigten Zahnärzten und Einrichtungen unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Die Vertragspartner gehen davon aus, dass ein unverzügliches Nachrüsten der Funktionen durch Updates kostenlos erfolgen soll.“)

Wir wissen, dass die Einführung und Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur komplex, teilweise kompliziert und aufwändig ist, immer wieder neue Regelungen, Festlegungen und Termine hinzukommen. Falls Sie daher Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, unsere Hotline in Anspruch zu nehmen:

 

TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.de

Modulversionen für das Abrechnungsquartal II/2021 und die monatlichen Abrechnungen Juli 2021

Einen Link zu den aktuellen Abrechnungs- Modulversionen der KZBV finden Sie auf der Seite der KZVLB nach dem LogIn zur Online-Abrechnung unter dem Menüpunkt „Abrechnung“ in der ersten Zeile der Upload-Tabelle.

Direkt abrufbar auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (www.kzbv.de) unter der Rubrik „Telematik und IT“ (im Bereich „Zahnärzte“).

Ebenfalls dort finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“, die Sie einsehen und downloaden können.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen Juli 2021 ist der 25.06.2021.

Die KCH- und KFO- Abrechnungen für das II. Quartal 2021 können wie immer ab dem 16.06. übermittelt werden.

(Hinweis: Die monatlichen Abrechnungen August 2021 können vorfristig ab dem 22.07.2021 hochgeladen werden.

Wir bitten um unbedingte Einhaltung des Abgabetermins (12.07.2021) !

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul4.9Abrechnung II. Quartal 202
 (5.0einzusetzen ab 01.07.2021)
KFO-Abrechnungsmodul5.1Abrechnung II. Quartal 2021
 (5.2einzusetzen ab 01.07.2021)
KBR-Abrechnungsmodul4.3Leistungen bis 30.06.2021
 (4.4einzusetzen ab 01.07.2021)
ZE-Abrechnungsmodul5.7einzusetzen seit 01.04.2021
PAR-Abrechnungsmodul3.0Leistungen bis 30.06.2021
 (4.0einzusetzen ab 01.07.2021)
Sendemodul1.9einzusetzen ab 01.07.2021

Die Vers.-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist seit dem 01.01.2021 die 5.3.

 

Die KZBV teilt zu den Moduländerungen mit:

1. Auf Fallebene wurde ein neuer Feststellungscode aufgenommen:

"785 Kein DTA möglich!: Fehler Konnektorversion in Zeile 8 Zahnarzt-/Praxis- Id.-Datei"

2. Für weitere KZVen wurde zu den Leistungen 13e-h die Prüfung auf das Patientenalter (Fehlercode 442 auf Leistungsebene) aufgenommen. Diese Prüfung erfolgt somit für alleKZVen, mit Ausnahmeder KZVen Nordrhein, Hessen und Schleswig-Holstein.

3. Auf Leistungsebene wurde der Feststellungscode 534 geändert:

alt:       „534    Anzahl fehlt, hat den Wert Null oder enthält nicht-numerisches Zeichen"

neu:     „534    Anzahl fehlt oder fehlerhaft"

4. Die Angabe der Art des gültigen Anspruchsnachweises "4" (kein direkter Zahnarzt- Patienten-Kontakt) ist künftig auch für die Leistungen 7700, 7750 und 602 möglich.

 

Der Vorstand der KZBV teilt außerdem zur neuen PAR-Richtlinie mit:

„ -Einführung zum 01.07.2021, aber aktuell keine Berücksichtigung im PVS-

Trotz aller Bemühungen der KZBV und der Hersteller der Praxisverwaltungssysteme (PVS) wird es den PVS-Herstellern leider nicht möglich sein, den Zahnarztpraxen die Umsetzung der neuen PAR-Richtlinie zum 01.07.2021 auch technisch vollständig zu ermöglichen. Der neue Ablauf der systematischen PAR-Behandlung sowie die hiermit einhergehenden neuen Leistungen und das neue Abrechnungsverfahren erfordern einen umfangreichen und tiefgreifenden Eingriff in die Datenstrukturen der PVS und somit einen enormen Entwicklungsaufwand. Die zur Verfügung stehende Zeit reicht nicht aus, um sämtliche Prozesse und Datenbankanwendungen zum Stichtag 01.07.2021 pünktlich neu zu programmieren. Gemeinsam mit den PVS-Herstellern wird angestrebt, dass eine Zurverfügungstellung der neuen PAR-Module und der im PVS integrierten Blanko-Formulare zum Ausdrucken flächendeckend zum Oktober 2021 erfolgt.

Unabhängig davon können die neuen Leistungen natürlich ab dem 01.07.2021 bereits geplant, erbracht und abgerechnet werden. Die KZBV bemüht sich derzeit gemeinsam mit den PVS-Herstellern darum, für diesen Übergangszeitraum digital ausfüllbare pdf- Dokumente (Formulare) für die Beantragung der PAR-Behandlung nach neuem Recht zur Verfügung zu stellen, damit diese – soweit möglich – zum Teil mithilfe des PVS ausgefüllt und ausgedruckt werden können…“

Für Nutzer des Erfassungsportals auf brandenburg.kzv.de

(oder über unseren Verwaltungsserver):

Für die Umsetzung der neuen PAR-Richtlinie wurde die Online-Erfassungsmaske für PA überarbeitet.
Dreh- und Angelpunkt in der PA-Erfassungsmaske ist das Behandlungsplandatum. Wenn dort ein Datum größer oder gleich 01.07.2021 eingegeben wird, springt die Maske in den neuen Modus.

Dietlind Sczepanski, Telefon: 0331 2977-110, dietlind.sczepanski(at)kzvlb.de

Meldungen von Abwesenheits- und Urlaubszeiten

Rechtzeitig vor Beginn der Urlaubssaison möchten wir Sie daran erinnern, die Versorgung Ihrer Patienten zu regeln, solange Sie aufgrund Ihres wohlverdienten Urlaubes an der Ausübung Ihrer Tätigkeit in Ihrer Praxis verhindert sind.

Ein Formular „Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung“ liegt der nächsten Vorstandsinformation bei und ist auch auf der Website www.kzvlb.de (Anträge und Formulare) zu finden.

Die Vertretung kann in Ihrer Praxis (Vertretung im Sinne von § 32 Zahnärzte-ZV) oder nach Abstimmung durch benachbarte Vertragszahnärzte („kollegiale Vertretung“) erfolgen. Denken Sie dann daran, die Vertretung außerhalb Ihrer Praxis den Patientinnen und Patienten in geeigneter Form bekanntzugeben. 

Gemäß § 32 Abs. 1 der Zahnärzte - ZV kann sich der Vertragszahnarzt bei Krankheit, Urlaub oder Teilnahme an zahnärztlicher Fortbildung oder an einer Wehrübung innerhalb von 12 Monaten bis zu einer Dauer von 3 Monaten, eine Vertragszahnärztin in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Entbindung bis zu einer Dauer von 12 Monaten, vertreten lassen (genehmigungsfrei).

Dauert die Vertretung länger als 1 Woche, bitten wir um entsprechende Mitteilung (anzeigepflichtig). Die länger als 3 bzw. 12 Monate dauernde Vertretung muss vorab beantragt werden. Ein entsprechendes Formular finden Sie ebenfalls im Downloadcenter der KZV.

Aufgrund der noch bestehenden Pandemielage möchten wir Sie auch darauf aufmerksam machen, uns coronabedingte Praxisschließungen oder Sprechstundenreduzierungen schriftlich anzuzeigen. Denken Sie daran, auch hier eine Vertretung und den Bereitschaftsdienst sicherzustellen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und eine erholsame Urlaubszeit!

Abteilung Zulassung/Register/Bereitschaftsdienst

Christiane Ariza Romero, Ass. iur., 0331- 2977-334

Daniela Knodel, 0331- 2977-153            

zulassung(at)kzvlb.de

FAX: 0331 2977 308

Urlaubsmeldungen der Vertragsgutachter

Bitte denken Sie an die Bekanntgabe Ihres Sommerurlaubs bei der KZV Land Brandenburg!

