Geflüchtete aus der Ukraine

Aufgrund der dramatischen Entwicklung in der Ukraine befinden sich u. a. die Vorstände von KZV und KV Brandenburg in enger und regelmäßiger Abstimmung mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV), um den aus ihrer Heimat geflüchteten Menschen einen möglichst unkomplizierten Zugang zu medizinischen Leistungen zu ermöglichen.

Die zahnmedizinische Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine erfolgt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) unter Beachtung der ab dem Jahr 2015 im Land Brandenburg angewandten Regularien (vgl. Handbuch der KZVLB, Rubrik IV-6).

Danach erhalten die Geflüchteten in der Regel zunächst zahnärztliche Leistungen im Rahmen von Akut- und Schmerzbehandlungen, welche jeweils über die KZVLB mit den Sozialämtern der Kommunen bzw. mit den zugewiesenen Krankenkassen abgerechnet werden. 

Nach Meldung des Geflüchteten bei der örtlichen Ausländerbehörde stellt die Kommune/das örtliche Sozialamt einen Behandlungsschein aus und meldet den Geflüchteten bei der der Kommune zugewiesenen gesetzlichen Krankenkasse an. Von der Krankenkasse erhalten die aus der Ukraine Geflüchteten, ebenso wie die sonstigen Asylbewerber, sodann eine eGK bzw. zunächst eine Ersatzbescheinigung. 
 

Zum vollständigen Text

Weitere hilfreiche Informationen für Zahnarztpraxen (Piktogramme, Informationen in ukrainischer Sprache finden Sie hier auf der Homepage der KZBV und auf der Homepage der Bundeszahnärztekammer

Übersicht des MSGIV über Sprach- und Dolmetscherdienste im Land Brandenburg 

Jobbörse für Geflüchtete aus der Ukraine

 

Übersicht über die Sozialämter im Land Brandenburg

Zahnärztliche Behandlung von Asylbewerbern

Das Land Brandenburg hat flächendeckend die elektronische Gesundheitskarte für Leistungsberechtigte nach §§ 1, 1a Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) für die ersten 18 Monate ihres Aufenthaltes im Bundesgebiet einführt. Geflüchtete, die in den brandenburgischen Kommunen leben, sollen die Gesundheitsleistungen, die ihnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zustehen, ohne bürokratische Hürden direkt in Anspruch nehmen können, ohne vorher zum Sozialamt der Kreisverwaltung zu gehen, um sich einen Behandlungsschein ausstellen zu lassen. Gleichzeitig sorgt die elektronische Gesundheitskarte dafür, dass sowohl die Behörden als auch Ärztinnen und Ärzte bzw. Zahnärztinnen und Zahnärzte von der bisherigen Bürokratie entlastet werden.
Am 31.03.2016 wurde die Rahmenvereinbarung über die Übernahme der Krankenbehandlung für Leistungsberechtigte nach §§ 1, 1a des Asylbewerberleistungsgesetzes gegen Kostenerstattung nach § 264 abs. 1 Satz 1 SGB V vom Land Brandenburg und von den gesetzlichen Krankenkassen, die sich zur Übernahme der Gesundheitsversorgung dieser Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bereit erklärt haben, geschlossen. 
 
Am 20.06.2016 wurde ein Vertrag zwischen dem Land Brandenburg und der KZV Land Brandenburg geschlossen, durch die der Umfang und die Abrechnung der Leistungen der Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte bei der Behandlung von Geflüchteten geregelt werden (Handbuch IV - 6). Ein entsprechender Vertrag wurde vom Land Brandenburg auch mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg geschlossen.
 
Alle Landkreise/ kreisfreien Städte sind der Rahmenvereinbarung beigetreten. Ihnen sind die nachfolgend aufgeführten Krankenkassen zugeordnet:

PotsdamDAK-Gesundheit01.07.2016         
Teltow-FlämingAOK Nordost01.09.2016
OberhavelAOK Nordost01.10.2016
Potsdam-MittelmarkAOK Nordost01.01.2017
Dahme-SpreewaldAOK Nordost01.01.2017
HavellandSiemens-BKK01.01.2017
CottbusKnappschaft, Regionaldirektion Cottbus01.01.2017
Frankfurt (Oder)Brandenburgische BKK/ BKK Verkehrsbau Union01.02.2017
UckermarkDAK-Gesundheit01.02.2017
BarnimDAK-Gesundheit01.02.2017
PrignitzBAHN-BKK01.04.2017
BrandenburgDAK-Gesundheit01.04.2017
Oder-SpreeBrandenburgische BKK / BKK Verkehrsbau Union01.04.2017
Elbe-ElsterDAK-Gesundheit01.10.2017
Oberspreewald-LausitzDAK-Gesundheit01.10.2017
Spree-NeißeDAK-Gesundheit01.01.2018
Ostprignitz-RuppinDAK-Gesundheit01.01.2019
Märkisch-OderlandDAK-Gesundheit15.03.2022

Fragen und Antworten  zur Einführung der eGK für Asylbewerber

Weitere Informationen zur Behandlung von Asylbewerbern/ aus der Ukraine Geflüchteten

Frage- und Anamnesebögen

 

Weitere Unterlagen zum Download

 

Weitere Informationen zur Behandlung von Asylsuchenden

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 02.11.2017 ein neues Internetportal „Migration und Gesundheit“ unter www.migration-gesundheit.bund.de gestartet. Dieses richtet sich hauptsächlich an Migranten und an Haupt- und ehrenamtliche Helfer. Es soll helfen, sich mit dem Gesundheitssystem in Deutschland vertraut zu machen. Eine Reihe von  Informationsmaterialien zu den Themen „Gesundheitswesen“, „Gesundheit und Vorsorge“, „Pflege“, „Sucht und Drogen“ werden in etlichen Sprachfassungen zur Verfügung gestellt. Beinhaltet sind auch Anamnesebögen in verschiedenen Sprachen. 

 

Übersicht der Ausländerbehörden im Land Brandenburg

Übersicht der Sozialämter im Land Brandenburg