Um Verzögerungen im Gutachterverfahren zu vermeiden, werden die Urlaubsmeldungen der Vertragsgutachter etwa Mitte Juni 2021 an die hiesigen Krankenkassen weitergeleitet.

Ein Formular „Urlaubs-/Abwesenheitsmeldung“ finden Sie hier.

Die elektronische Patientenakte ePA

Zum Fachportal der gematik

Wie wir Ihnen per Sonderinformation mit der Vorstandsinformation RS 06/2021 vom 05.03.2021 bereits mitgeteilt hatten, gibt der Gesetzgeber mit § 341 SGB V vor, dass an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmende Zahnarztpraxen bis zum 30.06.2021 über die für den Zugriff auf die elektronische Patienakte (ePA) erforderlichen Komponenten und Dienste verfügen müssen. Ansonsten ist die Vergütung vertragszahnärztlicher Leistungen pauschal um 1 Prozent zu kürzen.

Technische Voraussetzungen sind dabei neben dem eHBA das ePA-Konnektor-Upgrade unddas ePA- Modul inkl. Integration in das Praxisverwaltungssystem (PVS), welches Sie vom PVS-Hersteller und/oder vom TI-Dienstleister angeboten bekommen sollten.

Ob das BMG von der Möglichkeit nach § 341 Abs. 6 SGB V Gebrauch macht, den Zeitpunkt der Sanktionierung zu verlängern, ist noch ungewiss.

Für das Vorhalten eines elektronischen Heilberufsausweises (eHBA)zum 30.06.2021 ist hingegen die Praxis zuständig - die KZVLB wiederum ist aufgrund der Antrags-, Nutzungs- und Sperrregelungen für den elektronischen Praxisausweis (SMC-B) verpflichtet zu prüfen, ob dieser vorhanden ist.

Die freigeschaltete und aktivierte Komponente eHBA ist daher zwingend erforderlich – bestellen Sie diese schnellstmöglich, falls nicht bereits geschehen, bei der Landeszahnärztekammer Brandenburg – notwendig vorerst einmal je Praxis.

Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass die eventuell noch vorhandenen freigeschalteten und aktivierten Heilberufsausweise der „Generation 0“ bis zum Ende ihrer Gültigkeit, längstens bis Ende 2023, eingesetzt werden können und in der TI unterstützt werden.

Für den eHBA steht den Zahnärzt*innen eine Finanzierungspauschale von 233,00 Euro (Einmalzahlung für fünf Jahre) zu, die Sie über die „Ergänzung“ zum Refinanzierungsformular auf dem Verwaltungsserver der KZVLB beantragen können. (Zahnärztinnen und Zahnärzte in diesem Sinne sind sowohl Vertragszahnärzte als auch angestellte Zahnärzte, die zur Erbringung vertragszahnärztlicher Leistungen berechtigt sind. Bei angestellten Zahnärzten gilt die Maßgabe, dass angestellte Zahnärzte mit einem Beschäftigungsumfang von jeweils mindestens 20 Stunden pro Woche berücksichtigt werden.)

Für die Komponente „Upgrade zum ePA-Konnektor (PTV4)“ wurde von der KZBV mit dem GKV-Spitzenverband eine Pauschale von 400,00 Euro vereinbart, die Anwendung „ePA inkl. Implementierung in das PVS“ wurde mit einer Pauschale von 150,00 Euro verhandelt. Zudem besteht der Anspruch auf eine zusätzliche monatliche Betriebskostenpauschale je Konnektorstandort ab Vorhalten der ePA-Komponenten in Höhe von 1,50 Euro.

Auch hier gilt das „Ergänzungs“-Verfahren zur Refinanzierung, sobald Sie die Komponenten installiert haben.

(Falls noch nicht geschehen, denken Sie bitte auch an die Refinanzierung des „Upgrade zum eHealth-Konnektor (PTV3)“, insofern Kosten für Sie angefallen sind.)

 

Einen Überblick über die gesamten verhandelten Pauschalen finden Sie  hier 

 

Hinweis: Sobald ein Anspruch auf die Pauschale für einen ePA-fähigen Konnektor besteht, wird auch eine Pauschale in Höhe von 595,00 Euro für ein weiteres stationäres Terminal gewährt (gem. § 2 Abs. 2 Anlage 11 BMV-Z).

 

Wir weisen nochmals darauf hin, dass Ansprüche auf Erstausstattungs- und Betriebskostenpauschalen innerhalb eines Jahres ab Anschluss an die Telematikinfrastruktur bzw. erstmaliger Nutzung der jeweiligen gesetzlichen Anwendung gegenüber der KZVLB geltend zu machen sind. Ansonsten gelten diese Ansprüche nach § 6 der Anlage 11 BMV-Z als verwirkt. Betriebskostenpauschalen können im Einzelfall nach diesem Zeitpunkt ab Kenntnis der KZVLB über das Vorhalten und der Inbetriebnahme der Komponenten und Dienste beansprucht werden.

 

E-Rezept

Das elektronische Rezept für apothekenpflichtige Arzneimittel startet am 01. Juli 2021 mit einer Testphase in der Fokusregion Berlin-Brandenburg. Die bundesweite Einführung schließt sich im 4. Quartal an.

Ab 2022 soll für apothekenpflichtige Medikamente von gesetzlich Versicherten das verpflichtende E-Rezept-Format umgesetzt sein.

Auf der neuen Website der gematik  gibt es Wissenswertes rund ums E-Rezept auf einen Blick. Patientinnen und Patienten können sich informieren, wie das E-Rezept in der Praxis ausgestellt und in der Apotheke eingelöst wird. Außerdem werden die wichtigsten Fragen rund um das E-Rezept beantwortet.

Das E-Rezept wird mit einer Einmalpauschale von 120,00 Euro und monatlichen Betriebskosten von 0,33 Euro gefördert.

 

KIM-FACHDIENST (Kommunikation im Medizinwesen)

(siehe auch Vorstandsinformation RS 05/2021)

Die TI-Anwendung KIM ist ein sicherer E-Mail-basierter Dienst, bei dem in einem geschlossenen Nutzerkreis Zahnärztinnen und Zahnärzte u.a. untereinander oder mit der KZV Daten austauschen können.

(https://fachportal.gematik.de/anwendungen/kommunikation-im-medizinwesen )

Der Gesetzgeber sieht vor, dass die eAU, die in Zukunft die herkömmliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ablöst, ab dem 01.10.2021 von jeder Zahnarztpraxis verpflichtend zu unterstützen ist.

Im ersten Schritt wird die eAU über den KIM-Dienst an die Krankenkasse digital versendet. (Voraussetzung für die Nutzung des KIM-Fachdienstes ist mindestens die Konnektorversion PTV3 (=eHealth-Konnektor)).

Für allgemeine Informationen zur Telematikinfrastruktur (TI) und den (medizinischen) Anwendungen der TI hat die KZBV speziell auf Zahnarztpraxen gerichtete Leitfäden zum Herunterladen zur Verfügung gestellt, so auch zum Fachdienst KIM.

(https://www.kzbv.de/kommunikation-im-medizinwesen-und-die.1387.de.html)

Der KIM-Fachdienst wird mit einer Einmal- Pauschale von 100,00 € und monatlichen Betriebskosten von 16,00 € gefördert.

 

weitere Informationen zur TI:

Rückgabe der Hardwarekomponenten nach Aufgabe der Praxistätigkeit

Wenn ein Konnektor dauerhaft außer Betrieb genommen wird, muss dieser zur Vermeidung von Missbrauch deregistriert und auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.

Dabei wird das Zertifikat der verbauten Sicherheitsmodulkarte (gSMC-K) gesperrt, womit der Konnektor unbrauchbar gemacht wird.

Die Vorgehensweise zur Außerbetriebnahme, Entsorgung und ggf. Rücksendung des Konnektors liegt im Verantwortungs- und Regelungsbereich der Hersteller und wird in der Regel vertraglich (z.B. über die AGB) mit dem Käufer verbindlich vereinbart.

 

Ansprechpartner: TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout/at)kzvlb.de

Inkrafttreten der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) zum 26. Mai 2021

Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie über die am 26. Mai 2021 verbindlich in Kraft getretene EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) informieren.

Die MDR regelt insbesondere das Inverkehrbringen sowie die Inbetriebnahme von medizinischen Produkten und Zubehör, die für den menschlichen Gebrauch bestimmt sind.

Für die Zahnarztpraxen hat die EU-Medizinprodukte-Richtlinie hinsichtlich der Eigenlabore praktische Relevanz.

Soweit Sie in Ihren Eigenlaboren sogenannte „Sonderanfertigungen“ herstellen, fallen Sie unter den Herstellerbegriff und müssen unter anderem Daten zu Ihren Produkten erheben und zugänglich machen.

Sonderanfertigungen sind

  • CAD/CAM gefertigter Zahnersatz;
  • Kronen;
  • festsitzender und herausnehmbarer Zahnersatz;
  • kombinierter Zahnersatz;
  • Epithesen;
  • Schienen und
  • kieferorthopädische Geräte.

Nicht zu Sonderanfertigungen zählen u. a. Reparaturen, Unterfütterungen, Provisorien, Fertigung von Modellen und Abformungen.

Seit dem 26. Mai 2021 müssen Sie bei Herstellung von „Sonderanfertigungen“ insbesondere ein Risiko- und Qualitätsmanagement durchführen, die neu ausgestaltete Konformitätserklärung beachten, ein System zur Produktbeobachtung einführen sowie sogenannte Vorkommnissen erfassen.

Die Landeszahnärztekammer Brandenburg hat auf ihrer Homepage ein Video ihres Kooperationspartners der Landeszahnärztekammer Hessen zur Umsetzung der neuen EU-Medizinprodukte-Richtlinie verlinkt, dass Sie über die Sie betreffenden Änderungen ausführlich informiert.

 

Bei Rückfragen bitten wir Sie sich an die  Landeszahnärztekammer Brandenburg zu wenden.

ICD-10 GM Diagnosekodierung für eAU ab 1. Oktober 2021

Mit dem Start der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) ab 01.10.2021 sind auch Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte gemäß § 295 Abs. 1 Satz 2 SGB V verpflichtet, eine Kodierung der AU-begründenden Diagnose nach der aktuell gültigen International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems - German Modification (ICD-10 GM) vorzunehmen.

Um für die Zahnarztpraxen die Überleitung vom bisher verwendeten Freitext zur ICD-10 Kodierung so einfach wie möglich zu gestalten, hat die KZBV nachfolgend beschriebene und dem nächsten Rundschreiben als Anlagen beiliegende Arbeitshilfen erstellt. Diese Arbeitshilfen werden neben dem notwendigen Gesamtkatalog der ICD-10 GM 2021 auch anwenderfreundlich in die Praxisverwaltungssysteme (PVS) implementiert.

Praxishilfe ICD-10 GM

Die Praxishilfe gibt eine schnelle Übersicht über die wichtigsten Regeln bei der Kodierung von AU-begründenden Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung. Sie soll im Praxisalltag bei der Kodierung von Diagnosen nach der ICD-10 GM langwieriges Nachschlagen in Regelwerken und Manuals entbehrlich machen.

 

Übersicht möglicher Überleitungen häufiger Freitextdiagnosen in ICD-10 GM

Die Übersicht beinhaltet die häufigsten Themenfelder im Bereich der bisher verwendeten Freitextdiagnosen und übersetzt diese beispielhaft in mögliche ICD-10-Kodes.

Nach Mitteilung der KZBV ist eine Kodierung der zahnärztlichen Diagnosen im Rahmen der ICD-10 GM grundsätzlich möglich, auch wenn nicht immer eine optimale Kodierung vorgenommen werden kann, sondern ggf. der bestmögliche Kode als ausreichend angesehen werden muss.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verpflichtung zur Kodierung von AU-begründenden Diagnosen nach der ICD-10 GM nicht als Einstieg in eine generelle Kodierung von Diagnosen in der vertragszahnärztlichen Versorgung aufgefasst werden kann und darf. Die KZBV konnte insbesondere die Abrechnungsdaten bisher erfolgreich aus dem Themenbereich der Kodierung von Diagnosen heraushalten und wird auch weiterhin alles daran setzen, dass dies so bleibt.

Die KZV Land Brandenburg wird voraussichtlich im September Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema ICD-10 GM bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen anbieten. Über die genauen Termine werden wir Sie wie gewohnt im Rundschreiben und auf unserer Homepage informieren.

Neue Leistungen und Gebühren in der PAR-Behandlung ab 01.07.2021

Anknüpfend an unsere Vorstandsinformation 4/2021 zu der im Juli in Kraft tretenden Erstfassung der PAR-Richtlinie freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, dass sich KZBV und GKV-Spitzenverband einvernehmlich auf die Bewertung der neuen Leistungen sowie auf Leistungsbeschreibungen und Abrechnungsbestimmungen bei der systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen geeinigt haben. Die neuen Leistungen stehen damit fristgerecht ab 01.07.2021 zur Verfügung.

Die neue PAR-Richtlinie sowie den Beschluss des Bewertungsausschusses können Sie vorerst auf unserer Homepage unter Recht & Verträge_Bundesmantelvertrag einsehen. Wir weisen darauf hin, dass die Ergebnisse noch unter dem Vorbehalt der Nichtbeanstandung durch das BMG stehen.

Sobald uns weitere Informationen zu den Beschlüssen, neuen Formularen, Folgeänderungen der Behandlungsrichtlinie etc. vorliegen, werden wir Sie darüber in Kenntnis setzen. Auch die notwendigen Übergangsregelungen (z. B. wie mit PAR-Behandlungen zu verfahren ist, die nach dem 30.06.2021 noch nicht abgeschlossen sind oder die vor dem Stichtag genehmigt, aber noch nicht begonnen wurden) befinden sich noch in der finalen Abstimmung. Über die Ergebnisse werden wir Sie umgehend informieren.

Bitte beachten Sie bei aktuell erforderlichen PAR-Neuplanungen, dass die PAR-Behandlungsstrecke ab Juli 2021 für Ihre Patienten erhebliche Vorteile mit sich bringt. Sofern das medizinische Erfordernis im Einzelfall den entsprechenden zeitlichen Aufschub zulässt, empfehlen wir Ihnen daher, die Planung der systematischen Behandlung von Parodontitis oder einer anderen Parodontalerkrankung unter den neuen Bedingungen ab 01.07.2021 vorzunehmen.

Weitere umfangreiche Informationen folgen in Kürze!

 

Wirtschaftlichkeitsprüfung - Neue Prüfvereinbarung

Neue Prüfvereinbarung für Brandenburg tritt ab 01.01.2021 in Kraft

Durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das zum 11.05.20219 in Kraft getreten ist, wurde eine Anpassung der Prüfvereinbarung für die Wirtschaftlichkeitsprüfung durch die Vertragspartner auf Landesebene erforderlich.

Da die Vertragspartner hierbei die Rahmenempfehlungen der KZBV und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen – die das Nähere zu den Voraussetzungen für die Veranlassung für einen begründeten Antrag beinhalten – zu berücksichtigen haben, konnten die eigentlichen Vertragsgespräche erst nach deren Veröffentlichung am 06.05.2020 intensiviert werden. Schon in diesen Gesprächen auf Bundesebene zeichnete sich eine Blockadehaltung einzelner Krankenkassen ab. Gerade unterschiedliche Auffassungen zu den Antragsfristen, der Prüfanlässe (was ist ein begründeter Antrag) und des Prüfgegenstandes wirkten lähmend auf das Vertragsgeschehen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

Unter Berücksichtigung vorgenannter Ausführungen hatte der Vorstand der KZVLB aus Gründen der Rechtssicherheit für die brandenburgischen Zahnärzte bekanntlich mit den Landesverbänden eine Übergangsvereinbarung im Juni 2019 getroffen, wonach die Prüfvereinbarung vom 20. Mai 2014 bis zum Inkrafttreten einer neuen Prüfvereinbarung fort gilt. Dies ist jetzt der Fall.

 

(Die neu gefasste Prüfvereinbarung finden Sie auf unserer Homepage  www.kzvlb.deunter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / III-3.2.1.  Gemeinsame Prüfvereinbarung)

Die neue Prüfvereinbarung ist nunmehr Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsprüfung ab der im Quartal I/2021 erbrachten zahnärztlichen Leistungen.

 

Der Vorstand der KZVLB hat unter Hinzuziehung des Beratungsausschusses, der zahnärztlichen Mitglieder des Auswahlgremiums (Herr Thomas Schmidt und Herr Dr. Ingo Frahm), den aus der Prüfpraxis hergeleiteten praktischen Hinweisen der Prüfstellenleiterin Frau Andrea Schilling sowie unter maßgeblicher Zuarbeit der Leiterin der Rechtsabteilung, Frau Angela Linke, in zahlreichen Verhandlungsrunden eine Vereinbarung treffen können, die den Geist der nunmehr abgelösten Prüfvereinbarung aufgenommen hat:

  • Minimierung des Prüfaufwandes (siehe § 5 Lenkung durch Auswahlgremium), § 8 (Vorrang des Beratungsverfahrens) und § 12 (Qualifizierung der begründeten Anträge)
  • keine Einleitung von Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Durchschnittswerten – wichtig: Nunmehr auch nicht mehr im Rahmen des Auswahlgesprächs (2% orientiert an höchsten Fallwerten) (siehe §§ 11, 12 und 13)
  • zahlenmäßige Begrenzung der begründeten Prüfanträge nach BEMA Teil 1 (siehe § 12 Nr. 5)
  • Konkretisierung der Praxisbesonderheiten (siehe § 21 Nr. 1)
  • Aufrechterhaltung des Beratungsverfahrens (Frühwarnsystem) (siehe § 8) nach dem Motto: Beratung vor Kürzung
  • Beendigung der 4-Jahresfrist, Verkürzung der Festsetzung einer Kürzung binnen 2 Jahre ab Erlass des Honorarbescheides mit dem Effekt einer kürzeren Antragsfrist seitens der Krankenkassen (siehe §§ 6 und 17)
  • Ablösung der Zufälligkeitsprüfung (1 Jahr rückwirkend Honorarkürzungen möglich) durch Einführung einer Stichprobenprüfung mit Festsetzung einer Kürzung nur für ein (1) Quartal und dem Zwang zur Einzelfallprüfung (siehe § 14)
  • Zuständigkeit für „Sonstige Schaden“ und unzulässige Verordnungsweise durch Vorstand und Widerspruchsstelle der KZVLB statt durch die Prüfungseinrichtungen (siehe § 16)
  • Beibehaltung des paritätisch besetzten Auswahlgremiums für „begründete Anträge“ (Bema Teil 1) und damit Qualifizierung der „begründeten Anträge“ (siehe § 5 und 12 Nr. 4)
  • Konkretisierung der „begründeten Anträge“ (siehe § 12 Nr. 4)

 

Resümee:

Der Vorstand konnte erreichen, dass Vieles beim Alten bleibt. Die zahlreichen Verbesserungen entnehmen Sie vorgenannten Ausführungen.

Es konnte wiederum die Einschaltung eines Schiedsamtes verhindert werden (bei der KV Brandenburg hat nach 2 Jahren harter Verhandlung das Schiedsamt entschieden). Die Selbstverwaltung zwischen den Vertragspartnern auf Landesebene funktioniert (wie schon bei den Vertragsverhandlungen).

Nähere Ausführungen werden wir im nächsten Zahnärzteblatt machen (gern können Sie uns vorab auch schon Ihre Fragen schicken)!

Im Übrigen werden wir selbstverständlich in den Bezirksstellenversammlungen im Herbst hierüber berichten und darüber hinaus bereiten wir für den Spätsommer/Herbst dezentrale Schulungsveranstaltungen vor.

Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals

Neue allgemeine Regelungen A-860/13 ab 12.04.2021

Das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) hat seine seit 2009 geltenden Richtlinien für die zahnärztliche Versorgung von Soldatinnen und Soldaten inhaltlich und redaktionell überarbeitet und eine Neufassung in Form einer Allgemeinen Regelung A-860/13 „Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals“ erlassen. Die Regelung tritt am 12.04.2021 in Kraft und löst die bisherigen Richtlinien ab.

Für die Zahnarztpraxen konnten durch Mitwirkung der KZBV einige bürokratische Erleichterungen erzielt werden. So sind Wiederherstellungen und Erweiterungen von Zahnersatz ebenso wie Leistungen nach K4, K6 bis K9 aus BEMA Teil 2 bei Soldatinnen und Soldaten nicht mehr genehmigungspflichtig. Des Weiteren sind Adhäsivbrücken auch in der vollkeramischen Version genehmigungsfähig. Zivile Praxen können im Antrags- und Genehmigungsverfahren neben den bundeswehreigenen Formularen auch die Vordrucke nach Anlage 14a BMV-Z sowie den Heil-und Kostenplan GOZ nutzen.

Neben einigen, auch bisher schon abweichend von den BEMA-Abrechnungsbestimmungen gewährten Leistungen (z. B. Füllungen nach HR1 bis HR4, IP-Leistungen ohne Altersbeschränkung), ist nun die Erhebung des PSI-Codes nach der BEMA-Nr. 04 einmal je Kalenderjahr abrechenbar.

Zudem übernimmt die Bundeswehr weitere zusätzliche Leistungen im Rahmen der GOZ, u. a. für ein CMD-Screening vor der ZE-Versorgung sowie für die PZR im Rahmen der Behandlung/Nachsorge von parodontalen oder periimplantären Erkrankungen und von KFO-Behandlungen.

Wesentliche Änderungen im Bereich der KZV-Abrechnung ergeben sich im Vergleich zu den vorher geltenden Richtlinien nicht. Für die Behandlung von Soldatinnen und Soldaten in zivilen Praxen ist – von Notfällen abgesehen – zwingend eine Überweisung der Bundeswehr erforderlich, welche in der Regel bis zum Ende des laufenden Quartals gilt.

Mit der Annahme des Überweisungsauftrags ist die zivile Zahnärztin bzw. der zivile Zahnarzt verpflichtet, sich an die Abrechnungsbestimmungen der Bundeswehr zu halten. Leistungen werden grundsätzlich auf der Grundlage des BEMA vergütet. Punktwerte und ggf. andere Vergütungsbestandteile richten sich nach den zwischen KZBV und BMVg getroffenen Vereinbarungen. Die Abrechnung aller BEMA-Leistungen erfolgt über die zuständige KZV.

Die Vergütung von Leistungen, die nicht zur vertragszahnärztlichen Versorgung, aber zum Leistungsumfang der Bundeswehr gehören, erfolgt nach GOZ direkt gegenüber dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) Referat VII 3.3 Heilfürsorgeabrechnung, Prötzeler Chaussee 25, 15344 Strausberg.

Die Allgemeinen Regelungen A-860/13 „Zahnärztliche Versorgung militärischen Personals“ sowie die zusammenfassenden Erläuterungen finden Sie im Handbuch der KZVLB, Rubrik IV-1.

Vertragliche Bestimmungen zum Antragsverfahren - Durchführung der Obergutachterverfahren der KZBV

In letzter Zeit häufen sich Anträge auf Obergutachten, die per E-Mail oder Fax an die KZBV gerichtet werden. Insbesondere aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfen personenbezogene Daten der Versicherten nicht ungeschützt elektronisch übermittelt werden. Auch ist die Entgegen- und Einsichtnahme von Anträgen auf Obergutachten sowie der Obergutachten selbst innerhalb der KZBV nur einem eingeschränkten Personenkreis gestattet.

Die Obergutachtenanträge können nach den Bestimmungen des BMV-Z nur schriftlich auf dem Postweg gestellt werden. Anträge, die per E-Mail oder Telefax eingehen, müssen deshalb zurückgewiesen werden. Lediglich pseudonymisierte Anträge ohne personenbezogene Daten und ohne Behandlungsunterlagen, die zur Fristeinhaltung per E-Mail oder Telefax übermittelt werden, sind möglich. Alle weiteren Unterlagen sind dann zeitnah auf dem Postweg an die KZBV zu senden.

Zukünftig ist daran gedacht, das Obergutachterverfahren in die Telematikinfrastruktur „Kommunikation im Medizinwesen“ (KIM) einzubinden, bei dem in einem geschlossenen Nutzerkreis die Verfahrensbeteiligten kommunizieren und Daten austauschen können. Der Postübermittlungsweg könnte dann entfallen.

Pressestatement der KZBV

IT-Sicherheitsrichtlinie für Zahnarztpraxen leichtgemacht Weitere Informationen der KZBV freigeschaltet

Berlin, 30. März 2021 – Zum 1. April 2021 treten erste Anforderungen der „Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung“ in Kraft. Damit sich Zahnarztpraxen unkompliziert über die ab diesem Stichtag für sie verbindlich geltenden neuen Anforderungen informieren können, hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) auf ihrer Website jetzt weitere Informationen bereitgestellt.

Unter www.kzbv.de/it-sicherheitsrichtlinie finden sich - neben den bereits vor einigen Wochen freigeschalteten, wichtigsten Fragen und Antworten für Praxen zu dem Thema – seit heute weitere Tipps und konkretisierende Hinweise, unter anderem zur sicheren Verwendung von Apps, Programmen und Daten, der Nutzung von mobilen Geräten und Assistenten oder der
Protokollierung von wichtigen Ereignissen. Berücksichtigt werden dabei insbesondere unterschiedliche Anforderungen, die für jeweilige Praxisgrößen gelten. Informationen gibt es darüber hinaus auch über die zusätzlichen
Anforderungen bei der Nutzung medizinischer Großgeräte und die Verwendung dezentraler Komponenten der Telematikinfrastruktur.

Hintergrund: Die IT-Sicherheitsrichtlinie
Die „Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung“ ist am 2. Februar 2021 in Kraft getreten.

Der Gesetzgeber hatte KZBV und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gesetzlich verpflichtet, die IT-Sicherheitsanforderungen für Zahnarzt- und Arztpraxen in einer speziellen Richtlinie verbindlich festzulegen.
Übergeordnetes Ziel ist es dabei, mittels klarer Vorgaben Praxen zu unterstützen, hochsensible Gesundheitsdaten künftig noch besser zu schützen.

Die KZBV hatte sich bei der Erstellung der Richtlinie über viele Monate massiv und letztlich mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die gesetzlichen Vorgaben für Zahnarztpraxen mit vernünftigem und vertretbarem Aufwand umsetzbar sind und die Anforderungen auf das tatsächlich notwendige Maß konzentriert wurden.

Um Zahnarztpraxen bei der Umsetzung der IT-Sicherheitsrichtlinie zu begleiten und zusätzlich zu unterstützen, ist derzeit auch der umfassende zahnarztspezifische Leitfaden „Datenschutz und Datensicherheit“ in Arbeit, der in absehbarer Zeit von KZBV und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gemeinsam veröffentlicht wird und der dann für alle Zahnarztpraxen kostenfrei verfügbar ist.

Techniker-Krankenkasse: Änderung im KFO-Genehmigungsverfahren

Die Techniker Krankenkasse (TK) informierte uns darüber, dass sie nach Umstellung ihres Genehmigungsverfahrens in den Bereichen PAR und KB nunmehr ab Mitte April 2021 auch bei KFO-Genehmigungen das Scan-Verfahren anwenden wird.

Dazu werden die eingehenden KFO-Behandlungspläne eingescannt und mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen. Die Kostenübernahme wird auf dem gescannten Behandlungsplan mittels eines digitalen Stempels und eingescannter Unterschrift des Mitarbeiters erklärt. Der digitale Stempel ist per Signatur verschlüsselt, d. h. er ist unveränderbar und kann nicht reproduziert werden. Ein Ausdruck des KFO-Planes mit der Kostenübernahme wird anschließend per Post an die Praxis versandt.

Im Sinne der Rechtssicherheit dieses Verfahrens bestätigt die TK uns gegenüber, dass sie sämtliche im Rechtsverkehr befindlichen, im Rahmen des Antrags- und Genehmigungsverfahrens in dem BEMA-Teil 3 relevanten Dokumente gegen sich gelten lässt, sofern sich diese aufgrund des äußeren Anscheins bzw. der Begleitumstände der TK zuordnen lassen. Sofern Zweifel an der Legitimations- und Beweiswirkung eines solchen Dokuments auftreten, trägt die TK die Beweislast für dessen Echtheit.

Ihre Ansprechpartnerin zur KFO-Abrechnung:

Ute Schönefeld, Tel.:  0331 2977-263, abrechnung.KFO(at)kzvlb.de

Corona-Sonderregelungen verlängert

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Corona-Sonderregeln für die Ausstellung von Krankschreibungen, für ärztlich verordnete Leistungen und Krankentransporte sowie für die telefonische Beratung in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung über den 31. März 2021 hinaus um weitere drei bzw. sechs Monate verlängert.

Im zahnärztlichen Bereich sind insbesondere folgende Regelungen betroffen:

Krankentransport

Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkrankten Versicherten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Diese Regelung gilt bis zum Ende der epidemischen Lage.

Des Weiteren ist die Möglichkeit des Ausstellens von Verordnungen nach telefonischer Anamnese sowie deren postalische Zusendung an die Versicherten bis 30. September 2021 verlängert worden.

Verordnung von Heilmitteln

Im Rahmen der Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte ist weiterhin das Ausstellen von Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese (sofern bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung und Verordnung erfolgt ist), die postalische Übermittlung von Verordnungen, ein Aussetzen des Gültigkeitszeitraums bei Behandlungsunterbrechung sowie die Videobehandlung in der Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie möglich. Die Regelungen gelten nunmehr bis 30. September 2021.

Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg

Inkrafttreten der auf der letzten Vertreterversammlung beschlossenen Änderungen der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg

Mit Mitgliederrundschreiben vom 09.12.2020 (Nr. 30/2020) informierten wir Sie bereits über die von der Vertreterversammlung am 05.12.2020 beschlossenen Änderungen der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg.

Diese Änderungen hat unsere Aufsichtsbehörde am 15.03.2021 genehmigt.

Die neu gefasste o. g. Rechtsordnung finden Sie hier sowie unter der Rubrik: RECHT & VERTRÄGE / Handbuch / I-17 (Reise- und Entschädigungskostenordnung I).

 

Angela Linke, Telefon: 0331 / 2977-338, recht-und-vertraege(at)kzvlb.de

Digitale Planungshilfe (DPF) - Update auf Version 3.1.3

Auf der Website der KZBV steht ein neues Update zur Digitalen Planungshilfe zum Download bereit.
Die Version enthält die ab dem 1. Januar 2021 geltenden Festzuschussbeträge.

https://www.kzbv.de/digitale-planungshilfe-dpf.336.de.html

Das Basisprogramm der DPF finden Sie auf dem Verwaltungsserver der KZVLB unter => EDV in der Zahnarztpraxis => Download digitale Planungshilfe (DPF).


Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte per E-Mail an: kzbvpr(at)kzbv.de

Telematikinfrastruktur (TI)

Refinanzierung

Die Refinanzierung der Komponenten „Konnektor-Upgrade“ (VSDM-Konnektor auf eHealth-Konnektor) und „KIM-Fachdienst“ können ab sofort über den üblichen Weg beantragt werden.
(Login auf dem Verwaltungsserver der KZVLB => eGK-Online-Rollout => Refinanzierungsantrag => Ergänzung)

Modulversionen für das Abrechnungsquartal I/2021 und die monatlichen Abrechnungen April 2021

Einen Link zu den aktuellen Abrechnungs- Modulversionen der KZBV finden Sie auf der Seite der KZVLB nach dem LogIn zur Online-Abrechnung unter dem Menüpunkt „Abrechnung“ in der ersten Zeile der Upload-Tabelle.
Direkt abrufbar auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (www.kzbv.de) unter der Rubrik „Telematik und IT“ (im Bereich „Zahnärzte“).
Ebenfalls dort finden Sie eine ausführliche Dokumentation zu den „Fehlermeldungen der Abrechnungsmodule auf Fallebene“, die Sie einsehen und downloaden können.

Der früheste Upload-Termin für die Monatsabrechnungen April 2021 ist der 25.03.2021.
Die KCH- und KFO- Abrechnungen für das I. Quartal 2021 können wie immer ab dem 16.03. übermittelt werden.

ModuleVersionGültigkeit
KCH-Abrechnungsmodul4.8Abrechnung I. Quart. 2021
 4.9einzusetzen ab 01.04.2021
KFO-Abrechnungsmodul5.0Abrechnung I. Quart. 2020
 5.1einzusetzen ab 01.04.2021
KBR-Abrechnungsmodul4.2Leistungen bis 31.03.2021
 4.3einzusetzen ab 01.04.2021
ZE-Abrechnungsmodul5.6Leistungen bis 31.03.2021
 5.7einzusetzen ab 01.04.2021
PAR-Abrechnungsmodul3.0einzusetzen seit 01.10.2020
Sendemodul1.8einzusetzen seit 01.01.2021

Die Vers.-Nummer des Knr12-Moduls (Kassennummernmodul) ist seit dem 01.01.2021 die 5.3.


Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) teilt zu den Änderungen der Module mit:

Es wurde eine weitere Prüfung zu den Leistungen nach Gebühren- Nummern 13e-h aufgenommen:
442: Patient hat das 15. Lebensjahr bereits vollendet, zur Abrechnung muss eine Ausnahmeindikation vorliegen“.
Darüber hinaus hat die KZV Hamburg und der Ersatzkassenverband vdek eine Vereinbarung zum Festzuschuss 6.10 getroffen.

Zusätzlicher neuer Anspruchsnachweis "GHIC"

Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten aus dem Vereinigten Königreich

Mit Vorstandsinformation 2/2021 informierten wir Sie über die Regelungen des zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelten Handels- und Kooperationsabkommens (Partnerschaftsvertrag) und die unmittelbaren Auswirkungen auf das Verfahren zur Behandlung von Patientinnen und Patienten aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland.

Danach sind ab 01.01.2021 alle Europäischen Krankenversicherungskarten (EHICs mit und ohne EU-Logo sowie Citizens’ Rights EHIC und EHIC für Studierende) sowie Provisorischen Ersatzbescheinigungen (PEB) aus dem Vereinigten Königreich weiterhin gültig. Das etablierte Verfahren (Muster 80/81) ist wie gehabt anzuwenden.

Hinsichtlich der Anspruchsnachweise hat die britische Seite nun eine weitere neue Karte eingeführt, die sogenannte Global Health Insurance Card (GHIC), die ebenfalls zur Behandlung nach dem üblichen Verfahren für EU-Bürger (sog. Muster 80/81-Verfahren) berechtigt.

Die entsprechenden Regelungen sowie Muster aller gültigen britischen Anspruchsnachweise (EHICs, GHIC sowie PEB) finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.kzvlb.de/recht-vertraege/vertragshinweise/zwischenstaatliches-krankenversicherungsrecht/.

Vergütungsverhandlungen mit dem BKK Landesverband Mitte für die Jahre 2020/2021

Vor der noch ausstehenden Unterzeichnung der Verträge haben sich die Vertragspartner erfreulicherweise vorab auf die nachfolgenden Punktwerte einigen können:

IP/FU01.01.2020 – 31.12.20201,1745 €
 01.01.2021 – 31.12.20211,2042 €
Bema-Teile 1, 2 und 4 (ohne IP, FU)01.01.2020 – 31.12.20201,1213 €
 01.01.2021 – 31.12.20211,1497 €
Bema Teil 301.01.2020 – 31.12.20201,0067 €
 01.01.2021 – 31.12.20211,0322 €
Gutachterpunktwert01.01.2020 – 31.12.20201,1213 €
 01.01.2021 – 31.12.20211,1497 €

Sobald die Verträge unterzeichnet sind, werden wir Sie umgehend über weitere Vertragsdetails informieren.

Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde.

 

Vergütungsverhandlungen mit der SVLFG 2020 + 2021

Die Vertragspartner haben sich erfreulicherweise für die Jahre 2020 + 2021 auf ein Verhandlungsergebnis erfolgreich einigen können.

IP, Früherkennungsuntersuchungen

Der Punktwert für Individualprophylaxe-Leistungen (BEMA-Nrn. IP1 bis IP 5) sowie Leistungen nach § 26 SGB V und Leistungen nach § 22a SGB V (BEMA-Nrn. 174 a und b) betragen:

vom 01.01.2020 – 31.03.20201,1768 €
vom 01.04.2020 – 31.12.20201,2199 €
vom 01.01.2021 – 31.12.20211,2508 €

Der Basispunktwert für die Vergütungsverhandlungen das Jahr 2021 betreffend betrug 1,2199 €, das Jahr 2022 betreffend beträgt er 1,2508 €.

BEMA-Teile 1, 2 und 4

Der Punktwert für zahnärztliche Leistungen nach den BEMA-Teilen 1 (ausgenommen der BEMA-Nrn. IP1 bis IP5 sowie der Leistungen nach § 26 SGB V), 2 und 4 beträgt:

vom 01.01.2020 – 31.03.20201,0768 €
vom 01.04.2020 – 31.12.20201,1162 €
vom 01.01.2021 – 31.12.20211,1444 €

Der Basispunktwert für die Vergütungsverhandlungen das Jahr 2021 betreffend betrug 1,1162 €, das Jahr 2022 betreffend beträgt er 1,1444 €.


Wenn sich im Laufe der Durchführung einer systematischen PAR-Behandlung der Punktwert ändert, dann ist bei der Abrechnung des Behandlungsfalles durch den Vertragszahnarzt dem bisherigen Punktwert die Hälfte der Differenz zwischen diesem und dem neuen Punktwert hinzuzurechnen. PAR-Fälle, für die die Krankenkasse die Kostenübernahmeerklärung vor dem Wechsel des Punktwertes abgegeben hat und mit deren Behandlung erst nach Inkrafttreten des neuen Punktwertes begonnen worden ist, werden in vollem Umfang nach dem neuen Punktwert abgerechnet; bei der Abrechnung gibt der Vertragszahnarzt das Datum des Behandlungsbeginns an, vgl. Ziffer 5.2.2. der Anlage 1 BMV-Z.


Kieferorthopädische Behandlung (BEMA-Teil 3)

Die Vergütung der zahnärztlichen Leistungen beträgt für die Zeit

vom 01.01.2020 – 31.03.20200,9525 €
vom 01.04.2020 – 31.12.20200,9874 €
vom 01.01.2021 – 31.12.20211,0124 €

Der Basispunktwert für die Vergütungsverhandlungen das Jahr 2021 betreffend betrug 0,9874 €, das Jahr 2022 betreffend beträgt er 1,0124 €.


Gutachter

Der Punktwert für Gutachterleistungen beträgt

vom 01.01.2020 – 31.03.20201,0768 €
vom 01.04.2020 – 31.12.20201,1162 €
vom 01.01.2021 – 31.12.20211,1444 €

Der Basispunktwert für die Vergütungsverhandlungen das Jahr 2021 betreffend betrug 1,1162 €, das Jahr 2022 betreffend beträgt er 1,1444 €.

Für die in der Praxis des Zahnarztes entstandenen Material- und Versandkosten gilt Folgendes:

Für Abformkosten (KB und KFO) gelten die Beträge gemäß Anlage 1 zum BMV-Z.

Für Versandkosten der Praxis an das gewerbliche Labor können je Versandgang zwischen Zahnarztpraxis und Labor der von der Deutschen Post AG für ein Päckchen (Inland, max. 2 kg) festgelegte Preis der Onlinefrankierung in der jeweils aktuellen Höhe abgerechnet werden. Bei praxiseigenen Laboratorien können keine Versandkosten berechnet werden, vgl. Anlage 1 BMV-Z.

Die Punktwerte können sofort angesetzt werden, stehen allerdings – wie immer – unter dem Vorbehalt des Beanstandungsrechts der Aufsichtsbehörde und des Bundesversicherungsamtes.

Broschüre zu Videosprechstunden, Videofallkonferenzen und Telekonsilen

Broschüre der KZBV zu Videosprechstunden, Videofallkonferenzen und Telekonsilen in der vertragszahnärztlichen Versorgung

Videosprechstunden, Videofallkonferenzen und Telekonsile sind seit Oktober 2020 auch in der vertragszahnärztlichen Versorgung im Einsatz. Um Zahnärztinnen und Zahnärzten den Umgang mit den neuen Leistungen zu erleichtern und Praxen die Handhabung der Technik so einfach wie möglich zu machen, hat die KZBV die Broschüre „Videosprechstunden, Videofallkonferenzen und Telekonsile in der vertragszahnärztlichen Versorgung - Die wichtigsten Informationen für Zahnarztpraxen“ erstellt.

Die Publikation zeigt anschaulich auf, welche technischen Anforderungen und Voraussetzungen beachtet werden müssen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen bieten einen leicht verständlichen Überblick, etwa auf dem Weg von der analogen in die digitale Sprechstunde. Transparente Hinweise erleichtern zudem die Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen.

Die Broschüre kann als pdf-Datei auf der Website der KZBV abgerufen werden.

Was Zahnarztpraxen über die IT-Sicherheitsrichtlinie wissen müssen…

Zu der am 1. Februar 2021 in Kraft tretenden „Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung“  hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) Informationsmaterialien für Zahnarztpraxen erstellt. 

Dazu zählen aktuell ein FAQ-Katalog, der die wichtigsten Fragen zu dem Thema allgemeinverständlich beantwortet, sowie - in Kürze - der begleitende und inhaltlich an die neuen Vorgaben angepasste zahnarztspezifische Leitfaden „Datenschutz und Datensicherheit“, der gemeinsam von KZBV und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) herausgegeben wird.

Der Leitfaden informiert kompakt über alle relevanten Aspekte der IT-Sicherheit, nunmehr auch unter besonderer Berücksichtigung der neuen Richtlinie. Zudem ermöglicht der Leitfaden Zahnärztinnen und Zahnärzten in Eigenregie die Praxisinfrastruktur einem ersten „Check“ zu unterziehen und unterstützt bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen. Das kostenfreie Informationsangebot der KZBV zur IT-Sicherheitsrichtlinie für Praxen und interessierte Öffentlichkeit wird fortlaufend aktualisiert und erweitert.

Hintergrund: Die IT-Sicherheitsrichtlinie

Der Gesetzgeber hatte KZBV und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz verpflichtet, die IT-Sicherheitsanforderungen für Zahnarzt- und Arztpraxen in einer speziellen Richtlinie verbindlich festzulegen. Die Richtlinie wurde im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt und muss nach dem Willen des Gesetzgebers jährlich aktualisiert werden.

Übergeordnetes Ziel der Richtlinie ist es, mittels klarer Vorgaben Praxen dabei zu unterstützen, Gesundheitsdaten künftig noch besser zu schützen. Die Anforderungen werden gezielt auf die jeweilige Praxisgröße ausgerichtet und definieren besonders relevante sicherheitstechnische Voraussetzungen für Aufbau und Betrieb der Praxis-EDV. Berücksichtigt wird dabei auch der inzwischen obligatorische Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) sowie der Einsatz mobiler Anwendungen und Geräte wie Smartphones und Tablets.

Die KZBV hatte sich bei der Erstellung der Richtlinie über viele Monate massiv dafür eingesetzt, dass die gesetzlichen Vorgaben für Zahnarztpraxen mit vernünftigem und vertretbarem Aufwand umsetzbar sind und die Anforderungen auf das tatsächlich notwendige Maß konzentriert wurden. Für die Geltung der verschiedenen Anforderungen definiert die Richtlinie unterschiedliche Umsetzungszeiträume.

Die „Richtlinie zur IT-Sicherheit in der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung“ ist ebenfalls in der Ausgabe Nr. 3/2021 der „Zahnärztlichen Mitteilungen“ (zm) veröffentlicht.

Abschlagszahlungen für das Quartal I.2021 und Verrechnung von Überzahlungen

Abschlagszahlungen für das Quartal I.2021 und Verrechnung von Überzahlungen nach KZV-Abschluss des Quartales III.2020

Zur Gegensteuerung von Liquiditätsengpässen aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid 19-Pandemie wurden im Jahr 2020 die Modalitäten der Abschlagszahlungen und der Verrechnung von Überzahlungen den Gegebenheiten angepasst und um die manuelle Berechnung der Abschlagszahlungen und die ratenweise Verrechnung von Überzahlungen wie nachfolgend ausgewiesen erweitert:

  • manuelle Anpassung der monatlichen KCH/KFO-Abschlagszahlungen (nach oben) auf 75 Prozent an das tatsächlich erbrachte Leistungsvolumen
  • Verrechnung von Überzahlungen mit
    • den nächstfolgenden Abschlagszahlungen
    • der nächstfolgenden Restzahlung
    • den nächstfolgenden Abschlagszahlungen und der nächstfolgenden Restzahlung
    • einer ratenweisen Rückzahlung über mehrere Monate.

Aufgrund der aktuellen Situation werden folgende Möglichkeiten zur Minderung der finanziellen Belastung eingeräumt:

  • Manuelle Anpassung der KCH/KFO-Abschlagszahlungen (nach oben) auf 75 Prozent für die Monate Januar 2021, Februar 2021 und März 2021 an das tatsächlich erbrachte Leistungsvo-lumen unter Zugrundelegung der Umsatzstatistik für den jeweiligen Monat. Für diese Möglichkeit ist ein kurzer Antrag zu stellen. Die Umsatzstatistiken müssen bis zum 10. eines Monats für den vorangegangen Monat bei der Abteilung Finanzen vorliegen.
  • Verrechnung der Überzahlung nach KZV-Abschluss des Quartales III.2020 (Ende Januar 2021) mit
    • den Abschlagszahlungen für die Monate Januar 2021, Februar 2021 und März 2021
    • der Restzahlung für das Quartal IV.2020
    • den Abschlagszahlungen für die Monate Januar 2021, Februar 2021 und März 2021 und der Restzahlung für das Quartal IV.2020

Soweit eine Verrechnung mit der Restzahlung für das Quartal IV.2020 angedacht ist, muss naturgemäß auch die Umsatzstatistik für das Quartal IV.2020 dem Antrag beigefügt werden.

Soweit besondere Liquiditätsengpässe – bedingt durch einen Covid 19 reduzierten Praxisumfang- zu verzeichnen sind, kann ein begründeter Antrag auf eine ratenweise Rückzahlung (Stundung) der Überzahlung gestellt werden. Bitte beachten Sie, dass diese Möglichkeiten Praxisinhabern mit Ende der Zulassung nur bedingt bzw. gar nicht eingeräumt werden können.

Bitte denken Sie daran, dass der Antrag nicht nur Datum und Abrechnungsstempel, sondern auch die Unterschriften aller Praxisinhaber ausweisen müssen. Die bei der KZVLB einzureichenden Umsatzstatistiken müssen dann neben dem Datum und dem Abrechnungsstempel nur die Unterschrift eines Praxisinhabers ausweisen.

 

Ansprechpartner:

Ingrid Voigt, stellv. Abteilungsleiterin, 0331 2977-217,  ingrid.voigt(at)kzvlb.de

Jana Pribbenow, 0331 2977-216, jana.pribbenow(at)kzvlb.de

Thomas Galonska, 0331 2977-173, thomas.galonska(at)kzvlb.de

Um eine umgehende Antragsbearbeitung sicherzustellen, verwenden Sie bitte nur die v. b. E-Mail-Adressen oder die E-Mail-Adresse finanzen(at)kzvlb.de.

Die Anträge können auch mittels Telefax gesendet werde. Bitte verwenden Sie in diesem Fall ausschließlich die Fax-Nr. 0331 2977-220.

Bahn-BKK verzichtet ab 01.01.2021 auf Genehmigungsverfahren bei Kiefergelenkserkrankungen

Die BAHN-BKK verzichtet ab 01.01.2021 auf das formale Genehmigungsverfahren bei der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen nach den BEMA-Nrn. K1 – K4.

Der Behandlungsplan muss nicht mehr zur Genehmigung bei der Krankenkasse eingereicht werden und verbleibt in der Praxis (Dokumentationspflicht). Die Diagnose ist auf dem Abrechnungsformular anzugeben. Eine Abrechnung der Geb.-Nr. 2 BEMA-Z für die schriftliche Niederlegung des Behandlungsplanes ist möglich.

Behandlungen von Verletzungen des Gesichtsschädels sind weiterhin anzeigepflichtig.

Übersicht zum Genehmigungsverzicht bei Kiefergelenksbehandlungen

 

Ihre Ansprechpartnerin zur KB-Abrechnung

Manuela Latzo, Telefon: 0331 2977-177, abrechnung(at)kzvlb.de

Brexit Neu: Behandlung von Patienten aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien

Auswirkungen des Handels- und Kooperationsabkommens (Partnerschaftsvertrags) zwischen dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und der Europäischen Union auf das Verfahren zur Behandlung von Patientinnen und Patienten ab dem 01.01.2021

Die EU und das Vereinigte Königreich konnten inzwischen ein Handels- und Kooperationsabkommen (Partnerschaftsvertrag) für die zukünftigen Beziehungen aushandeln. Das neue Abkommen enthält Regelungen für den Gesundheitsbereich, die im Wesentlichen den bisherigen Regelungen der VO (EG) 883/2004 und VO (EG) 987/2009 entsprechen.

Bei Zustimmung aller Mitgliedsstaaten zum neuen Abkommen kann dieses (rückwirkend) ab dem 1. Januar 2021 vorläufig Anwendung finden. Bis spätestens Ende Februar 2021 muss dann noch das Europäische Parlament seine Zustimmung zu dem Abkommen erteilen.

Nach den neuen Regelungen mit dem Vereinigten Königreich sind ab dem 1. Januar 2021 vorläufig alle Europäischen Krankenversicherungskarten (EHICs) und Provisorische Ersatzbescheinigungen (PEBs) aus dem Vereinigten Königreich zu akzeptieren.

Die Regelungen des Austrittsabkommens bleiben weiterhin in Kraft.

Austrittsabkommen sowie Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich

Abkommen zur Durchführung der zahnärztlichen Versorgung v. Unfallverletzten und Berufserkrankten

In Anlehnung an die getroffene Vereinbarung zur Fortschreibung des bundeseinheitlichen Zahnersatz-Punktwerts in der gesetzlichen Krankenversicherung werden auch die Vergütungen im Bereich Heilfürsorge (Bundespolizei, Bundeswehr) in entsprechender Höhe angepasst. Die neuen Vergütungen gelten ab Januar 2021.

Abkommen über die Durchführung der zahnärztlichen Versorgung von Unfallverletzten und Berufserkrankten ab 01.01.2021

Rechengrößen der Sozialversicherung und die ZE-Härtefallregelung - Einkommengrenzen 2021

Rechengrößen der Sozialversicherung 2021

 MonatJahr
Beitragsbemessungsgrenzen
- Kranken- und Pflegeversicherung4.837,50 €58.050 €
- allgemeine Renten- und   ArbeitslosenversicherungOst:6.700 €Ost:80.400 €
West:7.100 €West:85.200 €
- knappschaftliche RentenversicherungOst:8.250 €Ost:99.000 €
West:8.700 €West:104.400 €
Versicherungspflichtgrenzen
- Kranken- und Pflegeversicherung5.362,50 €64.350 €
Bezugsgrößen
- Kranken- und Pflegeversicherung3.290 €39.480 €
- allgemeine Renten- und ArbeitslosenversicherungOst:3.115 € Ost:37.380 €
West:3.290 € West:39.480 €

ZE-Härtefallregelung gem. § 55 Abs. 2 SGB V – Einkommensgrenzen 2021

Versicherte Person (im gemeinsamen Haushalt)Einkommensgrenzen (monatliche Bruttoeinnahmen)
ohne Angehörige1.316,00 €
mit 1 Angehörigen1.809,50 €
mit 2 Angehörigen2.138,50 €
mit 3 Angehörigen2.467,50 €
für jeden weiteren Angehörigen zzgl.+ 329,00 €

 

Telematikinfrastruktur (TI)

Kürzung vertragszahnärztlicher Vergütung wegen Nichtanbindung an die TI

Wie mehrfach mitgeteilt, ist laut Gesetz ab dem 01.01.2019 die Vergütung vertragszahnärztlicher Leistungen pauschal um 1 Prozent, ab dem 01.03.2020 um 2,5 Prozent zu kürzen, wenn der Online-Abgleich und die -Aktualisierung der auf der eGK gespeicherten Daten mit den bei der Krankenkasse vorliegenden Daten durch Nutzung der Telematikinfrastruktur (Versichertenstammdatenabgleich) nicht durchgeführt wird (§ 291 Abs. 2b SGB V in der bis zum 19.10.2020 gültigen Fassung, § 291b Abs. 5 SGB V in der ab 20.10.2020 gültigen Fassung).
Die Frist zur Anbindung war bis zum 30.06.2019 verlängert worden für diejenigen, die der KZVLB nachweisen, dass sie die Anschaffung der erforderlichen Ausstattung vor dem 01.04.2019 vertraglich vereinbart haben.

Die KZVLB ist gezwungen, diese gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.
Die entsprechenden Kürzungsbescheide für das Jahr 2019 werden die von der Kürzung Betroffenen Anfang des nächsten Jahres erhalten. Die Kürzung betreffend die Quartale ab 01/2020 wird nachfolgend vorgenommen.


Conny Slansky, Telefon: 0331 2977-335, conny.slansky(at)kzvlb.de

TI-Hotline, Telefon: 0331-2977-100, online-rollout(at)kzvlb.de

Gebührenerhöhung bei Unfallversicherungsträgern ab 01.01.2021

Im Bereich der Unfallversicherung konnte die KZBV mit den Vertretern der DGUV und der SVLFG eine Fortschreibung des Abkommenspunktwerts i. H. v. 2,80 Prozent vereinbaren.

Der Punktwert für zahnärztliche Leistungen gemäß Ziffer 2.1 des Abkommens über die Durchführung der zahnärztlichen Versorgung von Unfallverletzten und Berufserkrankten steigt somit von 1,32 Euro im Jahr 2020 auf 1,36 Euro für das Jahr 2021.

Die Gebühr für den Bericht Zahnschaden erhöht sich auf 22,02 Euro.

Für die Berufskrankheitenanzeige konnte erstmalig eine Angleichung der Gebühr an den ärztlichen bzw. stationären Bereich vereinbart werden. Hier steigt die Vergütung um knapp 3 Prozent auf 17,96 Euro für das Jahr 2021.

Ausgenommen von der Gebührenerhöhungen ist der Prothetik-Bereich. Dieser richtet sich weiterhin nach dem bestehenden Gebührenverzeichnis.


Die Vergütungsvereinbarungen der KZBV mit dem BMVg und dem BMI im Heilfürsorgebereich sowie das ab 2021 gültige Abkommen über die Durchführung der zahnärztlichen Versorgung von Unfallverletzten und Berufserkrankten befinden sich derzeit noch im Unterschriftsverfahren. Sobald wir diese Verträge von der KZBV erhalten, werden wir sie auf unserer Homepage ins Handbuch der KZVLB, Rubrik IV „Sonstige Kostenträger“ einstellen.


Annett Klinder, Telefon: 0331 2977-304, annett.klinder(at)kzvlb.de

Kürzung vertragszahnärztlicher Vergütung wegen Nichtanbindung an die TI

Wie mehrfach mitgeteilt, ist laut Gesetz ab dem 01.01.2019 die Vergütung vertragszahnärztlicher Leistungen pauschal um 1 Prozent, ab dem 01.03.2020 um 2,5 Prozent zu kürzen, wenn der Online-Abgleich und die -Aktualisierung der auf der eGK gespeicherten Daten mit den bei der Krankenkasse vorliegenden Daten durch Nutzung der Telematikinfrastruktur (Versichertenstammdatenabgleich) nicht durchgeführt wird (§ 291 Abs. 2b SGB V in der bis zum 19.10.2020 gültigen Fassung, § 291b Abs. 5 SGB V in der ab 20.10.2020 gültigen Fassung).

Die Frist zur Anbindung war bis zum 30.06.2019 verlängert worden für diejenigen, die der KZVLB nachweisen, dass sie die Anschaffung der erforderlichen Ausstattung vor dem 01.04.2019 vertraglich vereinbart haben.

Die KZVLB ist gezwungen, diese gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.